Idee

Wort und Gedanken-Verbindung, welche verschiedene Details zu einem sinnvollen Ganzen verbindet. Anfang jedes Neuen, welches gegenüber Bekanntem Verbesserungen verspricht.

Oft führen Ideen zu konkreten Fragen bezüglich der Details, die als Erfolgsvoraussetzung für eine neuartige Problemlösung für das Funktionieren einer Idee nötig sind.

Damit sind Ideen die Grundlage von Erfindungen und, nach deren erfolgreicher Realisierung und Annahme durch Zielgruppen, Innovationen.

Ideen und Erfindungen können nur in einem Kopf entstehen,
der alle hierfür verwendeten Informationen in präsent hat.
Zum Beispiel einerseits die technischen Möglichkeiten, andererseits angestrebte Vorteile für Zielgruppen. Und schliesslich das Wissen um die Realisierungsmöglichkeiten wie auch um mögliche Hindernisse auf dem Wege zur Verwirklichung und erfolgreichen Markt-Einführung. Den Prozess des Entstehens zielführender Ideen bezeichnet man auch als schöpferisches Denken oder Kreativitäts-Prozess.

Da die Voraussetzung des Entstehens von Ideen das Vorhandensein aller hierzu notwendigen Informationen und offenen Fragen in einem Kopf voraussetzt, kommt für jden erfolgreichen schöpferischen Prozess dem Fördern einer möglichst breiten und zugleich fundierten Information eine wichtge Rolle zu.
Dies wird einerseits gefördert durch Prädisposition, namentlich durch hierfür vorteilhafte genetische Varianten der Hirn-Chemie (Dopamin-Haushalt): Die allgemein als "störend" abgetane und durch (gezielt?) irreführende Bezeichnungen, wie ADD, ADS oder ADHS stigmatisierte "Mehr Canal Aufmerksamkeits Disposition – MCAD" ist nach Value Group Gründer Gerhard K. Eichweber eine "notwendige, wenn auch nicht immer hinreichende Voraussetzung für Genie. Besonders für Universal-Genie als Voraussetzung ganzheitlicher und damit nachhaltiger Problemlösungen und Innovationen".

Teamarbeit, insbesondere methodisch koordierte Kreativitäts-Prozesse können durch Herstellung eines alle Details umfassenden Informations-Gleichstandes aller Beteiligten ebenfalls zur Erfüllung der Voraussetzung führen, daß alle erforderlichen Informationen in allen Köpfen vorhanden sind, und in Kombination mit den sonstigen dort vorhandenen Informationen zu einer Idee führen. Oft als "zündende" Idee, die im Team-Prozess dann bei aneren Beteiligten ergänzende Ideen triggern, so dass nach einer Art Kettenreaktion schliesslich viele Detail-Lösungen vorliegen, aus denen durch systematische Vorgehensweisen die besten Alternativen heraus gearbeitet werden können. Diesen Prozess nennt man auch Gedanken-Sturm oder gedaniches Voranstürmen. Er wird als Teil der Value Group Methodik durch viele verschiedene Enzeltechniken gefördert und auf verschiedene Aspekte hin optimiert.

Identität

Das eigene Sein in seiner mehr oder weniger ausgeprägten Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit. Bezogen auf das Wesen von Firmen und sonstige Organisationen wird die Identität durch wiedererkennbare Merkmale auszudrücken versucht, indem man äußerliche Zeichen bewußt so gestaltet, daß sie einerseits gegenüber den Merkmalen anderer Marken-Persönlichkeiten unverwechselbar sind, und andererseits ohne Worte das Wesen ausdrücken.

Typische Merkmale der Firmen-Identität oder Corporate Identity sind Markenzeichen oder Logotypen, Schriftzüge, Farben und graphische Elemente, wie Typographie, also Schriften und ihre Größen, geometrische Formen und die Geometrie-Verhältnisse ihrer Anordnung, die immer der gleichen Logik folgen müssen, um eine Wiedererkennbarkeit entstehen zu lassen.

Für die Wiedererkennbarkeit und den Aufbau einer Vertrautheit kommt es also darauf an, daß sowohl die einzelnen Merkmale immer gleich sein müssen, als auch die Beziehung der Merkmale zueinander; beispielsweise in ihrer geometrischen Anordnung,
bis hin zur Position von Einträgen in Formularen etc.
Die hierbei anzuwendende und durchzuhaltende Strenge ergibt sich aus der Verwirrung, die entsteht, wenn etwas immer wieder anders ist. Besonders, wenn es auf den ersten Blick gleich aussieht.
Diese Strenge bedingt eine umfangreiche und alle überhaupt nur möglichen Fälle voraussehende Planung.

Nach ihrer Verabschiedung werden die Gestaltungs-Regeln in einem Identitäts-Handbuch niedergelegt. Ihre strikte Einhaltung bedarf der Anleitung und Überwachung, weil nicht alle Personen, die mit Identitäts-prägenden Elementen umgehen, die Notwendigkeit der strikt nach immer gleichen Mustern folgende Einhaltung der entsprechenden Regeln einsehen und verstehen, daß es hierbei auf wirklich jedes Detail ankommt. Übrigens auch nicht alle Planer und Gestalter. Hier wird der Unterschied zwischen Designern als logisch disziplinierten Dienstleistern und "Künstlern" deutlich, denen es mehr um sich selbst und ihre individuellen spontanen Sichtweisen geht, als um die Identität und den prägenden Ausdruck des Wesens ihrer Klienten.

Da von nicht-gleichförmiger Präsentation und Brüchen in der langfristigen Kontinuität der Erscheinung eines Unternehmens aber eine große Gefahr für das Fremdbild einer Marken-Persönlichkeit ausgeht, muß die strikte Strenge der Einhaltung und ihrer Überwachung als Notwendigkeit verstanden werden, von der jede unbedachte Abweichung leichtfertig und damit unprofessionell ist. Die Hohe Schule von Ausdruck und Prägung einer Firmenidentität umfaßt auch die Festlegung beispielsweise eines eigenen Photo-Stils, Illustrations-Stils etc.

Zur Identität und ihrer Definition durch Gestaltungsregeln bleibt ferner anzumerken, daß das Wesen einer Firma nicht etwas durch Visitenkarten, Briefpapiere, Prospekte, Formulare und Werbemittel am stärksten ausgedrückt und im Bewußtsein der mehr oder minder zufälligen Betrachter geprägt wird, sondern durch Dienstleistungen, die Pflege der Beziehungen zu Kunden und Lieferanten und vor allem durch die Produkte und ihre langfristig wirkende Erlebbarkeit.

Insofern spricht man auch von Unternehmens-Kultur, welche dem Wesen einer Organisation als unverwechselbare Identität entspricht. Diese Identität wird im umfassenderen Sinne als "Corporate Design" in einem nicht nur auf die Grafik begrenzten, sondern vor allem Produkte und ihre Verpackung, aber auch Infrastrukturen (Gebäude, Fahrzeuge) mit umfassenden Gestaltungs-Handbuch festgelegt.

Image

Äußerlich-oberflächliche Wahrnehmung der Identität von Firmen, Marken und Produkten als Fremdbild. Also von Wahrnehmungen, deren als Interpretation dem Wesen der betreffenden Sache nicht oder nur unzulänglich gerecht wird.

Genau wie das eher oberflächliche "Branding" – im Gegensatz zur soliden "Markentechnik" - und wie "Styling" – im Gegensatz zu ernsthaftem, alle Aspekte eines Artefaktes bewußt gestaltendem "Design"– bezeichnet "Image", namentlich als "Corporate Image" etwas aufgesetztes, welches mit dem tatsächlichen Wesen einer Sache oder Organisation nur sehr wenig oder gar nichts gemein hat. Insofern bezeichnet man mit Image auch die Diskrepanz zwischen Fremdbild und tatsächlichem Wesen.

Wo Image als "Corporate Image" angestrebt wird, ohne sich über das Wesen als wahre "Identität" und dessen an Werten und Haltungen orientierte Gestaltung Gedanken zu machen, gehen hiervon Gefahren aus, weil die Diskrepanzen irgendwann doch wahrgenommen und von den Betrachtern als "Lüge" interpretiert werden.

Individualtransport / Individualtransportmittel

Abstrakte Bezeichnung für Verkehr und Verkehrsmittel, die entsprechend spontanem Bedarf nutzbar sind und sich in ihrer Nutzung nicht nach fremden Kriterien, Sachzwängen und Fahrplänen richten.

Da Transport-Bedarf an sich immer individuell ist und bezogen auf Individuum und Umstände stochastisch - also nicht statistisch - entsteht, kann nur Individual-Transport den spontanen Erfordernissen der Menschen entsprechen. Dies insbesondere, wenn die Planer und Anbieter der Transportmittel dieser Unvorhersehbarkeit des Bedarfs auch in der Vorwegnahme der Vielfalt des Bedarfs bei Planung und Gestaltung gerecht werden und die Nutzung nicht durch willkürliche Annahmen, wie sie sich etwas aus einer Statistik ergeben könnten, einengen.

Als bewußt "anders" gewählter Projekttitel unterscheidet sich "Individualtransportmittel" von "Automobil" vor allem dadurch, daß Menschen bei einem neuen und zugleich präzisen Begriff weniger in eingefahrenen Bahnen denken, weil sie nicht meinen zu wissen, worum es geht.

Die andersartige und dennoch besonders präzise Bezeichnung führt zu Fragen, die sonst kaum gestellt würden und kann so Kreativitäts-Prozesse von Paradigmen (Massenmeinungen, auch akademisch gestützten, als Vorurteile) befreien und zu besonders innovativen Quantensprüngen führen.

Die Value Design Studie von 1976 zum Individualtransport (veröffentlicht 1978) war kürzlich Gegenstand einer umfassenden Revision aus heutiger Sicht. Diese steht auf Anforderung zur Verfügung.

Industrie

Fleiss. Heute: Strukturen, wo durch Fleiss Wohlstand entsteht.

Mit der Mechanisierung wurde in der Landwirtschaft Personal eingespart, welches in der Industrie Aufnahme fand, nachdem dieselbe Mechanisierung hier ermöglichte, Güter, die zuvor Wenigen vorbehalten waren, wohlfeil anzubieten.

In dem Masse, wie durch den Erfolg innovativer Angebote mehr Arbeitsplätze entstehen, als andererseits durch Produktivitäts-Steigerungen Arbeitskräfte frei werden, entsteht Migrations-Sog: Mitarbeiter werden aus anderen Regionen, Ländern und sogar Kontinenten angeworben. Ein nur in Grenzen reversibler Prozess, der zudem jenen Ländern die besten Kräfte entzieht:
Die jenigen, die Privat-Initiative entwickeln und ergo vor Ort Arbeitsplätze schaffen könnten. Auch das kann nicht als nachhaltig gelten.

Bleibt die Schaffung neuer Angebote, Alleinstellungsmerkmale und Innovationen mit ihrer neue Arbeitsplätze schaffenden Wirkung hinter den Produktivitätssteigerungen bei bekannten Produkten zurück, entsteht Arbeitslosigkeit. Dies lässt sich nur temporär, und in begrenztem Ausmasse, nicht aber in jedem Masse und auf Dauer vom Rest der Gesellschaft finanzieren.
Und schon gar nicht von Unternehmen selbst. Erst recht nicht, wenn die Unternehmen mangels überzeugender Alleinstellungs-Merkmale als Me-Too-Anbieter agieren und infolge der Vergleichbarkeit ihrer Angebote unter stetig steigendem Preis- und Kostendruck stehen.

Diese Entwicklung ist als Denkfehler faschistoid egalitärer Bevormundung der tiefere Grund des logisch notwendigen Scheiterns des Sozialismus. Infolge fortbestehender sozialistischer Ideologie Einflüsse (Materialismus, Fokus auf quantitative Kriterien statt qualitativer Differenzierung) in der vorherrschenden Wissenschafts-Theorie, einschliesslich der Wirtschafts-Theorie, ist es auch die Ursache der sich seit Jahrzehnten weiter aufschaukelnden Krise.
Hier Abhilfe zu schaffen, und Gesellschaften mit gut ausgebildeten arbeitslosen Menschen aller Altersgruppen zu stabilisieren, ist die wichtigste Herausforderung unserer Zeit.

Lokal verwurzelte Industrie ist das Rückrat jeder Wirtschaft und Gesellschaft. Sie muss mit eigenständigen Angeboten erfolgreich sein, damit allgemeiner Wohlstand entsteht und gewahrt wird.

Gegen eine zu geringe Zahl neuer Arbeitsplätze als Folge fehlender Innovationen und Alleinstellungsmerkmale indutrieller Angebote stellt die Stärkung des Dienstleistungs-Sektors nur eine begrenzte Abhilfe dar.

Was hingegen hilft, sind Innovationen. Innovationen und Alleinstellungsmerkmale sind die Domäne mittelständischen industriellen Unternehmertums.
Damit es mehr Arbeitsplätze gibt, darf dies Unternehmertum nicht länger durch Druck zu Routinen, wie sie in anonymen Konzernen die Ursache von deren destruktiver Wirkung für
jede Gesellschaft sind, fehlgeleitet werden. Das Konzept der "Geschäftsverwaltung" lähmt Unternehmertum, weil sie irrige Paradigmen durchsetzt, wo sie bisher nur begrenzt Schaden anrichten konnten. – Wem nützt das?

Inkompetenz

Abwesenheit menschlicher Fähigkeiten, Haltungen und Werte, welche für spezifische Aufgaben oder das Leben als Ganzes vorteilhaft oder erforderlich sind.

Inkompetenz ist in so fern das Gegenteil von Kompetenz, und führt überall dort zu besonders schweren Folgen, wo die Inkompetenz mit Kompetenzen verbunden ist, welche eine spezifische Kompetenz voraussetzen.

Wo Inkompetenz aber mit solchen Kompetenzen, zu deutsch: Vollmachten, gepaart ist, für welche die Kompetenz fehlt, ist nicht so sehr die für die Aufgabe nicht vorbereitete Person an den Folgen schuld, sondern jene Personen und Organe, die die Person an die Position gebracht oder gelassen haben.

Dieser Komplex müsste nicht thematisiert werden, wenn er nicht in der jüngeren Vergangenheit stetig zugenommen hätte, und wenn nicht die sich immer weiter aufschaukelnde Krise zu einem wesentlichen Teil auch eine Folge der Inkompetenz an Entscheidungs-Positionen wäre, die unverantwortliche Handlungen und Unterlassungen zur Folge hat. Siehe auch: Können, Kompetenz und Nieten in Nadelstreifen. Und andererseits die Stichwörter: Paradigmen und Wissenschaftlichkeit.

Inkompetenz führt, zumal wenn die inkompetente Person sich ihrer bewusst zu werden beginnt, zu Verdrängungs-Verhalten, auch gegenüber Selbstzweifeln, welches sich in Kombinationen weiterer Merkmale äussert:

Ignoranz, also Unwissenheit hinsichtlich wichtiger Aspekte.

Desinteresse am Aufklären und Verstehen dessen, was zu verstehen die Fähigkeit fehlt.

Arroganz, also Überheblichkeit, die das durch keinerlei Kenntnisse und Zweifel getrübte Gewissen hinter dem Scheinargument zu verstecken versucht, man müsse etwas nicht wissen, sich nicht darum kümmern, etc.

All diese Phänomene weisen als Grundzug meist eine "Begründung" auf, welche alle qualitativen Aspekte und Informationen und Situationen, die weitsichtig und mit schnellem Überblick zu beurteilen eigentlich für das qualifizierte Ergreifen wirklich zielführender Massnahmen erforderlich sind, für unwichtig erklärt. Beispielsweise mit dem Hinweis auf Zuständigkeiten, Spezialisten etc. pp.
Dies obwohl Spezialisten selten oder nie, nicht einmal in Teams, wenn diese nicht von kompetenten Generalisten mit breitem Wissen geleitet werden, in der Lage sind, zu ganzheitlichen Lösungen zu finden, und diese sofort nachhaltig zu optimieren.

Ein Beispiel hierfür ist das Auftreten des Hamburger ersten Bürgermeisters Paul Nevermann, eines Mannes mit dem Habitus eines hanseatischen Grandseigneurs.
Anlässlich der Flutkatastrophe von 1962. Aus dem sonnigen Urlaub konnte er wegen Schliessung der norddeutschen Flughäfen nicht sogleich zurück kehren.
Als er zurück kehrte, wollte er sogleich dem alle Massnahmen umsichtig und entschlossen koordinierenden Innensenator Helmut Schmidt die Fäden aus der Hand nehmen. Dabei zeigte sich aber in allzu peinlicher Weise, daß er völlig überfordert war.
Zum Glück für Hamburg war er nicht anwesend, als das Disaster sich entwickelte. Sicher hätte es Machtkämpfe gegeben, wie sie Barbara Tuchmann beispielsweise in April 1914 beschrieb.

So wechselte Paul Nevermann bald nach dieser Offenbarung als Schönwetterkapitän an die Spitze des deutschen Mieterbundes. Und Helmut Schmidt bekam Gelegenheit, seine überragende Kompetenz in allen Fragen endgültig vermehrt in Bonn und der Welt einzubringen.

Merke: Am Peter Prinzip sind nicht Laurence J. Peter und Raymond Hull als Finder und Verfasser schuld. Und an Parkinsons Gesetz nicht Cyril Northcote Parkinson. Genauso wenig, wie an der Schwerkraft irgend ein Mensch, oder gar der Apfel, schuld ist, der Newton zu ihrer Quantifizierung stimuliert haben soll.
Vielmehr sind an den Beobachtungen der Autoren, die diese Gesetze aufstellten die Personen, Gremien und Organisationen schuld, die Kompetenz eifersüchtig zurück drängen, Mittelmässigkeit zum "Normal" erklären und Inkompetenz innerhalb von Hierarchien befördern.

Obschon dies Phänomen in anonymen Firmen und Organisationen, Vereinen, Parteien etc. weiter verbreitet ist, als in der von Unternehmern persönlich geführten Privat-Wirtschaft, ist es doch an keinerlei Partei, Strömung oder Bereich gebunden. Es handelt sich um ein ubiquitäres Problem.

DIes betrifft auch ganz andere Bereiche, als die Produktwelt: Wo gleichmacherische Vorschriften und Normen an die Stelle der Forderung nach eigenem Urteil und Verantwortung tritt, wird Kompetenz unmodern.
Das betrifft längst nicht nur Hierarchien und Chefetagen, sondern alle Lebensbereiche. Beispielsweise hat das drakonische Durchsetzen der geschriebenen Regeln des Strassenverkehrs in Italien zu eine Zunahme schwerer Unfälle geführt. Denn mit dem Einhalten von Regeln nimmt das Bewusstsein für Gefahren ab. Die Vigilanz lässt nach.Das lähmt menschliche Handlungsbereitschaft und Verantwortung allenthalben. Weil die Normalität Ubiquitärer Gefahren durch Vorschriften vermeintlich aufgehoben ist. Nicht nur im Strassenverkehr, oder in der Hundehaltung, sondern überall wo Inkompetenz zur Norm gemacht wird. Leinenzwang ersetzt keine Erziehung und Umsicht, verleiht auch keine Kultur und keine Werte, die jungen Menschen in Schulen vorenthalten werden. Lähmt aber alles. Beginnend bei der Freude an eigener Kompetenz, die durch Praxis wächst. Siehe auch: Können.

Das Wohl jeder Res Publica fordert denkselbständig kompetente Menschen daher heraus, derartigen Phänomenen und Entwicklungen mit Zivil Courage entgegen zu treten, wo immer sie ihnen begegnen.
Hierzu ist es dienlich, sich der Ursachen und Muster, die das Peter Prinzip hervorbringen, fördern und tarnen, offen anzusprechen. Allen voran die fortschreitende, aber offensichtlich politisch gewollte Misere im Bereich der breiten und profunden Bildung und Ausbildung, welche nicht das schnell veraltende Anwendungswissen vermittelt, sondern Grundlagen, welche die Fähigkeit zu Denkselbständigkeit und eigenem schnellem und zugleich nachhaltigem Urteil fördert. Neben dem Paradigma der Wissenschaftlichkeit weist dies auf weiteren Handlungsbedarf im akademischen Bereich hin. Aber auch auf eine Chance für die Medien, in diese Bresche zu springen, statt irrige Annahmen weiter zu Massenmeinungen zu zementieren.

Auch hier können Unternehmer selbst am schnellsten viel Positives bewirken: Indem sie Zielgruppen ernst nehmen, und ihre Mitarbeiter und Geschäftspartner anleiten, diese genauer zu verstehen und zu bedienen. Das fördert über die Begeisterung am Wahrgenommenwerden die Forderung an Dritte, sich diesem neuen Standard anzupassen. Auf ihre eigene Art des Ernstnehmens menschlicher Werte. Denn Vielfalt ist Trumpf. Sie vermittelt qualitative Inhalte unwillkürlich.

Innovation

Angenommene Neuerung. Im Gegensatz zur Erfindung, die nur im Geiste oder auf Papier als Idee existiert, bezeichnet das Wort Innovation eine Neuerung, die von ihrer Zielgruppe angenommen wurde und sich demzufolge im Markt etabliert hat.
Damit dies geschieht, muss die derart als Innovation angenommene Sache tunlichst bewußt auf die Werte, Haltungen und Präferenzen von Zielgruppen abgestimmt sein.

Demgegenüber ist für eine Innovation nicht wichtig, daß sie die abstrakten Kriterien des gewerblichen Rechtsschutzes, wie "Neuheit", "Erfinderische Höhe" und "Einklang mit den guten Sitten" im engen Sinne erfüllt.
Vielmehr kann eine Innovation ihre Akzeptanz aus der neuartigen Kombination an sich bekannter Merkmale beziehen, die diesen plötzlich durch ihre Andersartigkeit zu einer eigenen Akzeptanz verhelfen.