Ganzheitlichkeit
Holistik

Holismus, ist eine Voraussetzung der Nachhaltigkeit.

Wer bei Gedanken, Planung, Entscheidungen sowie dem hierauf basierenden Tun und Lassen nicht alle Aspekte berücksichtigt, macht die Rechnung immer wieder ohne den Wirt. Genau wie all jene, die nur Symptome sehen und kurieren, anstatt auch komplexe Gesamtzusammenhänge zu verstehen zu suchen und Entscheidungen fundiert zu fällen. Und zwar so, wie es auch nach Jahrzehnten im Rückblick noch richtig sein wird.

Nur wer alles bedenkt, handelt nachhaltig und hat eine Chance auf eine solide Zukunft. Für sich selbst. Und für alle, die von den Entscheiden mit abhängen.

Genie
Genius

Convolut aus Eigenschaften, Fähigkeiten und Fertigkeiten, welche einer Person oder Gruppe als Charakteristikum eigen sind.

Das spezifische Genie von Personen oder Gruppen, versetzt diese in die Lage, in gewissen Situationen den Überblick zu haben und auch bei unvorhergesehenen Ereignissen und neuen Situationen und Fragen sofort umsichtig die optimal zielführende Lösung zu kennen und ihre Umsetzung anleiten zu können.

Folgerichtig lautet in der Schweiz die Bezeichnung der militärischen Gattung "Pioniere": Genie-Truppen. Oder Sapeurs. Also "Wissende". Genies wissen also, wie es geht. Und zwar auch dann, wenn eine Situation neu ist, und noch nie bedacht - oder als unwahrscheinlich abgetan wurde.

Als Genies bezeichnet man Menschen, die dank ausserordentlicher intellektueller Fähigkeiten besondere Einsichten und Ergebnisse erzielen. Und dies meist schneller und nachhaltiger als Andere.

Genies zeichnen sich durch breites und keineswegs nur oberflächliches Allgemeinwissen aus. Dies Allgemein-Wissen erwerben Menschen durch Aufnahme von Informationen, oft auch solcher, die gerade nicht "benötigt" werden, wo immer diese sich präsentieren. Diese Disposition, vielfältige Informationen, auch non-verbale, wahrzunehmen und zu Verknüpfen, hängt mit einer neurop-hysiologischen Variante des Dopaminhaushaltes zusammen. (Siehe auch: Mehr Kanal Aufmerksamkeits Disposition)

Diese Disposition befähigt manche Menschen besser als Andere, aus zuvor nicht im Zusammenhang gesehenen Elementen (Informationen) durch Neukombination (Kreativität, Innovation) Neues zu ersinnen, was einen besonderen Sinn hat, und die Lösung für ein bislang unbefriedigend gelöstes Problem darstellt. Auch für bisher nicht bekannte - respektive anerkannte - Probleme und solche, die aus der Sicht von "Spezialisten" unlösbar erscheinen.

Damit ist Genie durch die auf ihm basierende umfassende Kompetenz nicht nur eine wichtige Voraussetzung jeglicher Führungs-Verantwortung, sondern von Unternehmertum und Innovation. Genie ist damit ein Selektions- und Förder-Kriterium für Mitarbeiter. Jedes Team, welches neben Spezialisten auch enstsprechend breit gebildete Mitarbeiter enthält, verspricht grössere Quantensprünge an Effektivität und Effizienz von Lösungen und Angeboten.

Genie stellt kein Motiv und keine Rechtfertigung für eine quantitative Überstellung gegenüber anderen Menschen dar.
Es ist eine eigene Art der Einzigartigkeit und kann sein Potential für jede Gesellschaft nur dann voll entfalten, wenn es von Spezialisten umgeben ist, die auf ihren Fachgebieten helfen, gemeinsam erarbeitete "geniale" Lösungen allgemein verfügbar zu machen und gegen schlechteres durchzusetzen. Beispielsweise ökologische Technologien und nachhaltige Führungs-Prinzipen gegen schlechtere Standards.
Genie ist also eine Voraussetzung der Vermeidung von Krisen. Und ihrer Bewältigung, wo Nachhaltigkeit nicht gepflegt wurde. Zum Beispiel weil Genie ausgegrenzt wurde.

Da Begriffe wie Genie oder "Elite" aufgrund jahrzehntelanger Wirkung ideologisch geprägter Paradigmen heute im deutschen Sprachraum nicht mehr verstanden und mit eher negativer Bedeutung belegt wird, geht von diesem Unverständnis eine sabotierende Wirkung aus. Nicht zuletzt, weil Fähigkeit nur wirken kann, wo sie wertgeschätzt und verstanden - oder wenigstens zugelassen wird. Und wo nicht die weniger Kompetenten die Kompetenzen haben und gegen die Kompetenteren verteidigen.

Wer von sich auf Andere schliesst, indem er oder sie behauptet - und als Massenmeinung kultiviert - man "könne gar nicht Alles wissen", erklärt Genie und wahre Elite, samt ihren dem Ganzen verpflichteten Werten und Haltungen für nicht existent; behandelt ihre spezifischen Voraussetzungen als Anomalie, grenzt sie als "Syndrome" aus und stellt sie ruhig.

Im Prinzip nicht anders, als viele gegenüber den Fähigkeiten Untergebener ängstliche Potentaten aller Zeiten. Aber im Extremfall wie in Kambodscha der stalinistisch-konfuzianische Herrscher Pol Pot: Erst werden Akademiker vertrieben oder ausgerottet. Dann alle, die eine Schule besucht haben. Vor allem, wenn die Schule mehr gelehrt, oder zu lernen erlaubt hat, als nun erlaubt ist. Siehe auch: Animal-Farm als Metapher für das Selbstverständnis selbsternannter "politischer Klassen". Reduktion der Bildung macht das Herrschen leichter. Jedenfalls kurzfristig. Ist das aber der Sinn von Demokratie, wo das Volk der Souverän ist?

Analogie-Schluss:
Die Beobachtung, dass eine analoge Entwicklung derzeit unter Hugo Chavez in Venezuela im fortschreitenden Stadium ist, und wer dies militärisch vorbereitend unterstützt, und wer andererseits nichts dagegen unternimmt, sondern gar noch "Demokratie" attestiert, wo Gewaltenteilung längst nur in dem Masse existiert, wie in Nordkorea, ist auch ein Gegenstand der Semiotik: Interpretation der Zeichen.

Zivilcourage allerdings zeichnet sich dadurch aus, Zeichen nicht nur zu erkennen, sondern sie deutlich zu benennen.

Denkselbständige Umsicht erkennt derartige Zeichen und wirkt destruktiven Trends entschlossen entgegen. Allenfalls auch ohne grosse Worte. Aber in dem Wissen, dass Nachhaltigkeit hilft, derlei Tendenzen ihre Macht zu nehmen, die sie nur haben, wo Lemminge Anweisungen folgen.

Angesichts der Tatsache, dass Unternehmertum und Innovationen – gemeinsam mit Genie und Elite - tendenziell einer Ausgrenzung unterliegen, aber das einzige effektive Mittel darstellen, um die Ursachen der weltweiten Krisen nachhaltig zu überwinden, indem sie über Vollbeschäftigung zu allgemeinem Wohlstand und Selbstbestimmtheit führen, erscheint es angezeigt, diese Zusammenhänge aufzuzeigen, und mit Anstand die Werte und Haltungen einzufordern, die der Ausgrenzung jener, die es können, ein Ende setzen.

Gestalt

Ganzheitlicher Oberbegriff für die Kombinationen aller Aspekte einer Sache, die als Teil ihrer Wahrnehmbarkeit ihr Wesen ausdrücken: Form, Farbe, Textur, Haptik, Glanz, Mattheit, Licht und Schatten, Klang, Bewegung und Geruch …

Da es in anderen Sprachen keinen entsprechenden Oberbegriff gibt, wird dies deutsche Wort in vielen Sprachen benutzt. Besonders als Fachbegriff der Wahrnehmungs-Psychologie.
Hier hat "Gestalt", seit der erstmaligen Aufnahme in das Handbuch der Psychologie von David und Rosa Katz, einen festen Stellenwert.

Parallel zur Entwicklung der Wahrnehmungspsychologie
wurde Gestalt auch Grundlage der Gestaltung von Produkten und sonstigen Artefakten, also dessen, was seither Design heißt.
Dies insbesondere durch die engen Parallelen zwischen Psychologie, Gestaltung und Kunst am Bauhaus, namentlich in Verbindung mit Namen wie Kandinsky, Moholy-Nagy, Feininger etc. sowie später mit Max Bill, der für die zugehörigen künstlerischen Studien der Raumwahrnehmung den Begriff "Konkrete Kunst" prägte.

Gestaltpsychologie ist seit dem Bauhaus und der HfG Ulm wesentliche Grundlage professioneller Gestaltung, namentlich in Mailand, durch Lehrer wie DiSalvatore, Bruno Munari, Attillio Marcolli, Narciso Silvestrini, Gillo Dorfles und viele andere.

Mit der Gestaltpsychologie, deren italienische Personifizierung in Prof. Gaetano Kanizsa gesehen werden kann, ist auch die Informationsästhetik eng verbunden. Als mehr auf die Bedeutung von Gestalt und Gestalt-Gesamtheiten und ihre unzweideutige Interpretation fixierter Teilbereich der Wahrnehmungs-Psychologie, schlägt die Informationsaesthetik inhaltlich eine Brücke zur Semiotik.

Standard-Werk zum Umgang mit Gestalt-Phänomenen in der Gestaltung ist "Die Schule des Sehens" von György Kepes.
("Language of Vision" - "Linguagio della Visione")

Gewerkschaft

Facharbeiterverband, dessen Führern es immer dann gut geht, wenn es Anderen schlecht geht.

Mitarbeitern wie Unternehmern. Mitarbeiter treten vornehmlich bei Streiks den veranstaltenden Gewerkschaften bei, um aus der Streikkasse zu profitieren. Kluge und verantwortungsvolle Unternehmer aber geben zu Streiks und gewerkschaftlicher Organisation keinerlei Anlass.

Nur, wenn es Unternehmen schlecht geht, wenn Firmen nicht grosszügig sein können, und eigentlich ein Zusammenstehen angesagt wäre, gelingt es Gewerkschaften, Unmut zu schüren, überzogene Forderungen zu stellen, Streiks zu organisieren.
Da bei Streiks die Nichtmitglieder kein Einkommen haben, können Gewerkschaften hiermit neue Mitglieder werben, um die Finanzierung ihrer Organisation, beginnend bei den Millionen-Vergütungen ihrer Führer, wieder zu sichern.

Gewerkschaften leben vom Feindbild, der Unterstellung einer Gegenerschaft zwischen Unternehmern und Mitarbeitern, die in Zentral-Europa nur mehr als ein Jahrhundert zurück eine Rechtfertigung hatte. Die allerdings durch angestellte Manager und unbedarfte Unternehmer, die genau diesen Feindbildern in die Hände arbeiten, immer wieder isolierte Existenzberechtigungen frei Haus geliefert erhalten.

Die Parallelen zwischen Katholischer Kirche und Gewerkschaften sind offensichtlich. Aber die Mittel unterscheiden sich. Einerseits vertreten sie verschiedene Ideologien. Aber sie leben von diesen. Zweitens benötigen sie eine grosse Zahl von Mitgliedern, um das Wohlleben ihrer Vorderen zu finanzieren. Schwinden diese Mitgleierzahlen, organisert die Kirche Papst-Reisen, und die Gewerkschaften Streiks.

Die Gemeinsamkeit kann man noch kürzer auf den Punkt bringen: Beide versprechen etwas, was jemand Anderes halten soll: Bei den Kirchen der liebe Gott, und bei den Gewerkschaften die Unternehmer.

Gleich

Ähnlich, sehr ähnlich, aber nicht identisch.
Steigerungsform: "Gleicher als gleich". – Die von George Orwell in der "Animal Farm" amüsant dargelegte Charakterisierung egalitärer revolutionärer Prozesse.

Die Metapher des Bauernhofs für jedes Gemeinwesen, in der Orwell nonchalant die "politische Klasse" mit den Schweinen gleichsetzt, hat ihren Wert als Denkanstoss nie verloren.
Bezeichnend ein später kolportiertes kurzes Wortspiel zwischen Helmut Schmidt und Michael Gorbatschow: "Einige meinen, sie seien gleicher als gleich." "Ja, da hatte Orwell wohl recht."

Orwells "Farm der Tiere" steht in einer Linie mit "Gullivers Reisen", in denen Jonathan Swift, hart an der Grenze dessen, was seinerzeit an politisch-kritischer Stellungnahme möglich war, ohne auf dem Schafott zu enden, beschrieben hat, wie Kleine und Grosse, denen man hilft, respektive helfen könnte, mit den Helfern umgehen: Der Fokus auf quantitative Kriterien – hier
die Körpergrösse – verstellt den Blick aufs Qualitative:
Die Details des Rats, der sich auf das Wesen der Dinge bezieht.
Das Wesentliche. Dies Wort kommt von Wesen, als Inbegriff aller qualitativen Unterscheidung.

Im einen Falle wird das Verstehen von Angst gelähmt.
Im anderen durch die Überheblichkeit.

Ist es da ein Wunder, daß Machiavelli eingekerkert wurde?
Und daß dies dem Staatswohl mehr schadete, als sein Rat?

Globalisierung

Parade-Beispiel eines irreführend missbräuchlich genutzten Begriffes, welcher Sachzusammenhänge versteckt, indem ein eigentlich positiver Ausdruck mit negativen Inhalten belegt wird, deren kritikwürdige Ursachen und Wirkungen nicht der Ethymologie des Begrifes entsprechen.

"Eigentlich" bezeichnet Globalisierung das "Kleinerwerden" der Welt und das "Zusammenrücken" der Regionen, Völker und Kulturen.

Politisch ermöglicht dies, daß Grundrechte überall gelten und Unrecht weltweit sichtbar und bekannt wird. Dies führt zu Transparenz, die es schwerer machen sollte, daß Unrecht ungesühnt bleibt. Ein Beispiel von Vielen ist die Festsetzung des Chilenischen Diktators Augusto Pinochet in England durch einen spanischen Staatanwalt mithilfe eines internationalen Haftbefehls. Denn Chile's Militär-Diktatur sind auch viele spanische Bürger zum Opfer gefallen. Ein anderes ist die aufmerksame Behandlung und Blockierung von "Potentaten"-Geldern auf ausländischen Bank-Konten, beispielsweise durch die Schweiz. Wirtschaftlich bedeutet es, daß alle Güter überall verfügbar werden, so dass alle Völker und deren Anbieter mit ihren Produkten weltweit präsent und erfolgreich sein können.
So könnten, als konstruiertes Beispiel, die Frauen des in Namibia und Südafrika beheimateten Ndebele-Stammes dank der Globalisierung aus ihrer sehr speziellen Kultur der Fassaden-Bemalung ihr Häuser Produkte entwickeln, beispielsweise Wandfliesen, und damit weltweit Zielgruppen erreichen, denen diese Muster zusagen. So können sie mit den Alleinstellungs-Merkmalen ihrer Angebote Erfolge erringen, die auf Preis-Findungen basieren, die dem Wert der Angebote für die Zielgruppen entsprechen, und nicht den niedrigen Lohnkosten ihres Landes. Das gleiche gilt, als weiteres Beispiel, für seltene Erden aus Afrika für die Herstellung von Halbleitern.

So führt Globalisierung zu einer Belebung des weltweiten Austausches von Waren und Dienstleistungen, weil die auf spezifischer Identität und Gegebenheiten der Anbieter beruhenden Merkmale von Angeboten nun weltweit verfügbar sind, und durch den direkten Marktzugang für ausländische Anbieter erlauben, daß diese für ihre Länder höhere Mehrwerte erzeilen, als durch hierher verlegte Fertigung fremder Artikel zu niedrigsten Löhnen. Globalisierung betrifft also, als Begriff, etwas sehr Positives: Alle können jetzt als Exporteure auf fremden Märkten selbst direkt verkaufen und liefern. Durch den Wegfall des bisher normalen Protektionismus, sind andererseits lokale Hersteller und Importeure nicht länger in der Lage, ungerechtfertigt hohe Preise zu fordern, von denen sie nichts an die Bevölkerung weiter geben, beginnend bei Löhnen, Sozialversicherungs-Beiträgen und Steuern.

Globalisierung ist also ein wichtiger positiver Schritt zu mehr Gleichberechtigung in der Welt. Ergänzt durch das Internet ist Globalisierung zugleich eine Stärkung für Unternehmertum, Alleinstellungs-Merkmale und Innovationen, weil Angebote nicht mehr nur lokal verfügbar sind. Das weltweite Verfügbarmachen spezifischer Kompetenz erlaubt so Zusamenarbeit, die durch die gegenseitige Ergänzung auch anderswo Innovationen und einzigartige Angebote ermöglicht, die in der gegenseitigen Isolation nicht realisierbar wären. Insbesondere gilt dies für jene Unternehmen, die weltweit die wichtigsten Innovatoren und Job-Motoren sind: Mittelständische, also von Unternehmern persönlich geführte Unternehmen. Übrigens auch von Unternehmerinnen. Denn es ist bemerkenswert, wie viele Frauen in Lateinanmerika, Asien und potentiell auch in Afrika in Führungs-Positionen sind.

Andererseits ist offensichtlich, wie sehr die Globalisierung und ihre positiven, weil Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit fördernden Effekte, nach wie vor von kontraproduktiven Einflussnahmen behindet und unterlaufen wird.

Allerdings ist es infam, diese Entwicklungen, welche in aller Welt, und namentlich in armen Ländern, Recht, Wohlstand und Frieden unterlaufen und machtvoll sabotieren, als "Globalisierung" zu bezeichnen. Denn durch diese Bezeichnung wird geradezu tarnend davon abgelenkt, worum es sich bei diesen Handlungen, Unterlassungen und destruktiven Entwicklungen in Wahrheit handelt. Und worauf es beruht. Welchen Denkfehlern es entspringt. Mit welchen Paradigmen es getarnt und gerechtfertigt wird.

Durch diese systematische Verblendung der Weltöffentlichkeit wird auch die korrigierende Einflussnahme durch die Welt-Bevölkerung unterbunden. Was bleibt, sind hilflose Proteste und ein wenig "Fair Trade". Wobei "Fair Trade" als Feigenblatt eine Blüte der Fehlentwicklung ist: Es betrifft weiterhin Einkauf in Übersee, statt direkten Verkauf überseeischer Anbieter bei uns. Exportierender Marktzugang ist etwas anderes, als Importierender. Jedenfalls wenn zwischen beidem keine Ausgewogenheit besteht:
Marktzugang für Exporteure erlaubt das Erzielen von Preisen, die dem Wert für die Kundschaft entsprechen. Damit kann in ihren Urspungsländern Wohlstand und Selbstbestimmtheit zunehmen.
Marktzugang für Importeure erlaubt oft ungerechtfertigte Margen, weil es von den niedrigen Preisen der Ursprungsländer profitiert. So kommen diese allerdings nie aus ihrer derart zementierten Abhängigkeit heraus.

Wenn dann noch, mangels funktionierender Selbstbestimmung der Völker als offene demokratische Gesellschaften, die Ausbeutung der Rohstoffe und Arbeitskräfte armer Länder durch ausländische Konzerne (und inländische "Oligarchen") sowie fremde Staaten (wie China und Russland) einen neuen Kolonialismus in immer neue Exzesse treibt, ist dies eben gerade nicht Globalisierung, sondern durch nichts zu rechtfertigendes Unrecht. Es Globalisierung zu nennen, lenkt von den Sachverhalten ab und versteckt die möglichen Abhilfen vor der kritisch zielführenden Analyse.

Statt des irreführenden Missbrauchs einer ihrem Sinn nach positiven Vokabel für etwas tiefster Verabscheuung würdiges müsste also eine treffendere Bezeichnung gefunden werden, welche klar macht, worum es auch hier, wie an der Wurzel der meisten anderen Probleme, wieder geht: Die forcierte Unterhöhlung qualitativer Unterschiedung von Werten, Haltungen und Präferenzen. Und ihr Ersatz durch das Regime schnöder quantiativer Kriterien: Materialsmus. Eine marxistische Ideologie, die als Paradigma Wissenschaft, Medien und Politik unterwandert hat. Auch "kapitalistische". Und weiter voran wühlt. So lange diesem Treiben nicht durch die Erfolge der Rückbesinnung auf die Grundlagen und Werte nachhaltigen Unternehmertums und seiner Alleinstellungsmerkmale und Innovationen der Boden entzogen wird.

Wenn man austrocknet, was die Völker krank macht, hat es keine Macht mehr über uns - und sie. Denn die Weltherrschaft lässt sich nur über Lemminge erringen. Aber nicht einmal über diese aufrecht erhalten. Nur: Muss es so weit kommen? Noch ist es Zeit, durch die Erfolge denkselbständigen Unternehmertums diejenigen schlechter aus der Krise heraus kommen zu lassen, die sie verursachen.

Glossar

Verzeichnis und präzisierende Erläuterung wichtiger Vokabeln.

In allen Sprachen haben die meisten Vokabeln mehr als eine Bedeutung. Ohne spezifische Erklärung, wie Vokabeln im Kontext eigener Schriftstücke gemeint sind, bleibt es dem Leser überlassen, dies dank Bildung und Intuition zu verstehen - oder eben nicht zu verstehen.

Mit einem Glossar wird jedem darin beschriebenen Wort eine eindeutige Bedeutung zuzuweisen versucht. Dies geschieht am besten aus dem ursprünglichen Wortsinn heraus. Denn je weiter man sich vom wortwörtlichen entfernt, je näher kommt man einer anderen, treffenderen Vokabel. Und dann sollte man die gebrauchen. Weil sonst Sachzusammenhänge eher versteckt als offen gelegt werden. Und das verhindert wirksame Massnahmen. (Beispiel: "Globalisierung")

Darüber hinaus bietet ein Glossar die Möglichkeit, Vokabeln und das, wofür sie stehen, auch hinsichtlich ihrer Wichtigkeit zu kommentieren. Denn oft werden Worte gedankenlos gebraucht, enthalten aber, wenn man ihnen richtig auf den Grund geht, viel Weisheit. (Beispiel: Es heisst "Mehrwert" – nicht "Minderkosten".)

Gerade angesichts der Krise und ihrer Natur, wie auch der zielführenden Massnahmen, um sie nicht nur zu überstehen, sondern gemeinsam nachhaltig zu überwinden, bietet ein Glossar die Möglichkeit, daran zu erinnern, was Worte "eigentlich" sagen, und dass man es "eigentlich" nur zu bedenken und zu beachten braucht um Dinge selbst richtiger zu machen, als Andere. Und damit neben dem eigenen grösseren Erfolg auch Vorbilder zu schaffen, die der Gesellschaft helfen, irreführende, lähmende, ja sabotierende Paradigmen beiseite zu schieben.

Gegenwärtig fällt gerade im deutschen Sprachraum eine Mischung aus Verflachung und Unschärfe der Sprache und ihres Gebrauchs auf. Fehlende Genauigkeit von Botschaften und Verstehen beschleunigt eine Entprofessionalisierung, bei der "Soft Skills" fundierte Ausbildung, breit gefächerte Bildung und Kompetenz nicht ergänzen, sondern vermeintlich ersetzen. Vormachen können wird vielerorts nicht mehr als Voraussetzung von Autorität und Führung verstanden. Und auch bei der qualitativen Beschreibung von Vorgaben hapert es. Mit dem Ergebnis, dass das Peter-Prinzip längst fast überall vorherrscht.

Auch international wirken vielfach die selben Paradigmen, und die auf ihnen beruhenden kontraproduktiven Massenmeinungen, Regeln, Vorschriften und Verhaltensweisen destruktiv.
So erscheint die Krise als ein infam orchestriertes Phänomen, welches aber nur wirken kann, solange sich die Menschen, und allen voran jene mit Führungs-Verantwortung, wie Lemminge diesen Vorurteilen unterwerfen, anstatt denkselbständig zu eigenen Konzepten zu kommen, welche sie und ihre Gesellschaften weniger lähmen. Das Value Group Glossar will Denk-Selbständigkeit ermuntern. Gern auch über Widerspruch. In jedem Falle aber durch Erinnerung an Werte und das, was "eigentlich" richtig ist, und, wenn es befolgt wird, zu mehr Erfolg führt.

Dies auch, weil die Summe solcher Erfolge "die Wirtschaft" ist, und so zu Wohlstand führt. Allgemeinen Wohlstand, ohne den Wirtschaft nicht langfristig prosperieren kann und Gesellschaften zunehmend in Gefahr geraten.

Dies Glossar ist keineswegs perfekt. Denn es ist voller Redundanz, welche die an der Wurzel der Krise ursächlichen Denkfehler und Paradigmen immer noch einmal anhand anderer Sachzusammenhänge erläutert.
Dies auch, weil die Möglichkeit der Straffung und des Verweises, als Link, auf andere Begriffe, den Nachteil in sich birgt, dass dann das Glossar zu einer eigenen Dynamik führt, welche einige Leser begeistert, aber die meisten zu verlieren droht.

Möge also der Denkanstoss im Vordergund stehen, der trotz aller Unvollkommenheit diesem Glossar seine eigene "Raison d'Être" gibt. – Schön, wenn ab und zu auch ein Lächeln den Humor quittiert, der nicht ganz versteckt in den einzelnen Begriffs-Erklärungen steckt. Schön aber auch, wenn Widerspruch und Korrektur-Vorschläge angeregt werden. Denn auch das belebt die Vielfalt von Denken und Handeln.

Gottgefällig

Schlüsselwort zur Nachhaltigkeit. Selbst Atheisten können sich schlechterdings wohl nicht vorstellen, daß Gott, jeglichem Gott, gefallen kann, was nicht in jeder Hinsicht wohl durchdacht ist.
Was man nicht dauerhaft als Richtig aufrecht erhalten kann.

Während "gottgefällig" im deutschen heute eher ungebräuchlich ist, ist seine Entsprechung im spanischen sowie im italienischen Sprachraum nach wie vor der gängige Ausdruck dafür, daß etwas richtig gemacht wurde, wird oder werden soll.

Wenn alle Menschen Alles so tun würden, wie es „eigentlich“
gut und richtig ist, dann bräuchte man sich über den Inhalt des Begriffes "Nachhaltigkeit" nicht zu unterhalten. Denn der beschreibt nur ein eigentlich normales Kriterium für Verhalten.

Grenzen

Demarkations-Linien qualitativer und quantitativer Unterscheidung.

Ergebnisse von Zufällen. Selbst die Wegenersche Verschiebung hat ja zu zufälligen Bruchlinien der Kontinente geführt. Somit sind auch die Verläufe von Bergketten, Flüssen und Küsten das Ergebnisse der Naturgewalten und entziehen sich menschlicher Logik und Einflussnahme.

Aber auch die immer wieder anderen Grenzverläufe zwischen Staaten sind ausnahmslos Ergebnisse von Zufällen, oder, wie Value Group Gründer Gerhard K. Eichweber ausführt, des Schlafens: "Entweder jemand hat was verschlafen und dann haben sich Grenzverläufe verlorenen Schlachten angepasst. Oder jemand hat mit jemand geschlafen. Und eine Provinz als Mitgift erhalten."

Angesichts der Tatsache, dass Grenzen eigentlich über die Jahrhunderte und Jahrtausende immer und überall Völker ohne Rücksicht auf ihre kulturellen, ethnischen und familiären Zusammenhänge durchschnitten haben, und statt dessen, auch mittels aufoktroyierter Sprachen als Machtmittel und der Erfindung des Nationalismus als künstlicher Rechtfertigung, immer wieder anders zu Staaten zusammen gezwungen haben, ist rein rational festzustellen, daß eigentlich alle Grenzen Unrecht zementieren und einer wirklichen Existenz-Berechtigung entbehren.

Andererseits ist es ein gutes Recht von Menschen, um sich Grenzen zu ziehen: Vom individuellen Konkon über Familienwohungen und Siedlungen zu Gemeinden, Regionen und Staaten. Derlei Grenzen sind das Ergebnis von mehr oder weniger Kompatibilität von Menschen in ihrer Vielfalt.

Kein Recht kann hingegen all jenen Grenz-Ziehungen zugestanden werden, mit denen Gruppen andere Gruppen und ihre Territorien annektieren. Denn das widerspricht dem Grundrecht auf Selbstbestimmung aller Menschen und jedes Volkes.
Aussagen, wie: Eine Region habe immer schon einem anderen Volk "gehört", sind prinzipiell Unrecht.
Dementsprechend vigilant und klar ist derlei Ansprüchen entgegenzutreten und allenfalls auch verteidigungsbereit und loyal beistehend zuvor zu kommen
Besonders deutlich wird die Fadenscheinigkeit von Annexionen und ihrer Durchsetzung gegen berechtigten Widerstand der Betroffenen, wo Ethnien und Kulturen über längere Zeit unterdrückt wurden.
Und noch einmal mehr besonders lächerlich dort, wo die annektierende und unterdrückende Nation selbst kaum Geschichte hat. Wie im Beispiel der Eroberung und Annexion Südtirols durch Napoleon und den erzwungenen Anschluss an Italien, welches selbst zuvor nie als solches existiert hat, sonderrn erst heute 150 Jahre alt ist. Welches aber durch Umsiedlung von Süditalienern nach Tirol zu markieren versucht hat, Südtirol sei "schon immer italienisch" gewesen.

Angesichts der Erfahrung im Baskenland, und der gleichen Situation Kataloniens, deren jeweils drei Provinzen von Spanien besetzt sind, und je zwei von Frankreich, und der noch unheilvolleren Aufteilung Kurdistans unter fünf Besatzern, aber auch aller afrikanischen Staaten, die ohne Rücksicht auf Ethnien und Kulturen von Europa aus am grünen Tisch mit dem Lineal durchteilt wurden, stellt die Europäische Union, wie bereits im kleinen die Schweiz, ein Ideal-Vorbild zur Überwindung aller künstlichen Grenzen und der mit ihnen ausgeübten Unterdrückungen von Volksgemeinschaften dar: Die Grenzen entfallen. Und die zusammengehörigen Völker von beiderseits der Grenzen können ohne Umweg über die alten Hauptstädte der Besatzer direkt mit der Zentral-Verwaltung in Brüssel und Luxemburg, und dem europäischen Parlament in Strassburg, ihre lokalen und regionalen Probleme und Lösungen verhandeln.

In diesem Sinne ist es erforderlich und wünschenswert, daß alle alten Staaten Vollmachten delegieren, und zwar sowohl nach "oben", an eine neue Zentral-Regierung und deas diese kontrollierende Parlament, wie nach "unten", an die Bundeländer, Regionen, Provinzen, Bezirke und Gemeinden.

Diese Entwicklung wurde aber in der Vergangenheit, bezüglich Europa namentlich durch aussereuropäische Einflüsse und Intrigen, gezielt gestört, was durch kontraproduktive Interessen, Instinkte und Entwicklungen auf fruchtbaren Boden fiel. – So dass diese Vision eines wirklich in seiner Vielfalt blühend geeinten Europa als friedlicher Gegenentwurf gegen Habens- und Macht-fixierte heute mehr als noch vor drei Jahrzenten wie eine Utopie anmutet.

Dennoch ist Europa, welches zu seiner Weiter-Entwicklung und Perfektionierung gut daran täte, die Schweiz zum Vorbild zu nehmen, und US-Einflusnahmen entschiedener entgegen zu treten, auch heute schon das Vorbild für den Rest der Welt: Statt aussereuropäische Staaten eingliedern zu wollen, obwohl sie nicht dazu passsen, sollten diese innerhalb ihrer mit einander kompatibleren Räume eigene Unionen von ähnlichem Geiste bilden. Wenn dies beispielsweise alle Turk-Völker täten, könnten die Probleme vieler Etnien, wie der Kurden sich plötzlich ebenso in Luft auflösen, wie nach dem Beitritt Österreichs zur EU diejenigen beider Tirol.

Grenzen haben einfach keinen Grund, zu sein. Darum braucht man auch nicht alte falsche Grenzen durch neue falsche Grenzen zu ersetzen.
Wohl aber haben einen Sinn die Grenzen, die man im Zuge von Erziehung entschieden setzen muss. Aber auch von Gastfreundschaft: Eine Annektion von Innen, durch anmassende Unterwanderung, ist nicht das Modell, welches Frieden durch Vielfalt wirklich fördert.
Ressentiments sind jeder Anerkennung von Vielfalt abträglich.
Für Einwanderer gilt: "When in Rome, do as the Romans do."

Grund

Im übertragenen Sinne der seriöse Cousin der Geschwister namens Anlass und Vorwand. Gründe sind die wahren Motive von Handlungen. So weit sie nachhaltig sind, benötigen gute Gründe keine Vorwände. Hingegen sind Anlässe willkommen, um guten Gründen Verstärkung zu bieten.

Gutmenschen
Gut-Menschen, gute Menschen

Kompetente, Werten und Prinzipien verpflichtete und danach handelnde Persönlichkeiten, die bei allem Streben nach eigenem Vorteil und Schutz der ihnen Anbefohlenen stets auch das grosse Ganze im Auge haben und durch ihr Vorbild andere ärgern.

Meist in Zusammenhang mit Häme benutztes Schimpfwort, welches Menschen, die die Welt lieber als Raubtierkäfig sehen, und darin selbst mit ihresgleichen lieber noch ungezügelter
nach Belieben auch mit unfairen und illegitimen Mitteln wildern möchten, als Etikett für integre Persönlichkeiten benutzen,
um ihre Wut und ihren Ärger über Grenzen setzende Regeln auszudrücken. Regeln, die es ohne Leute wie sie gar nicht,
oder jedenfalls weniger zu geben bräuchte.

Häufig werden in ähnlichem Sinne auch Menschlichkeit, Pazifismus, Nachhaltigkeit, Gemeinsinn, Mitverantwortung und Eintreten für Recht und Gerechtigkeit ärgerlich kommentiert und bekämpft. Namentlich von solchen, die sich entweder ertappt fühlen, oder denen durch Zwang zu korektem Verhalten Vorteile unerreichbar scheinen, die sie für sich beanspruchen möchten, ohne sie auch anderen zuzugestehen.

Als Menschen sind auch Gutmenschen weder fehlerlos noch gegen das Machen von Fehlern gefeit. Das behaupten sie auch nicht von sich. Durch ihr Streben sind sie aber menschliche Leuchttürme für andere. Und dadurch erhöht sich der Druck sozialer Kontrolle insbesondere auf "Schlechtmenschen", die Schlechtigkeit gern, einschliesslich des Missbrauches von Macht, Gewalt und Krieg als Mittel zur Erreichung illegitimer Ziele, als (ihre) "Normalität" ansehen und mit allen Mitteln verteidigen.

Der Ärger über Gutmenschen entsteht bei ihren Opponenten
aus der Tatsache, dass die nur von ihnen so titulierten integren Persönlichkeiten sich redlich bemühen, die von ihnen für wichtig erachteten Werte, Haltungen und Prinzipien einerseits selbst zu leben und andererseits auch zu unterstützen und von anderen einzufordern.

Besonders, wo Werte-Verpflichtung nicht nur im Stillen gepflegt, sondern nach aussen sichtbar gelebt wird, provoziert dies den Ärger und die Häme ihres Gegenteils: Der Schlechtmenschen aller Couleur. Namentlich in Wirtschaft, Politik, Ämtern und Medien.

Schlechtmenschen schliessen von sich auf Andere.
Die Benutzung des Wortes "Gutmenschen" - und die Art der Benutzung - sowie mit deren Ablehnung verwandte Haltungen sind ein deutliches Zeichen, durch welches man auf solche Personen aufmerksam wird, von denen man in privatem und geschäftlichem Umgang lieber Abstand hält, während man sie besser zugleich unter genauer Beobachtung behält. Wegen der von ihnen für Jedermann und die Gesellschaft ausgehenden Gefahren.

Die Früherkennung von Anzeichen solcher Gefahren ist ein Teilbereich der Semiotik oder Zeichenlehre. Diese kann man, als Narration, statt durch Fachbücher, bei Karl May erlernen:
Bei Wahrnehmungen und allen Informationen stets für ALLE Interpretations-Möglichkeiten offen sein, und sich nicht durch "Meinungen" aufhetzen oder abwiegeln lassen. Nicht durch fremde, oder durch vorherrschende Paradigmen, und nicht durch eigene Wunschbilder.

Andererseits aber, auch gegenüber Schlechtmenschen,
stets das Mass der Gegenreaktion wahren. Die Selbsterfüllung der Regel zulassen: "Ein jeder blamiert sich, so gut er kann".

Insofern folgt Karl May letztlich dem an Menschen glaubenden Rat von Lao Tse, für sich selbst stets den Mittelweg zu suchen und ihm zu folgen. Im Gegensatz zu Kung Fu Tse (Konfuzius)
der offensichtlich nicht auf das Gute vertraut, und daher, typisch Schlechtmensch, Alles haarklein vorzuschreiben versucht.

Normal, als menschliche Vielfalt zwischen Gutmenschen und Schlechtmenschen, scheint aber auch die Mitte zwischen Lao Tse und Kung Fu Tse zu sein. So dass jeder Mensch aus beiden,
und Allem, das seine lernen und authentisch SEIN kann.

Siehe auch: Schlechtmenschen.

Gutmensch
Gutmenschen

Unwort, welches es aufs Podium, und damit fast zum absoluten "Unwort des Jahres" 2011 geschafft hat.

Schimpfwort zur Ausgrenzung von Menschen, die durch Werte und Haltungen, Anstand und Beispiel sowie Zivilcourage gegen kontraproduktive Tendenzen für Korrektheit einstehen, und mit ihrem redlichen Bemühen jedem Fehlverhalten und Unrecht Grenzen setzen.

Als natürliche Menschen sind die derart gescholtenen Persönlichkeiten natürlich nicht fehlerlos. Aber offensichtlich erregen sie bereits durch ihr Bemühen das Ärgernis derer, die
es vorziehen, auf dem Fehlverhalten Anderer die Rechtfertigung für ihre eigene Skrupellosigkeit zu begründen.
Das wiederum provoziert Hass und Intrigen, und die Sucht,
auch mittel illegitimer und sowieso unanständiger Mittel, gerade den Anständigen am Zeuge zu flicken und Fehler nachzusagen.
Oft sogar, indem Böses unterstellt wird, und Anstand als Fehler ausgelegt wird.

Diejenigen, die Andere mit der Bezeichnung "Gutmenschen" hämisch zu verunglimpfen suchen, definieren sich über das implizite Gegenteil automatisch zu "Schlechtmenschen".

Einmal mehr hat das Schlechte auch sein Gutes:
Durch ihre Häme geben sich Schlechtmenschen zu erkennen. Dies erleichtert soziale Kontrolle: Niemand braucht mit ihnen Geschäfte zu machen, sie einzustellen oder gar zu befördern.

Schlechtmenschen schliessen von sich auf Andere.
Sie wittern in jedem Menschen und hinter jedem Handeln nur Schlechtes und versuchen dieses ans Licht zu ziehen, um durch die so entstehende Aufmerksamkeit von sich und wichtigeren Fehlentwicklungen abzulenken.

Schlechtmenschen suchen gerade im Umfeld von Gutmenschen unermüdlich und - da sie ja Regeln und Anstand als ärgerliches Produkt der Gutmenschen nur auf diese anwenden - mit wirklich allen Mitteln nach kleinsten Fehlern und Fehlhandlungen von Menschen. Insbesondere von Gutmenschen.
Wo sie solche Fehler nicht finden, versuchen an sich normalen Vorgängen den Anschein von Schlechtigkeit anzuhängen.

Da Gutmenschen von derlei meist unter skrupellosen Regel-Übertretugen überraschend und lautstark ans Licht gebrachten Fakten und in den Vordergrund gebrachten infamen Unterstellungen meist überrascht sind, machen Gutmenschen leicht Fehler, namentlich in der Kommunikation. Und dann wird von den Schlechtmenschen auf diesen Fehlern herum geritten: Aus dem Befolgen der guten alten Regel "Man muss zwar nicht alles sagen, aber was man sagt, dass muss war sein!" wird als "Verschweigen" ein Strick gedreht, wo die eigentlichen Vorgänge, in welche Schlechtes hinein interpretiert wurde, gar nicht unlauter waren.

Dies macht die Frage, ob man Intriganten in Politik und Medien die Definitions-Hoheit über das überlassen will, was von Anderen zu unterstellen ist, zu einer zentralen Frage der Verteidigung jeder offenen Gesellschaft gegen ihre Feinde.
Es liegt nahe, gerade gegenüber Intrigen der Schlechtmenschen ein Eintreten gegen die "Lust am Einknicken" zu fordern. Auch dort, wo die infam beschmutzten Persönlichkeiten, schon weil sie nicht nötig haben, sich in öffentlichen Ämtern derlei auszusetzen, dazu tendieren, unter dem "Druck" zurück zu treten, und so dem tatsächlichen Unrecht und seiner immer infameren Wiederholung erst Tür und Tor öffnen.