Change

Wandel. Wechsel. Term, der in Bezug auf die Überwindung von Vorurteilen und Massenmeinungen, namentlich in der Wissenschaft, durch Thomas S. Kuhn geprägt wurde: Paradigmen-Wandel.

Kuhn erforschte die Schwierigkeit, solche Hindernisse, bis hin zur aktiven Verhinderung besserer Erkenntnis zu überwinden.
Barbara Tuchmann verfolgte als führende Historikerin einen ähnlichen Ansatz in Bezug auf die ständigen Fehl-Entscheidungen in der Politik.
In Bezug auf Wirtschaft wurde derlei nie umfassend beschrieben. Vermutlich, weil die Fülle der Fälle, die analog zu B. Tuchmanns Beschreibungen geradezu nach Veröffentlichung zum Himmel schreien, unendlich groß ist.

In Bezug auf Organisationen und ihre Kulturen, Routinen und Abläufe wird Change und Change-Management als mehr oder weniger planvolle Gestaltung von Wandel betrachtet und angestrebt. In diesem Zusammenhang betrifft Change die Hinterfragung von eingefahrener Konzepte und Routinen, Organisations-Strukturen und Abläufe, um Unternehmen erfolgreicher zu machen.

Chaos

Zustand, der sich als völlig ungeordnet darstellt, weil sich seine Ordnungsprinzipien menschlicher Betrachtung nicht sofort erschliessen.

Contenance
Fassung, Haltung

Ruhige Haltung, die man auch in schwierigen Situationen und unter Stress bewahrt und nicht verliert.

Wer führen will, und dies auch in emotional prüfenden Momenten, muss die Ruhe bewahren und allen Anderen nach Möglichkeit auch Ruhe zurück geben.

Unter wirklich allen Bedingungen und in allen Situationen die Contenace zu wahren, hilft nicht nur dem eigenen Ansehen und Status, sondern auch einem selbst, um überlegen zu bleiben, zu denken, zu entscheiden und zu handeln.
Es hilft damit auch allen Beteiligten in brenzligen Situationen, selbst ruhier zu werden, oder zu bleiben, und umsichtig handeln zu können.

Contenance ist eine wichtige Eigenschaft von Führungs-Kräften, um als Vorbild wirken und viel bewirken zu können.
Man taugt nicht zum Feuerwehr-Hauptmann, wenn man selbst zum Clienten des "Care Teams" wird.
Und auch für Care Teams gilt, dass Personen nur anderen Menschen helfen können, wenn wenigstens sie in Situationen von extremem Disstress umsichtig und gelassen funktionieren, und durch ihr Beispiel Ruhe verströmen.

Das Wahren von Contenance kann aber, so sehr es eine besondere Qualität ist, auch Risiken bergen: Es gibt Klienten und Vorgesetzte des jähzornigen Typs, die es gar nicht vertragen, wenn wenigstens um sie herum jemand die Ruhe bewahrt, wenn sie sich über etwas aufregen.
Sie deuten dieses Fassung behalten als fehlende Anteilnahme, fehlende Identifikation mit der selben Sache. So kann sich ihre Wut zusätzlich auf die Personen richten, die ihnen eigentlch am effektivsten helfen, oder hefen könnten, weil eine differenzierte, lösungsorientierte Haltung der Sache stets viel mehr hilft, als ein Miteinstimmen in Wut, Schimpfen und Wehklagen.

Es ist hier, wo emotionale Inteligenz und "soft skills" gefordert sind, um keine Gegensätze eskalieren zu lassen, sondern die Situationen einzufangen.

Gelingt dies nicht, und bezieht sich dies Nicht-Gelingen auf geschäftlich wie menschlich wichtige Beziehungen, so ist der stets die Contenance wahrende Mensch, nerben sienem mehr oder weniger ausgeprägten Stoizismus, seiner Unbeeindruckbarkeit, in Depressionen oder, anders ausgedrückt, "christliche Resignation" zu verfallen. Da dies für das Wohl jeder Sache und jeden Gemeinwohls einen grossen Verlust bedeuten würde, ist es gut, hierauf geistig und seelisch vorbereitet zu sein, und Auswege im vorhinein szenariotechnisch vorgezeichnet zu haben.

Conversion

Völlige Umwandlung. Suche nach neuen Anwendungs-Bereichen für die spezifische Kompetenz eines oder mehrerer Unternehmen und der involvierten Personen.
Mit Conversionen werden Krisen-Situationen überwunden.
Möglichst ohne allzu gedankenlose "harte Schnitte".

In Bezug auf Unternehmen, Industrien und Regionen bezeichnet der Begriff die Neuausrichtung nach dem Niedergang der vorherrschenden Tätigkeits-Schwerpunkte. Vor allem durch wegbrechende Märkte und Marktpositionen.
Beispielsweise die Umstellung kommunistischer Kriegs-Industrien auf Friedens-Produktion.

Im Value Group Sprachgebrauch tritt Conversion an die Stelle von "Tunraround" und "Tunraround-Management", um zu verdeutlichen, daß es nicht nur auf den vorherrschenden quantitativen Ansatz ankommt, sondern auf die qualitativen Aspekte der spezifischen Kompetenz und Kultur, deren ungenutzte Potentiale es zu entwickeln gilt.
So kann durch die Entwicklung neuer Märkte für die vorhandene Kompetenz auch gelingen, die eigene Position in reifen und schwindenden Märkten erfolgreich zu behaupten.

Corporate

Kommt von Corporation, Körperschaft. Als Begriffs-Teil ist Corporate- eine Bezeichnung für firmen- respektive organisations-spezifische Eigenheiten. So in Corporate Identity, Corporate Culture, Corporate Design und Corporate Architecture für Firmen-Identität, Unternehmens-Kultur und den Ausdruck des Wesens der Firma in Produkt-Eigenschaften und Infrastrukturen.

Die mit Corporate- eingeleiteten Begriffe unterstreichen die Normalität und Notwendigkeit, sich durch Besinnung auf das eigene Sein, das ganz spezifische So--Sein von Firma, Kompetenz, Organisation, Routinen und Angeboten deutlich vom Wettbewerb abzuheben, um durch Eingehen auf Zielgruppen besonders erfolgreich zu sein.
Diesem Ziel dient auch die Markentechnik als Ansatz zur Konzeption einer Kontinuität der Wiedererkennbarkeit, welche, ähnlich einer Liebes-Beziehung, zu Identifikation mit der Markenpersönlichkeit führt.

Crash

Zusammenbruch als krachender Unfall. In Bezug auf Wirtschaft und Gesellschaft wird dieser Begriff immer wieder für einen Zusammenbruch der Finanzstrukturen benutzt, ohne welche die reale Wirtschaft existieren könnte, wenn sie nicht in übermäßiger Abhängigkeit von diesen Strukturen wäre.

Da Wirtschaft und Gesellschaft aber durch mächtige Interessen und deren verdeckte Agenden nicht nur mittels Paradigmen und Regelwerken, sondern durch Politik und Gesetze in diese Abhängigkeit gezwungen werden, ist es für jede Familie, jedes Unternehmen und jede Region und ihre Gesellschaft überfällig, sich durch denkselbständiges Handeln und Entscheiden aus dieser Abhängigkeit zu befreien, um einen solchen Crash abzuwenden oder mindestens seine Auswirkungen zu mindern und die reale Wirtschaft als Voraussetzung von Beschäftigung und funktionierenden sozialen Sicherungssystemen, Selbstbestimmung, Unabhängigkeit und Frieden zu stärken.

In diesem Sinne scheint es erstrebenswert zu sein, daß diejenigen Kräfte, die einem Crash bewußt oder unbewußt folgend in die Hände arbeiten, selbst an ihm scheitern, während die Kräfte der Nachhaltigkeit erheblich stärker aus jeder Krise und jedem Crash hervorgehen sollten, um die Gesellschaft zu stärken, statt sie durch Not und Unsicherheit in die Hände der Demagogie zu treiben.

Hierin sehen umsichtige, klassische Unternehmer eine normale Herausforderung, weil sie wissen, daß der Erfolg ihrer Firmen, Mitarbeiter und Geschäftspartner und der Wohlstand der Gesellschaft, der sie gemeinsam mit ihren Angeboten dienen, als Symbiose miteinander zusammen wirken.

Value Group Gründer Gerhard K. Eichweber hat seit weit mehr als einem Jahrzehnt unter Hinweis auf das diesbezügliche Buch der Autoren Hamer und Hamer darauf hingewiesen, daß es nicht darum gehen kann, sich auf das bevorzugte Überstehen eines Crash vorzubereiten. Sondern Alles dafür zu tun, daß er nicht eintritt. Seither schaukelt sich die Fehlentwicklung immer noch weiter auf.

Anfang 2008 sagte er dann an einem wirtschafts-wissenschaftlichen Kongress den möglichen Crash für "die Wochen vor den US-Präsidentschaftswahlen" voraus.
Wie man weiß, kam es dann genau so. Und die scheidende US-Administration hatte noch Zeit, die "Rettungs-Maßnahmen" zu implementieren, denen alle andere Länder dann, nicht zu ihrem optimalen Vorteil, lemminghaft folgten.
Im folgenden Jahr, Anfang 2009, durfte Gerhard K Eichweber den selben Kongreß als Keynote Speaker eröffnen. Fanden seine Findungen und Hinweise auf erprobte Lösungenm und deren weitere VErbesserungs-Potentiale aber Gehör?

Seine Vorträge zu den tieferen Ursachen der Krise und den wirklich zielführenden Maßnahmen sowie über Wirtschafts- und Politik-Semiosen zeigen auf, wieso es keiner besonderen seherischen Fähigkeiten bedarf, derlei klar vorher zu sehen: Es stand alles in den Medien.
Man muss Informationen und Details nur ernst nehmen und weiter denken. Denkselbständig. Denn die Paradigmen verschleiern den Blick auf die Dinge. Fast wie Sabotage. Der Sabotage von freiem Denken und offener Gesellschaft dienen übrigens auch die Konzepte von "Political Correctness" und "Affirmative Action".