Der Deutlichkeit halber: Worte – wortwörtlich.
Denkselbständige Begriffserklärungen und Anmerkungen. Todernst. Aber nicht bierernst.

Wörtliche Ausdrucksweise ist ein Schlüssel zum Verstehen.
Und zum unzweideutigen Verstandenwerden.
Verbaler Ausdruck beeinflusst Denken und ist Teil der Denkselbständigkeit.

Verbale Kommunikation ist die Voraussetzung für die Nutzung der (anderenfalls gefährlichen) Effektivität nonverbaler Kommunikationsmittel, wie Design. Sie beginnt intern.
Beim eigenen Denken. Und beim Spezifizieren des "wie genau" von Unterschieden – als kompetente Zielvorgaben.

Nur präzise Ausdrucksweise führt zu genauem Verständnis.
Als Teil der Value Group-Methodik erlaubt ungewohnt präzise Benennung von Zielen und Funktionen auch das Aufbrechen
von Denk-Gewohnheiten. So werden Quantensprünge möglich.
Es entstehen Innovationen und Alleinstellungsmerkmale.

Für nachhaltige Unternehmens-Erfolge ist präzise Verbalisierung eine Voraussetzung. Erst, wenn alle Glieder einer Organisation in allen Details das gleiche Verständnis der Dinge haben, kann man von Unternehmenskultur sprechen, dank der Organisationen in völlig kohärenter und stringenter Weise handeln und so ihre Identität planvoll leben und durch alle Strukturen, Angebote, Produkte und Dienstleistungen für Mitarbeiter und Außenstehende erlebbar machen.
Das stärkt internes Identitätsbewußtsein. Und es stärkt die deutliche Wahrnehmbarkeit des Wesens einer Organisation
und ihrer Angebote als Marke. So entsteht Einzigartigkeit als wiedererkennbare Unterscheidbarkeit. Und so wächst die Identifikation von Zielgruppen mit Marken und Angeboten.

Präzise wörtliche Ausdrucksweise ist also eine Voraussetzung nicht nur quantitativer, sondern qualitativer Zielvorgaben in Briefings. Erst qualitativ nuancierte Briefings erlauben, bewußte Gestaltung des Wesens einer Organisation und ihrer Angebote zu delegieren und optimal als Management-Tool zu nutzen.

Erst so wird auch Design als besondere Form von Planung und Umsetzung zum Management Tool, welches durch seine non-verbale Kommunikation von Wesen und Wert viel stärker wirkt, als alle Worte. Darum gilt es, das "wie genau" dieses Wirkens zuvor bewusst zu spezifizieren, damit es nicht der Zufälligkeit
der Ideen Einzelner folgt, sondern im Sinne der langfristigen Strategien der Unternehmensleitung wirkt.

Wortwörtlichkeit hilft aber bereits beim Denken.
Ungenaue Begriffe tarnen nicht nur Massenmeinungen und Vorurteile, sondern Fakten und Sachzusammenhänge – bis hin zur Sabotage. Beginnend bei der Selbst-Sabotage.

Wenn man Dinge immer noch genauer zu benennen sucht, kommt man Wesen und Problemen besser auf die Spur.
In der so geförderten Denkselbständigkeit besteht eine Chance, die kein Unternehmer und Innovator ungenutzt lassen sollte – und im Interesse der Nachhaltigkeit von Handeln und Erfolgen auch nicht ungenutzt lassen darf.

Führung und inhaltliche Kompetenz bedarf der klaren Gedanken und ihrer klaren Kommunikation. Manches Problem wird schon allein dann klarer, wenn man die Worte auf der Zunge zergehen lässt: Es heisst Mehrwert-Steuer. Nicht Minderkosten-Steuer.
Das hat einen Grund. So, wie jedes Wort seine eigene Nuance als Existenz-Grund hat. Sonst bräuchten wir nicht so viele. Und man bräuchte beispielsweise nicht zwischen Wert, Preis und Kosten zu unterscheiden.

Erst die Unterscheidung legt nahe, uns über die Beziehungen zwischen den Begriffen und ihren Inhalten Gedanken zu machen. Und damit auch darüber, was warum falsch ist und falsch läuft, wenn Preise sich nicht am Wert für die Zielgruppen orientieren, sondern an den Kosten.

Viel Spaß und willkommen im Kreise der Freunde des Pilpul,
der wohlwollenden und genüsslichen Wortklauberei.
Es dient Wirtschaft und Gesellschaft, den Dingen auf den Grund zu gehen. Als Voraussetzung von Unterscheidung und Unterscheidbarkeit, mit der man Werte und Haltungen akzeptiert, ermuntert und in ihrer Vielfalt bedient. Freudig und wohlwollend.

Sie werden sehen: Leichthin widersprechen wir Definitionen,
die wir nicht kennen und auch nicht zu kennen versucht haben.
So auch Gleichsetzungen von Pilpul mit "Haarspalterei" (oder gar, niederländisch: "Mieren neuken"). Pilpul drückt die Freude aus, die man beim Teilen von Einsichten und Kompetenz verspürt, während Begriffe wie "Haarspalterei" neben dem Widerwillen auch die unterstellte Unnützlichkeit des genauen Durchdringens und Ausdrückens von Sachverhalten ausdrücken. – Ganz abgesehen vom Begriff "Rabulistik", der die intellektuelle Ohnmacht der Nazi-Herrschaft und derer, die sie ansprach, verbalisiert. Not und Minderwertigkeits-Komplexe führen zu Unsicherheit und diese zu Ablehnung des Fremden: Xenophobie. Auch gegen Worte. Und gegen Dialekte und Sprachen.

Gerade angesichts der eigentlich bekannten tieferen Ursachen und der sich immer weiter aufschaukelnden Natur der Krise
ist dies auch heute eine Gefahr. Eine Gefahr, die Erkenntnissen und vor allem der einzigen - und bewiesenen – wirksamen Maßnahme entgegen steht: Stärkung von Unternehmertum, Alleinstellungsmerkmalen und Innovationen.
Ausschließlich durch sie kommt Wirtschaft wieder in Gang und werden Gesellschaften in Wohlstand für Alle leben können.
Wertevielfalt, offene Gesellschaft und eine Liberalität, die sich nicht auf die Freiheit der Spekulanten beschränkt, sondern vor allem Geist, Werte und Haltungen betrifft, sind Voraussetzungen von individuellem Erfolg, allgemeinem Wohlstand, Frieden und selbstbestimmter Unabhängigkeit. Überall.

Sorgen wir also mit dafür, daß Sozialverpflichtung, Anstand
und Wohlwollen nicht endgültig zu Fremdworten werden.
Jeder und jede für sich. Aber mit Zivilcourage. Die beginnt bei präzisen offenen Worten.

Viel Spaß beim Stöbern.

Und geben Sie uns gern Feedback - oder schlagen Sie weitere Termini und Interpretationen vor. Der Reichtum der Vielfalt besagt: Kein Menschenwerk ist absolut richtig. Es führen viele Wege nach Rom. Wenn man nur weitsichtig überlegt, werden auch ganz verschiedene Entscheide langfristig aufrecht erhaltbar (sustainable) und damit nachhaltig sein.