Faschismus, faschistoid

Das Phänomen der Selbstüberhebung ihrer Natur nach begrenzter Menschen über andere, oft weitsichtigere und grössere Menschen sowie über die Vielfalt menschlicher Werte und Konzepte.
Simple Symbole werden zum Sammlungs-Zeichen faschistoider Bewegungen und ihrer Ideologien, welchen simple Menschen lemminghaft folgen, weil ihnen durch die Bewegung bei entsprechendem Wohlverhalten "Heil", Status und Macht über andere Menschen versprochen wird, welches sie aufgrund ihrer fehlenden Kompetenz sonst nicht erreichen könnten.

Faschismus zeichnet sich durch diktatorische Haltungen, Ansprüche und Abwertung von Allem, was "anders" ist aus, welche mit demagogischen Argumentationsketten gepredigt werden, um sie als Massenmeinungen zu etablieren und zu zementieren.

Jede Verteidigung einer Ideologie und der jeder Ideologie zugrunde liegenden Annahmen und Vorurteile (Paradigmen) gegen anderes Denken, andere Erkenntnisse und offensichtliche Fakten und Werte ist daher potentiell faschistoid. Und zwar insbesondere dann, wenn diese Verteidigung auf andere Argumente nicht eingeht, nicht offen ist, überzeugt zu werden und sich nicht der ständigen Herausforderung stellt, überzeugen zu müssen, statt zu diktieren.

Faschismus nützt die von ihm adoptierte Ideologie zur Begründung und Verteidigung von Macht. Das Teilen dieser Macht mit Mitläufern, sofern diese als Schergen die illegitime Macht ihrer Vorgesetzten nicht in Frage stellen, befördert insbesondere solche Menschen in Machtpositionen, die diese unter "normalen" Umständen nie erreichen könnten, und macht sie zu Vasallen.

Der dieser Entwicklung zugrunde liegende Populismus der simplen Argumente und ihrer Präsentation als allumfassend und absolut richtige Thesen wendet sich an Massen und nutzt die Phänomene der Massenpsychologie, um durch Demagogie Machtansprüche als "Recht" zu begründen und als Glauben zu verankern. Insofern sind die Grenzen zwischen Religion und faschistoidem Anspruch fliessend, wo die Grenzen zwischen göttlicher Weisheit und menschlich begrenztem Einfluss und Wirken verschwimmen. Am Beispiel der christlichen Religion hat bereits Lessing die Problematik der weitgehend von Menschen gemachten Regeln und ihrer schon hieraus folgenden Unvollkommenheit in seinen "Paragraphen zur Reliigion Christi" verdeutlicht. Nochmals mehr hat Lessing die Phänomene des Unterschiedes zwischen Gott und Religionen als von Menschen geprägten Wegen zu Gott – oder auch einfach zur Wahrheit in all ihrer Komplexität – in "Nathan der Weise" anhand der darin verarbeiteten "Ringparabel" verdeutlicht. Samt aller Folgerungen, auch aus den Folgen der Verblendung durch jeglichen Anspruch auf alleinseligmachende Richtigkeit unfundierter Vereinfachungen.

Das beste Gegenmittel gegen faschistoide Tendenzen, Einflüsse und Machtmittel ist Bildung; Ganbzheitliche Bildung, welche Spezialisierung auf ihre Spitzen beschränkt und Menschen zur Denkselbständigkeit ebenso anleitet wie zur Nutzung dieser Fähigkeiten zum Einstehen für Recht, Anstand und Ordnung, auch für Andere, als Zivil Courage.
Das wichtigste Element solcher Bildung ist die geistige Wachheit (Vigilanz) und die Offenheit für die Wahrnehmung jeglicher Informationen. Also die Unvoreingenommenheit, die dieser kognitiven Offenheit die Möglichkeit bietet, zu anderen Schlussfolgerungen zu kommen, als den bereits allgemein bekannten vorherrschenden Lehr-Meinungen und Lösungen.

Da jedem alleinseligmachenden Herrschaftsanspruch weniger Menschen über alle Anderen ein egalitäres Element innewohnt, welches der Vielfalt menschlicher und kultureller Werte, Haltungen und Präferenzen ihr Existenzrecht abspricht, ist jeglicher faschistoide Anspruch auch eine Gefährdung der nachhaltigen Fundierung des Wohlergehens und Wohlseins jeder Gesellschaft. Denn Wohlstand entsteht gerade aus der Vielfalt von Nachfrage und Angeboten, die nur dank menschlichem Eingehen auf Vielfalt entsteht, und so zu einer Vielzahl erfüllender und angemessen honorierter Arbeitsplätze führt. Während Gleichmacherei zu Reduktion der Vielfalt, Massenproduktionen und Arbeitslosigkeit führt. Diese aber ist durch die resultierende Verunsicherung vieler Menschen der Nährboden für faschistoide "Revolutionen".

Damit also die Welt nicht in wachsender Not von einer Revolution in die näcste stolpert, bei der immer andere Potentaten sich mit ihren Vasallen über den Rest stellen, ist das Erfordernis, den Anfängen zu wehren, für alle denkselbständigen Menschen eine Verpflichtung von hoher Aktualität: Es geht um Arbeitsplätze. Und um Anstand, der keinerlei Selbstherrlichkeit zu viel Raum lässt. Wobei auch zu beachten ist, dass Selbstüberhebung gerade seitens der Inkompetenten, die gar zu gern zu dieser tendieren, sehr oft denen unterstellt wird, die kompetent und selbstsicher sind. Denn die stellen für Inkompetenz und Peter Prinzip eine Bedrohung dar. Man vergleiche auch mit Orwells "Farm der Tiere"

Neben der Bedrohung durch Faschismus von links und rechts ist heute also der Bedrohung durch den Faschismus der begrenzten und ihrer Werte entledigten Ideologien von Wissenschaft und Finanzwelt entgegen zu treten. Und, sowieso, jeder Selbstüberhebung der Diener eines Volkes über ihr Volk als Souverän, wie es in der Selbstbezeichnung "Politische Klasse" zum Ausdruck kommt.
Der Zeitpunkt eines "Wehret den Anfängen!" ist seit langem weit überschritten.

Fertigungstiefe

Bezeichnung für den Anteil der Komponenten und Prozesse, die für die Erzeugung eigener Produkte im eigenen Hause intern erzeugt werden.

Nach landläufiger Meinung, welche eine Folge vorherrschender, alles auf quantitative Kriterien reduzierender Paradigmen ist, ist eine hohe Fertigungs-Tiefe unwirtschaftlich, weil die gleichen Paradigmen unterstellen, daß niemand alles, oder wenigstens sehr vieles, gleich gut können kann. So fördern die Rufe nach geringer Fertigungs-Tiefe einerseits eine Überspezialisierung, welche im Gegenzug zur Abnahme universeller Sach-Kompetenz führt. Andererseits fördert geringe Fertigungstiefe die Auslastung spezialisierter Infrastrukturen, aber auch die Abhänggikeit von denselben. Und schliesslich fördert geringe Fertigungs-Tiefe den Transport-Bedarf, dessen Kosten die Kostenvorteile geringer Fertigungstiefe mindern. Ganz abgesehen vom ökologischne Aspekt und der durch unsinnigen Energiebedarf geförderten Abhängigkeit von externen Energie-Quellen.

Eine hohe Fertigungs-Tiefe sichert den diese kultivierenden Unternehmen neben materiellen Vorteilen vor allem immaterielle Vorteile und Potentiale, beginnend bei der Unabhängigkeit von Dritten. Die für hohe Fertigungtiefe erforderlichen Strukturen erlauben eine hohe Flexibilität, auch durch Auslastung als Anbieter und Zulieferer entsprechender Leistungen.

Hohe Fertigungstiefe ist ferner dem Geheimschutz förderlich. Know How bleibt im Hause. Plagiatoren erhalten später und weniger Einblick in Details und Betriebsgeheimnisse.
Dieser Aspekt verdeutlicht, daß das Dogma der Vorteile einer geringen Fertigungstiefe vor allem für Me-Too-Anbieter von Erzeugnissen gilt, die sich von anderen wenig unterscheiden, und die auch keinerlei spezifische Kompetenz als Geheimnis enthalten.
Wo hingegen Einzigartigkeit die Angebote auszeichnet, ist mit der Allokation von Zuliefer-Aufträgen sehr selektiv umzugehen. Einerseits, um das Besondere auch wirklich perfekt zu beherrschen und umzusetzen. Und andererseits, um Betriebsgeheimnisse zu wahren.

Es entspricht der Value Group Praxis, Fertigungstiefe auch als Chance zu sehen, und mit ihr differenziert umzugehen. Insbesondere empfiehlt es sich, bei typischen Fremdvergaben darauf zu achten, daß aus einem Produkt nie alle Know How-relevanten Komponenten an einen spezialisierten Zulieferer vergeben werden. Sondern auf möglichst mehr als zwei verteilt.
Das selbige betrifft Fertigungs-Schritte, wo aus der vollständigen Folge der Schritte ein Trick oder Geheimnis erkennbar wird, dessen Wahrung Plagiatoren behindert.

Finanzen

Geldmittel und der Umgang mit ihnen.

Geld ist, als Betriebsmittel, ein wichtiges Element der Wirtschaft. Dementsprechend stellt der missbräuchliche Entzug dieses Betriebsmittels aus dem Dienst der Wirtschaft, durch Umorientierung europäischer Banken auf Eigenspekulation mit Einlagen, eine Sabotage der europäischne Gesellschaft und ihres nur durch florierende Wirtschaft gesicherten Wohlstandes dar.

Da den Firmen der Realwirtschaft Kredite fehlen, um Innovationen zu realisieren, ist der Druck auf Arbeitplätze, Löhne, Kaufkraft, Sozialversicherungen und Staatsfinnazen entstanden. Die Vergabe der selben Kredite an Spekulanten erhöht noch den Irrwitz dieser Sabotage an der Rolle Europas in der Welt.

Es liegt daher nahe, daß Unternehmer sich selbst organisieren und eigene, echte Banken und sonstige Instrumente etablieren, damit unternehmergeführte Firmen ihre Funktion wieder voll umfänglich ausüben können: Als Anbieter von Produkten, welche besser als Andere auf Zielgruppen eingehen. Und als Anbieter von erfüllenden Arbeitsplätzen zu angemessenen Löhnen.

Finanz&Wirtschaft

Schweizerische Zeitschrift, deren Inhalte ehemals dem Titel entsprochen haben.
Entsprechend dem Paradigma der Gleichsetzung von Finanzen mit Wirtschaft berichtet dies Medium seit langem fast nur noch von Finanzen, während Wirtschaft kaum noch vorkommt.
Damit unterstützt dies Medium die eklatanten Fehlentwicklungen, und kann ähnlich wie die ebenfalls schweizerische "Handelszeitung", welche kaum von Handel, aber viel von Börsenspekulation berichtet, als Förderer und Mitverursacher von Krise und Crash angesehen werden.
Die Tatsache, daß sie damit in einer Reihe mit vielen anderen, weniger spezialisierten, und damit weniger wirksamen Medien stehen, ändert an diesem Sachverhalt nichts.
Vielmehr sagt das span. Sprichwort "Mal de muchos - mal de Tontos" (Die Fehler der Vielen sind die Fehler der Dummen) aus, was von Massenmeinungen zu halten ist. Hier gerade liegt aber die Verantwortung spezialisierter Medien. Beginnend beim Wahrheitsgehalt des Titels.
Die Leminge können entschuldbar sein, nicht aber ihre Anführer.

Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich bemerkenswerterweise seit dem Crash von 2008 für Wirtschaft die Bezeichnung "reale Wirtschaft" eingebürgert, um herauszustreichen, daß Finanzen und Wirtschaft zwei grundverschiedene Dinge sind, die jede für sich ihrer Würdigung bedürfen, wie dies einst in Finanz&Wirtschaft geschah.

Vor 1990 berichtete Finanz&Wirtschaft übrigens mehrfach in ganzseitigen Artikeln auch über Value Consult&Design, als Vorläufer der heutigen Value Group, und über deren spezifische methodische Beiträge zum Managment von Einzigartigkeit.

In jene Zeit fallen auch Leserbriefe von Thomas Minder, Unternehmer und Initiator der schweizerischen "Abzocker-Initiative", der aktuell in den schweizerischen Ständerat gewählt worden ist. Dazu auch von hier aus eine Gratulation.

Freiheit

Jede Freiheit endet dort, muß dort enden, wo sie die Freiheit anderer Personen auf eigene selbst bestimmte Realisierung einengt. Das gilt zwischen Menschen wie juristischen Personen,
bis hin zu Gemeinschaften, Völkern und Staaten.

Respekt vor der Freiheit des Anderen beginnt nicht erst beim Einschränken von Lärm, der Andere hindert, Stille und eigene Gespräche sowie Musik zu wählen und zu genießen.
Und Respekt vor Freiheit endet nicht im Selbstbestimmungsrecht von Völkern und Volksstämmen, auch wo diese vom zufälligen Verlauf von Grenzen durchschnitten sind. Alles andere wäre Entmündigung.

Da gleiches Recht für Alle gilt, muß die Entmündigung der Entmündigenden die konsequente Folge jeder Einschränkung individueller und kollektiver Freiheit sein.
So gesehen wohnt der Freiheit nicht nur eine Respekt-,
sondern eine Beistandspflicht inne.

Freiheitlich
Freiheitlichkeit – Liberalität

Voraussetzung für allgemeinen Wohlstand, der nur durch Vielfalt möglich ist, aber durch Gleichmacherei erdrosselt wird.
Damit ist Freiheitlichkeit auch eine Voraussetzung für individuelle Geschäftserfolge, die erst in ihrer Summe die "Wirtschaft" ergeben und der Gesellschaft dienen. Auch, aber nicht nur, durch mehr Arbeitsplätze und solide Beiträge zu Sozialversicherungen und Staatshaushalten. /n (siehe auch: "Liberal")

Unabhängige Freiheit des Denkens ist die Grundlage jeder Demokratie. Implizit setzt der Begriff der Liberalität also die Verschiedenheit der Menschen voraus (ohne welche es auch keine Demokratie zu geben bräuchte) und sichert diese als Grundrecht, welches erst dort endet, wo es die gleichwertige Freiheit anderer Individuen einengt, behindert oder sonst wie beeinträchtigt.
(s. auch: Neo-Liberalismus, unter "Liberal".)

Da das Handeln - und das Unterlassen - Resultate des Denkens sind, gilt Liberalität auch auf dieser praktischen Ebene als Freiheit des denkselbständig und eigenverantwortlich selbstbestimmten Lebens aller Individuen und Gruppen.
Die Freiheit unterschiedlicher Kulturen, Werte und Haltungen ist also ein Grundrecht, welches eigentlich keiner Erwähnung bedürfen sollte. Diese aber umso nötiger hat, als es massive Widerstände gegen eine entsprechende UN-Charta auf kulturelle Vielfalt gibt.
Ebenso enden Grenzen der Freiheit, wo sie im Sinne einer schleichenden Unterwanderung oder Kolonialisierung die Freiheit angestammter Bevölkerungen zu ihrem eigenen So-Sein bedrängt und einschränkt.

Das der Liberalität innewohnende Prinzip der Nichtbeeinträchtigung der Freiheit Anderer weist auch auf die Bedeutung des Minderheitenschutzes in jeder demokratischen Gesellschaft hin, die es den durch Mehrheits-Beschlüsse gewählten Personen, Institutionen und Massnahmen auferlegt, Minderheiten und ihre Präferenzen zu beachten und deren eigene Anschauungen, Lebensformen und Lösungen nicht zu beeinträchtigen oder sie gar zu unterdrücken oder auch nur zu „gängeln“.

Missverständnisse und willkürliche Aberrationen des Begriffes der Liberalität sind hingegen in der Interpretation von Liberalität als Grenzen überschreitende Freiheit des ungehinderten Durchsetzen eigener Interessen, einschliesslich des Einsatzes physischer, finanzieller und sozialer Macht bis hin zur Gewalt. Diese auch als Neo-Liberalismus und Wirtschafts-Liberalität bezeichnete Freiheit der Verfolgung eigener, oft auch illegitimer oder zumindest amoralischer Interessen schadet allen Gesellschaften und der Welt.

Die Bezeichnung solcher Fehlentwicklungen als „Neo-Liberalismus“ und „Wirtschafts-Liberalität“ ist in mehrfacher Weise missweisend und lenkt damit sowohl von der eigentlichen Natur des Liberalismus und seiner Prinzipien ab. Die missweisende Bezeichnung beschmutzt geradezu das Wort Liberal, welches einen Schlüssel zu Selbstverwirklichung und Wohlstand aller Menschen als wichtige Glieder einer Gesellschaft darstellt, und es lenkt auch infam vom Wesen und Inhalten des Wortes „Wirtschaft“ ab. Ungenaue Bezeichnungsweisen verhindern so das Verstehen der Wurzeln und des Wesens von Fehlentwicklungen und verhindern so auch das entschlossene Vorgehen gegen solche Fehlentwicklungen, was diese letztlich schützt, obwohl es sie vorgeblich kritisiert und bekämpft. Daher stellt es eine Art kategorischen Imperativ für Demokraten dar, im Sinne der „Verteidigung der offenen Gesellschaft gegen ihre Feinde“ (Karl Popper) sowohl gegen das Unwesen antiliberaler Entwicklungen in allen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft vorzugehen, als auch derartige tarnende Fehlbezeichnungen aufzudecken, weil sie als Tarnung der Sabotage verdeckten Agenden dienen, die jeder Gesellschaft schaden.

Die wirksamste Massnahme, durch die wir Alle sofort nachhaltig handeln können, besteht im unternehmerischen Stärken der Alleinstellungsmerkmale eigener Angebote und ihrer wohlwollenden Abstimmung auf unterschiedliche Präferenzen von Zielgruppen. Gerade das Aufspüren, Verstehen und kreative Bedienen bislang unbefriedigend erfüllter Bedürfnisse und Präferenzen erlaubt unternehmerischen Firmen die Schaffung und Entwicklung neuer eigener Marktnieschen und ihren Ausbau zu veritablen Markt-Segmenten, in welchen sie durch ihre Innovationen langfristig die vorderste Front einer eigenständigen Entwicklung markieren.
Diese entschlossene Spezifikation und Realisierung eigener Alleinstellungsmerkmale und Innovationen fördert die Befreiung und Entwicklung von Denkselbständigkeit in der Bevölkerung. Im Sinne von "Empowerment" transformieren entsprechende Angebote daher nicht nur "latente" in reale Märkte, sondern regen mit eigenem Denken und Handeln auch neues innovatives Unternehmertum an, welches der Gesellschaft wieder ganz andere latente Möglichkeiten und Märkte eröffnet.

Freundschaft

Wertschätzung der besonderen Kompetenz und Eigenart eines Menschen, unter gleichzeitiger akzeptierender Toleranz der Inkompetenz und der nicht geteilten resp. unverstandenen Kompetenz, Werte und Haltungen des selben Menschen.

Frieden

„Abwesenheit von Krieg“ wäre sicher eine auf der Hand liegende Negativ-Definition des Friedens über sein Gegenteil. Sie beschreibt aber nicht den auch zum Frieden gehörenden Zustand der Ruhe und Freiheit, der die freie Entfaltung von Menschen erleichtert und fördert, ohne deren Vigilanz zu mindern. Schön, sich in diesem Zusammenhang des Unterschiedes zwischen Eustress und Distress (vulgo: „Stress“) bewußt zu sein, der gerade auch die vigilante Freude am unbeschwerten Realisieren von Kompetenz, eben der Selbst-Verwirklichung, auszeichnet.

Wo diese durch willkürliche externe Beschränkungen, welche über die jeder Freiheit zugrundeliegende Grenze der Nicht-Beschneidung fremder Freiheit hinausgehen, nicht möglich ist, entstehen Frustrationen und Aggressionen, welche jeden Frieden gefährden.

Da Frieden in der realen Welt als Gleichgewicht von Kräften und der strengen, bestimmten Überwachung der Einhaltung von Prinzipien abhängt, so daß kein Vakuum entsteht, welches Andere vorhersagbar, wie eingeladen, nutzen und besetzen werden, ist Frieden ohne Vigilanz und entschlossene Verteidigungsbereitschaft nicht denkbar.

Das Motto "Frieden schaffen ohne Waffen!" ist also, weil es für die einseitige Schaffung eines Vakuums plädiert, Propaganda zugunsten der Feinde des Friedens, die in dieses Vakuum eindringen werden.

Die wünschenswerte, aber trotz des zuvor ungekannten Zustandes von 65 Jahren Frieden in Zentraleuropa noch nicht reale, "Normalität namens Frieden" fordert gerade aktuell erhöhte Vigilanz. Und auch nicht weniger Rüstung. Aber ganz andere. Denn Verteidigung und Intervention gegen Unrecht hat andere Erfordernisse, als jeder frühere Krieg. Vor allem, als jeder Angriff.