Bank

Institut für Finanz-Dienstleistungen.
Privat oder gemeinschaftlich organisierte Institution.

Banken haben in jeder Gesellschaft wichtige Funktionen: Die jenige der Kreditgewährung und die jenige der Überweisung von Zahlungen. Hierfür erfüllen Banken mehrere Neben-Funktionen: Die jenige der Geld-Aufbewahrung und diejenige der Zusammenarbeit mit anderen Banken. Letztere dient, neben der Durchführung von Zahlungsverkehr, der Risiko-Minderung durch Risiko-Verteilung: Banken kooperieren bei der Vergabe von Krediten in der Weise, daß sie einander überschüssige Barmittel als Kredite geben, um die Kreditvergabe anderenorts zu ermöglichen. Dies stärkt eine weitere Nebenfunktion von Banken: Die jenige der Zinsgewährung für bei ihnen deponierte Gelder.

Weitere Nebenfunktionen von Banken betreffen die Abwicklung von Börsen-Geschäften für Anleger. Namentlich den Kauf und Verkauf von Aktien, sonstigen Wert-Papieren und konvertiblen Wertsachen. Im Zuge dieser Nebenfunktion beraten Banken ihre Kunden bei diesbezüglichen Dispositionen als sogenannte Anlage-Beratung, wo Kunden sich zu diesbezüglichen Überlegungen nicht selbst in der Lage sehen.

Entscheiden müssen immer und überall die Kunden selbst.
Hierzu sind die in der Lage, wenn sie der Verpflichtung mündiger Bürger zu Informations-Sammlung und denkselbständiger Informations-Verarbeitung entsprechen.
Dabei müssen Kunden berücksichtigen, daß Alles im Leben gefährlich ist, und daß erhaltene Information und Rat unvollständig und eigennützig sein kann. Weswegen man Rat besser von Seiten einholt, die selbst nicht in die jeweiligen Geschäfte involviert sind.

Obige Haupt- und Nebenfunktionen werden allenfalls von Eigengeschäften der Banken, also von Transaktionen, die sie im eigenen Namen und für eigene Rechnung durchführen, ergänzt. Dies dient der Steigerung ihrer ansonsten nur aus Kommissionen und Zinsdifferenzen entstehenden Kostendeckungsbeiträge und resultierenden Überschüsse.
Ausgewiesene Gewinne stärken die Bereitschaft von Anlegern, Aktien der Banken zu erwerben und kommen so, wie bei jeder Firma, über die Eigenkapitalausstattung der Handlungsfähigkeit zugute. Ferner sind Gewinne ein Vertrauens-Signal für Bank-Kunden. Sind sie allerdings unmässig hoch, so sollten sie primär als Warnsignal verstanden werden. Derlei geht nie lange gut.

Eigengeschäfte gehören nicht zu den Hauptfunktionen, welche Banken in jeder Gesellschaft erfüllen müssen, und welche ihren Existenz-Grund und die Existenz-Berechtigung darstellen.
Bei europäischen Banken haben bis vor wenigen Jahren die Eigengeschäfte bis zu ca. 20 % der Umsätze ausgemacht.

Erst mit Einführung immer neuer US-amerikanischer Regeln in Kontinental-Europa, namentlich für Rechnungslegung von Firmen, für Konkursrecht, Bankwesen und Kapitalmärkte, ist dieser Anteil der Eigengeschäfte - gemäss dies kritisierender Aussage eines früheren Vorstandes einer grossen deutschen Bank - auf über 80 % hoch geschnellt. Dies entzieht die dafür eingesetzten Mittel ihrem eigentlichen ZWeck: Der Finanzierung von Industrie, übriger "realer" Wirtschaft und der Gesellschaft. Vor allem aber hat dies die Risiken für die Übergabe von Geld an Banken ins unermessliche gesteigert. Auch für Geld, welches man kleinen Banken anvertraut, weil diese die Mittel, die sie nicht selbst als Kredite vergeben können, anderen Banken leihen müssen, um ihren Kunden eine Verzinsung bieten zu können.

Zusammenfassend kann man feststellen:
Viele Banken erfüllen mit der Vernbachlässigung ihrer Haupt- Funktionen und primären Nebenfunktionen ihre gesellschaftlichen Aufgaben nicht mehr.
Gleichzeitig vergesellschaften sie ihre Verluste, während sie Gewinne einstreichen und grosse Teile davon intern an ihr Management auskehren, statt, wie jeder Unternehmer, selbst zuerst zu haften.

Unternehmen in Europa erhalten für ihre Aufgaben und Projekte, also für die Schaffung von Innovationen und Alleinstellungsmerkmalen, mit denen sie erfüllende Arbeitsplätze schaffen und Arbeit wie Lieferungen und Leistungen Anderer angemessen honorieren können, keine Finanzierungen mehr. Statt dessen wird ihnen als Voraussetzung für Kreditvergaben von Banken nahe gelegt, zuerst Mitarbeiter zu entlassen, und damit Know How frei zu setzen, statt zu pflegen. Dies war auch konkret belegter Inhalt eines kritischen Kommentars von Johann Schneider Amman in seiner Funktion als Vorsitzender der schweizerischen Metall-Industrie, vor seiner Bestellung zum Bundesrat (Wirtschafts-Minister) der Schweiz.

Es scheint daher an der Zeit, dass Unternehmer überall in Europa jede Zusammenarbeit mit Banken sehr aufmerksam prüfen, und statt einer resignierenden Opfer-Rolle eine aktive Rolle annehmen.
Einige haben dies längst getan und wirken durch eigene Banken oder massgebliche Beteiligungen und Einflussnahme als Aktionäre von Banken dabei mit, dafür zu sorgen, daß es noch richtige Banken gibt, die ihre Aufgaben erfüllen. So zum Beispiel der deutsche Unternehmer Reinhold Würth, seine Internationale Bodensee Bank IBB und Würth Financial Services.
Derlei Vorbilder sind aber derzeit noch Tropfen auf heisse Steine.

Angesichts der aktuellen Entwicklungen ist einmal mehr daran zu erinnern, daß es aller Bürger Pflicht ist, zum Wohle der Gemeinwesen auf ihre Diener in Politik und Verwaltung einzuwirken, daß diese eine Trennung von Banken, die ihrer gesellschaftlichen Aufgabe gerecht werden, und deren auf Eigengeschäfte fokussierten Aktivitäten erfolgt. Die Gemeinwesen dürfen allenfalls für die echten Banken bürgen, nicht aber deren Spekulationen durch Garantien und Hilfen Vorschub leisten.

Um nachhaltig handelnde Unternehmer in die Lage zu versetzen, ihre Rolle beim Abwenden des ultimativen Crash zu spielen, ist es erforderlich, daß deren Finanzen gestärkt werden. Namentlich im Vergleich zu jenen Unternehmen, die die Krise durch ihren einseitigen kurzsichtigen Fokus allein auf quantitative Kriterien mit verursachen und fördern. Denn jene werden absurderweise von der Mainstream-Kreditwirtschaft bevorzugt.

Die Stärkung von Unternehmertum, Alleinstellungsmerkmalen und Innovationen muss parallel entlang mehrerer Linien erfolgen. Einerseits durch Inhalte. Also durch ermutigenden Rat und Anleitung, nichts so zu tun, wie andere, sondern alles auf eigene wohl begründete Weise, die sich aus der Bemühung um die bessere Bedienung von Zielgruppen ergibt. Dies macht seit 40 Jahren die Tätigkeit der Value Group aus. Mit Bezug auf die Unterstützung öffentlicher Institutionen ist es ausserdem der Inhalt des Geschäftsfeldes Silvaplan, welches für die Mitwirkung am Turnaround des Baskenlandes gegründet wurde ("Bilbao Effekt").

Andererseits müssen Unternehmer und ihr Vermögen, nachhaltig Arbeitsplätze zu schaffen, durch Kreditvergabe gestärkt werden. Und schliesslich durch Stärkung ihrer Eigenkapital-Ausstattung.
Es ist also an der Zeit, daß Unternehmer sich an anderen Unternehmen beteiligen und diesen Beteiligungen allenfalls auch Gesellschafter-Darlehen gewähren.

Unternehmern, die sich in diesen schwierigen Zeiten um unabhängige Orientierung bemühen, und für sich, ihre Familien und ihre Kollegen nach Sicherheit und gegenseitiger Stärkung suchen, um ihre Erfolge, und damit auch ihre Beiträge zum Wohl ihrer angestammten Regionen, zu stärken, steht das Value Group Geschäftsfeld Value Plan als Dialog-Partner zur Verfügung.

Bau-Kosten
vergl. auch: Architektur-Kosten.

Gesamtkosten einer Baumassnahme. Kostenziel und nachkalkulatorisches Ergebnis. Als Budget Grundlage der Ermittlung der Kosten der Planung.

Die von der Architektur durch die Entscheidungen zwischen zielführenden Alternativen definierten Kosten sind die Baukosten. Baukosten und ihre Minimierung sind bei Value Group dank der Value Design Methodik von Anfang an Gegenstand der Planung, in welcher auch "Abschreibungs-Regeln als Design-Kriterium",
als Teil der Randbedingungen, Berücksichtigung finden.

Ganzheitliche Optimierung als Grundsatz fachgerechter Planung stellt einen Aufwand dar, dessen Deckung und Rechtfertigung durch Vereinbarungen über die Architektur-Kosten gesichert sein muss. Anderenfalls kann Architektur den Anspruch, der von Bauherren und Gesellschaft an die Planung und Gestaltung zu stellen ist, nicht erfüllen.

Benutzungsmuster
Benutzungs-Muster; Spezifische Ansprüche an ein Angebot.

Benutzungs-Muster bezeichnen die Präferenzen des Gebrauches von Produkten, Infrastrukturen und sonstigen Artefakten.
Benutzungs-Muster sind damit ein Methodik-Werkzeug zur qualitativen Differenzierung der Erwartungen, Wünsche und unerfülltenTräume von Kundenkreisen als bereits reale oder latente Zielgruppen.
Latente Zielgruppen sind Träger solcher Präferenzen, die bislang nicht mit marktgängigen Angeboten erfüllt werden; Die aber zu Begeisterung und "Spontan-Kauf" führen würden, wenn sie endlich verfügbar würden.

Benutzungs-Muster werden als Teil der Value Group Methodik als präzise formulierte Leitmotive benutzt, unter welche Projekte gestellt werden, um die Ergebnisse und die Art ihrer Präsentation durch deutliche Alleinstellungsmerkmale vom Wettbewerb zu unterscheiden.

Benutzungsmuster können, als Beispiel, Eigenschaften von Werkzeug-Maschinen betreffen, die es erlauben, Produkte so zu erzeugen, wie es mit bisherigen Fertigungs-Einrichtungen nicht oder nur erschwert möglich war.
Ebenso kann es Mess- und Prüfmittel betreffen, die erlauben Erkenntnisse und Auswertungen zu erhalten, die bisher nicht ebenso gewonnen werden konnten.

Im Bereich der Erzeugnisse für den privaten Gebrauch sind Benutzungs-Muster als Leitmotive von Produkten – und die Bedeutung qualitativer Differenzierung für Wirtschaft und Gesellschaft – sehr leicht am Automobil-Markt zu erläutern:
So lange 80% der Autos Limousinen mit 4,5 Sitzen waren, und 20% deren "Kombi"-Varianten, bestand bald mangels Unterscheidungs-Merkmalen kaum noch ein Grund zur Ersatz-Beschaffung. Es entstand ein reifer Markt, in welchem auch die Marktteilnehmer zu wissen meinten "der Markt" wolle dies oder jenes so und nicht anders.
Die Konsequenz solcher nicht wirklich an Präferenzen und unerfüllten Wünschen (an der "Diversität" der Menschen und ihrer Werte und Haltungen) interessierten "Marketing"-Auffassung hat für alle Beteiligten desaströse Folgen:
Die Kunden erhalten nichts angeboten, was sie wirklich begeistert.
Käufe werden aufgeschoben und mangels qualitativer Unterscheidung, die eine Bevorzugung rechtfertigen würde - wenn schon - nur noch nach quantitativen Kriterien ausgewählt: Preis, Grösse, Betriebskosten, etc.

Mit dem Aufgreifen "extremer" Benutzungs-Muster, wie der Möglichkeit, im Gelände zu fahren, oder grosse Gegenstände zu transportieren, etc. entstanden Fahrzeug-Konzepte, die neue Möglichkeiten, eben andere Muster der Benutzung erlauben. Mit der Begeisterung derer, die genau das gewünscht hatten, kam auch der stagnierende Fahrzeugmarkt wieder in Bewegung.
Die Tatsache, daß solche Möglichkeiten in der Praxis selten oder nie genutzt werden, sind irrelevant: Es gehört zu den allein dem Kunden und Nutzer zustehenden Entscheidungen, wie sie ihre Produkte wann und wie oft nutzen. Auch bei einer Werkzeugmaschine im Produktions-Prozess mag die zusätzliche Nutzungs-Möglichkeit nicht oft genutzt werden. Entscheidend ist die Möglichkeit, weil diese beispielsweise erlaubt, neue Kunden anzusprechen und ihnen Angebote zu machen, die vorher so nicht möglich waren.

Value Group-Gründer Gerhard K. Eichweber weist seit langem darauf hin, daß dies Konzept erlauben würde, auch den Markt der Sportschifffahrt zu beleben, weil die gängigen Angebote, wie einst im Automobil-Markt, alle auf den selben Paradigmen (Vorurteilen und Konzepten) beruhen.

Eine weitere Möglichkeit der qualitativen Differenzierung, nicht in funktionaler Hinsicht, sondern hinsichtlich der Formensprache und des diesbezüglichen "Geschmacks", ist der Value Group-Ansatz der "Matrix der Lebensstile" oder "Life style Matrix". Dieser erlaubt Zielgruppen durch verstehen ihrer Werte und ihrer Haltungen zur Welt und zum Leben zu unterscheiden, zu verstehen und besser zu bedienen.

All diese Techniken dienen der Differenzierung von Angeboten und ihres Zuschnittes auf qualitativ, nicht quantitativ, unterschiedene Zielgruppen durch deutlich bevorzugte Alleinstellungsmerkmale.
Sie dienen zugleich zur subtilen Schärfung der eigenen Identität und Unternehmenskultur, sowie der Routinen und Formensprache, durch welche diese Unterschiede für Zielgruppen und allgemeine Öffentlichkeit erlebbar werden.

Beschäftigung

Tätigkeit, deren Zielrichtung und Erfolg nicht notwendigerweise klar oder erwartbar sind. Insbesondere fehlt der Beschäftigung das der Arbeit inhärente Element der Befriedigung und Anerkennung. Dementsprechend sind "Beschäftigungs-Gesellschaften", welche in den letzten Dekaden als modisches Ersatz-Konstrukt für das "Parken" von Arbeitskräften geschaffen werden, lediglich eine Vergesellschaftung dessen, was in sozialistischen Gesellschaften von den Betrieben geleistet wurde: Die Weiterbeschäftigung von Personen, die infolge extremer "Rationalisierung" überflüssig werden, für die aber mangels gleichen kreativen Aufwandes für Innovationen und Alleinstellungsmerkmale keine neuen Aufgaben zur Verfügung stehen.

Das Missverhältnis zwischen Produktivitätssteigerungen bei bekannten Produkten und Schaffung neuer Arbeitsplätze durch Innovationen und Alleinstellungsmerkmale kann als Folge übertriebener "Gleichmacherei" angesehen werden, welche wiederum mit dem einseitigen Fokus auf quantitative Kriterien, statt qualitativer Unterscheidung angesehen werden, die sich durch die bekannte Frage nach "Haben" oder "Sein" als Leitmotiv auf den Punkt bringen läßt.

Die egalitäre Verneinung und Unterdrückung menschlicher Vielfalt kann daher als ursächlicher Denkfehler des Sozialismus und seines hierdurch erzwungenen Scheiterns angesehen werden.
Aufgrund der ungehindert seit ca. 1850 auch in die "kapitalistische" Wissenschafts-Theorie infiltrierten marxistischen Paradigmen des "wissenschaftlichen Materialismus" bedrohen die gleichen Denkfehler nun auch die soziale Marktwirtschaft und sind die Ursache der sich stets weiter aufschaukelnden Krise.
Dies insbesondere, weil im Zuge der Standardisierung zunehmend weniger Menschen aus eigener erfüllender und angemessen honorierter Erwerbstätigkeit in Sozialversicherungen einzahlen und Steuern entrichten. Beschäftigung ist also allein dadurch nachhaltig zu fördern, daß man Unternehmen fördert und anleitet, wieder nachhaltig unternehmerisch zu agieren, indem sie eigenständige unvergleichbare Angebote an die Zielgruppen bringen, die genau diese Angebote präferieren.

Das geht nur mit Menschen, die sich für Menschen und ihre Verschiedenheit interessieren. Roboter können das nicht. Sie zahlen auch in keine Sozialversicherungen ein und kaufen nichts.
Daher bedroht einseitiger Fokus auf quantitative Kriterien wie Produktivität alsbald auch die "Shareholder Values".
Die Spekulantenwerte werden sich bei unverändertem Kurs immer schneller dem Wert Null nähern. Logischerweise.
Kein Problem, solange genügend unternehmergeführte Firmen so handeln, wie es richtig ist - nachhaltig - und dank ihrer soliden Erfolge mit Alleinstellungmerkmalen den frei werdenden Arbeitskräften erfüllendere Aufgaben bieten können.

Bildung

Ganzheitlicher Begriff der Akkumulation von Informationen, Wissen, Regeln, Erfahrungen, Haltungen und Werten, welche Menschen und ihre Sicht auf Natur, Gesellschaft und die Welt prägen. Als nie endender Prozess umfasst Bildung Alles, was man wissen und erfahren kann. Bildung ist zwar hinsichtlich der individuellen Lebensfähigkeit und der Möglichkeit, Beiträge zur Gesellschaft und zur Welt zu leisten letztlich zweckdienlich, aber dennoch weniger zielgerichtet, als Ausbildung, welche mit den in ihr vermittelten Kenntnissen und Fähigkeiten Zielen und Zwecken dient, die meist nicht, oder nur selten und erst ab gewissen Zeitpunkten von der auszubildenden Person selbstbestimmt festgelegt werden.

Während Ausbildung durch ihre Zweckbestimmtheit dazu tendiert, neben den vordergründig zweckdienlichen Informationen keine weiteren Inhalte zu vermitteln, ist Bildung mit ihrem allgemeineren Ziel eines möglichst vollständigen Überblickes über alle Wissensgebiete eher darauf gerichtet, eigenständiges Beobachten, Denken und Urteilen zu ermöglichen, indem sie von allen Wissens- und Lebens-Gebieten hinreichend viel vermittelt. Diese Vermittlung einer soliden Basis bewirkt oder erleichtert das Erfassen und Einordnen zusätzlicher Informationen, die von spezialisiert ausgebildeten Personen nicht wahrgenommen oder jedenfalls nicht registriert und eingeordnet werden.

Allgemein gebildete Menschen sind daher lernfähiger und entscheidungsfähiger, wenn sie mit neuen Informationen und Situaionen konfrontiert werden. Bildung macht Menschen denkselbständig und daher unabhängig und nur durch Überzeugung führbar, während zum "Funktionieren" ausgebildete Menschen durch unbegründete Anweisungen und Überreden geleitet werden können.

Die Prädisposition gebildeter Menschen für Führungs-Funktionen hat bei den Feinden jeder Gesellschaft zu seit langem fortwirkenden Ressentiments gegen Bildung geführt. Diese in Europa im deutschsprachigen Raum beispielsweise hinter dem negativ besetzten Schlagwort "Bildungsbürgertum" versteckte Bekämpfung von Bildung, welche sich seit langem zunehmend im Umbau von Schul- und Hochschul-Ausbildung niederschlägt (Abschaffung von Studium Generale, Reduktion allgemeinbildender Fächer zugunsten von Anwendungswissen, wie z.B. Computerbenutzung, Abwahl von Deutsch lange vor em Abitur, Bachelor- und Masterstudien statt Diplom etc.) hat in Kamboja unter Pol Pot zur Töung aller gebildeten Menschen geführt und nimmt derzeit in Venezuela unter Chavez ähnliche Züge an: Elite wird vertrieben, und wer nicht geht, und dennoch selbser denkt und Fakten ausspricht, wird unter Vorwänden verurteilt oder in Irrenanstalten eingewiesen. Die Bevölkerung wird immer ärmer, weil es niemand mehr gibt, der ihnen Arbeit gibt. Geschweige denn erfüllende Arbeit. Und Erdöl kann man nicht essen. Hunger mehrt sich und Bedarf muss mit Importen gedeckt werden. Als Vorbereitung für die Niederschlagung allfälliger Revolten werden Waffenfabriken aus Russland eingeflogen, und auch mit Iran besteht ein ähnlicher Austausch. Die Präsidentin des obersten Gerichtshofes erklärt: "Gewaltenteilung ist schlecht für Venezuela. Es reicht, Hugo Chavez zu folgen." Kurz: "Animal Farm" in der Menschen-Welt. Und europäische Parlamentarier erteilen dem den Siegel "guter Demokratie". Was soll man davon halten?

Damit solche Tendenzen, die nicht in Europa entstanden, sondern von aussen induziert sind, sich in europa nicht ähnlich entwickeln, sind Bürger gehalten, sich und ihre Kinder selbst zu bilden, und den durch ihren egalitären und derzeit noch verdeckt faschistoiden nachhlaltigkeitsfeindlichen Tendenzen entschlossen und deutlich entgegen zu treten.

Breite Kultur und Bildung ist die Voraussetzung für wirksame Kreativität. Und diese ist die Voraussetzung für Alleinstellungsmerkmale und Innovationen. Diese wiederum sind die Voraussetzung für neue Vollbeschäftigung und für die Fähigkeit der Unternehmen, dank entsprechneder Erträge in Europa zu europäischen Löhnen und Gehältern zu produzieren, statt zu Mindestlöhnen auf koreanischem Niveau.

Neue Ideen entstehen aus Kreativität. Kreativität ist die Verknüpfung bisher nie so vereinter Informationen zu einem sinnvollen Neuen. Damit diese Informationen verknüpft werden können, müssen sie in ein und demselben Kopf vorhanden sein. Hierzu dient als Voraussetzung breite Allgemein-Bildung mit Tiefgang. Sie kann ergänzt und teilweise emuliert werden durch die gemeinsame Sammlung und Aufbereitung aller erreichbaren Informationen in Teams. Daher ist systematische Team-Arbeit Grundlage der Value Group Methodik.

Teams sollen aber nie entscheiden. Entscheider müssen aber alle Informationen verstehen und sich zu en Vorschlägen und Alternativen eines Teams eine eigene Meinung bilden. Dies setzt eine mindestens eben so breite Bildung, und die auf ihr basierende Übersicht und Umsicht voraus. Gute Allgemein-Bildung ist also eine Voraussetzung für umfassende Kompetenz. Und damit auch für die Übertragung von Kompetenzen an Entscheider.

Darüberhinaus ist das, was im engeren Sinne als "Kultur" Teil umfassender Bildung ist, zugleich eine voraussetzung für die Vielfalt der Werte, Haltungen und Präferenzen von Menschen. dies wiederum ist die Voraussetzung für eine Vielfalt derNachfrage und der Angebote, und damit von Alleinstellungemerkmalen und Innovationen, die nur von Menschen für Menschen konzipiert und realisiert werden können. Da der einzige Ausweg aus der Krise der ist, neue Vollbeschäftigung annähernd zu erreichen, ist also Bildung, der Kunden wie der Mitarbeiter, namentlich die Fähigkeit zu Wahrnehmung und Ausdruck qualitativer Unterschiede, die Kultur des Umgangs mit Diversität und Vielfalt, der schlüssel zum Ausweg aus der Krise. Und der Schlüssel zu einer Rolle Europas als Vorbild für eine neue Normalität namens Frieden. Denn den kann es nur in prosperierenden offenen Gesellschaften geben.

Bildung tut also not. Ihr Notstand hat sich längst ins eigentlich undenkbare verschärft. Das Peter Prinzip ist längst die Regel.
Das Schlimmste daran: Die Ungebildeten bemerken es nicht.

Börse

Firma, fungierend als Handelsplatz für Spekulations-Objekte.

Börsenkurse haben eine massenpsychotische Wirkung.
Mehr auf Finanzwelt und Politik denn auf reale Wirtschaft.

Es stellt eine Irreführung von Menschen dar, Börsenkurse
so zu erwähnen und zu präsentieren, als hätten sie irgend eine Aussagekraft über den Gang der realen Wirtschaft.
Börsen-Trends dürfen ergo auch nicht als Grundlage und Argumente für politische Entscheidungen heran gezogen werden.
Ebenso wenig, wie für Entscheidungen, die einem Unternehmen und seiner Rolle für Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter dienen sollten, aber durch Beachtung derlei sachfremder Kriterien doch stets nur schaden.

Wo dies dennoch geschieht, ist Argwohn und Vigilanz begründet.

Börsen sind Firmen. Ähnlich wie Zeitungen, Fernsehkanäle und Rating Agenturen. Als solche dienen auch Börsen interessierten Kreisen als Mittel und Hebel, um kontraproduktive Paradigmen, Usancen und Regeln weltweit durchzusetzen.

Diesbezüglich ist dem Beispiel Wendelin Wiedekings proaktiv zu folgen, welcher diesbezügliche Entscheidungen entschlossen traf und deutlich kommentiert hat:
Als die New Yorker Börse Porsche das kurzsichtige Reporting auferlegen wollte, welches immer schadet, weil es die strategische Konkurrenz-Ausforschung und Manipulationen fördert, zog er Porsche von der Nyse in etwa mit den Worten zurück: "Wer bei uns investiert, weiss, wer wir sind. Und findet den Weg zu uns. Wir brauchen die New Yorker Börse nicht."
Und als die mit der Nyse kooperierende (und inzwischen fusionierte) Frankfurter Börse mit dem gleichen Ansinnen kam, weil man Porsche sonst aus dem "DAX" nehmen müsse, lautete die Antwort ähnlich: Porsche hat sich nicht darum bemüht, in den Dax zu kommen.

Inzwischen hat die Familie Porsche-Piëch, erschwert durch den Crash, der Europa schwächen sollte, nicht nur Porsche, sondern die Volkswagengruppe endlich zu einem Familien-Unternehmen gemacht. Ein unschätzbarer Dienst am europäischen Industrie-standort und seiner Verteidigung gegen Corporate Raiders, die mit dem Aufkaufen des niedrig bewerteten Volkswagen-Konzerns nicht nur spekulativ Kasse gemacht hätten, sondern durch Schädigung der Unternehmen unterbunden hätten, daß man in Europa auch weiterhin zu europäischen Löhnen Produkte für die Welt herstellen kann. Das wäre nicht anders, nur geopolitisch noch weit folgenreicher, als die Zerstörung Apple's nach dem "ousting" von Steven Jobs.

Vor diesem Hintergrund ist das aussereuropäischen Interessen dienende Agieren der Europäischen Kommission zu beurteilen, welche das deutsche "VW-Gesetz" zum Schutze gegen Corporate Raiders als "Behinderung des freien Kapitalverkehrs der Finanzwirtschaft" juristisch zu untersagen trachtet.
Da die verdeckten Agenden hinter diesen Bemühungen eigentlich offensichtlich sind, hat die Familie Porsche-Piëch (wie erwähnt) dem Gemeinwohl verpflichtet schnell und entschlossen gehandelt.
Wie die Familie Schaeffler bei Continental, einem bis dahin ebenfalls lange nur von Managern geführten Unternehmen.

Bemerkenswert sind die Interessen, Autoren und Medien, die derlei Rückkehr zu Unternehmertum demagogisch kommentieren und publizistisch zu hintertreiben versuchen: Welchen Paradigmen und Massenmeinungen leisten diese Vorschub? Wohin führt es?
Wem dient das? Ist wirklich ein Schelm, wer Böses dabei denkt?

Man vergesse nie: Börsen, Rating Agenturen und Wirtschafts-Medien sind Firmen, die teilweise den selben Personenkreisen und Interessen gehören und dienen. Ihr politischer Einfluss kann auf gut US-englisch als "Konzertierte Aktion" bezeichnet werden.
Orchestrierte Aktion derer, die als einzige von der sich fortgesetzt aufschaukelnden Krise profitieren - und noch weit mehr zu profitieren trachten. Die dies aber nur können, wenn möglichst viele wie Lemminge den irreführenden Paradigmen folgen, oder stillhalten, respektive die Steigbügel halten.

Ohne das Mittun der Lemminge gelingt ihnen nichts.
Nachhaltige Wirtschaft konterkariert derlei Gesellschaften und Kontinente sabotierende Interessen höchst effektiv.
Darum ist Unternehmertum mit seinen Innovationen und Alleinstellungs-Merkmalen (an Stelle von "Me-Too"-Angeboten) der effektivste Schlüssel zur "Verteidigung der offenen Gesellschaft gegen ihre Feinde".
Unternehmer können dies. Denn sie schalten schnell um.
Durch krisensichere Erfolge und neue Arbeitsplätze werden sie mittelbar auch die Staatsfinanzen besser zu sanieren zu helfen,
als jegliche Steuererhöhungen. Denn mehr Prozent von Null sind noch stets Null... Anders herum wird ein Schuh daraus, um, von der Einnahmen-Seite her, Firmen, Strukturen und Staaten zu sanieren.

Privat-Initiative mit dem Gemeinwohl verpflichteter, denkselbständiger Zivilcourage ist mehr denn je gefordert, nachdem "die Börsen" (oder "die Märkte") als Symptom (nicht: Ursache) einseitiger Fixierung auf quantitative Kriterien, die Welt gefährden. Oder jedenfalls das Recht auf demokratische Selbstbestimmung und kulturelle Vielfalt aller Völker und Gruppen.

Vielfalt ist der Quell für gesundes Überleben jeder Gesellschaft. Dank Wohlstand für Alle. Vielfalt von Angebot und Nachfrage. Anderssein Aller ist ein Faktum. Und der Schlüssel: Vielfalt.
Nicht nur als Bio-Diversität. Sondern als Werte-Diversität.
Weil sonst auch alle Shareholder "Values" gegen Null tendieren.