Klären

Das proaktive Bemühen um einen Erkenntnisprozeß, der sich nicht von oberflächlichen Phänomenen ablenken läßt, sondern durch Diskutieren der verschiedensten Gesichtspunkte und Facetten eines Gesprächsgegenstandes, der evtl. nie ganz ergründbaren Wahrheit näher zu kommen, ehrlich bemüht ist. Also ein von offenen und ehrlich praktizierter Bereitschaft und Bemühen um Überzeugen und Überzeugtwerden gekennzeichnet ist. In diesem Sinne ist Klären auch ein Synonym für „Pilpul“.

KMU: Kleine und mittlere Unternehmen

Eine rein quantitative und damit verallgemeinernde, Potentiale und zielführende Schwerpunktbildungen sträflich übersehende Bezeichnung und Betrachtungsweise von Unternehmen, allein
auf ihre Größe bezogen.

Damit wird diese Klassifizierung der entscheidenden Wichtigkeit der Unterschiede mittelständischer Werte klassischen Unternehmertums im Vergleich mit nur auf Zahlen fixiertem,
an kurzfristigen Vorteilen orientiertem Kapitalismus nicht gerecht, welcher sich nicht mit den Unternehmen, ihren Zielgruppen, Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Umfeldern identifiziert.

Diese wichtigen qualitativen Aspekte werden durch die vom Wesentlichen ablenkende, Alles aufs quantitative Kriterium der Grösse reduzierende Bezeichnung verschleiert: Einerseits die eigentlich allein die Wirtschaft unverhältnismäßig stark tragenden und fördernden „mittelständischen“ Privat-Initiativen.
Und andererseits deren qualitativer Unterschied zu „managerial“, also vorwiegend nach quantitativen Kriterien geführten Unternehmen und kleinen Konzern-Anhängseln, die von zeitlich oft derart begrenzt angestellten Führungspersönlichkeiten geleitet werden, dass diese längst über alle Berge sind, wenn das Ausmass der Folgen ihres Wirkens deutlich wird. Samt Prämien für kontraproduktives, weil nicht wirklich am Unternehmens-Interesse orientiertes Handeln.

Solches Verstecken wichtiger qualitativer Unterschiede durch
von ursächlichen Sachverhalten ablenkende Vokabeln ist es aber, was Ursachen, Wirkungen und Sachzusammenhängen versteckt, und so Fehlentwicklungen und Krisen Vorschub leistet. – Und die eigentlich vorwiegend die Wirtschaft eines Landes tragenden Initiativen und Persönlichkeiten eher abwertet und behindert,
als fördert. Zugleich aber auch dieses destruktive Wirken tarnt.

Dasinzwischen geradezu klassische, weil über Jahrzehnte aus der Nähe verfolgte Beispiel unternehmerischer Führung einerseits, und von Kpitalististen diktierter managerialer Führung andererseits, ist im Aufstieg, Zerfall und erneutem Aufstieg der Firma Apple zu sehen: Was den Unterschied ausmacht, ist nicht die Grösse, die nur während der ersten Jahre "klein und mittelgross" war (aber das Wort und den Markt der "Personal Computer" schuf und alsbald 40 % dieses Marktes bediente - zum Vergl: IBM: Nie über 4%). Vielmehr ist es die am stetigen Weiterdenken der besseren Bedienung der Kunden orientierte innovative Haltung des Unternehmers, die den Unterschied macht. Übrigens auch bei Krupp, bis zu seinem Hinausdrängen durch Bank-Einfluss. Und bei VW, obwohl dieser Konzern erst heute auch faktisch ein Familien-Unternehmen geworden ist. Das Wirken im Geiste des Gründers und Grossvaters von F. Piëch hat VW und seine Marken aus den Schwierigkeiten managerialer Gesichtslosigkeit geführt, wie schon zuvor Audi.

Hier hat übrigens das Wirken modischer destruktiver Paradigmen für Audi und die VW-Gruppe zum Vorteil geführt, während es Porsche fast ruinierte: Der Entscheid, keine Familien-Mitglieder mehr in Leitungsfunktionen von Porsche zu belassen, hat den Vater der Rennerfolge durch Leistung plus Dauerhaftigkeit erst für Audi frei gemacht. So entstand Vorsprung durch Technik.

Und Wendlin Wiedeking hat später als Ausnahme von der Regel beweisen dürfen, daß es auch aungestellte Manager geben kann, die strikten unternehmerischen Kriterien folgen: "Anders ist besser!" Allerdings ging dies nur, weil die tonangebenden "Kapitalisten" nicht, wie bei Apple zur Zeit des "Oustings" des Gründers und Chefs S. Jobs, Spekulanten waren, die von eigennützigen kurzfristigen Interessen geleitet werden, sondern die Gründer-Familie.

Was den entscheidenden Ausschlag gibt, ist also nicht Kleinheit oder Grösse, sondern der mittelständischen Werten und Haltungen verpflichtete Geist.

Kognition

Prozess des Verstehens von Situationen und Sachzusammenhängen
Voraussetzung zielführender Lösungen für konkrete Probleme, Bedrohungen und Chancen.

Kognitive Prozesse beginnen bei der Wahrnehmung.
Wahrnehmung erfolgt letztlich mit allen Sinnen.
Das legt nahe, diese Sinne auch wach zu halten, um alle Signale ernst zu nehmen und sie dementsprechend nutzen zu können.

Kognitive Prozesse betreffen sodann die Korrelation, also die Verknüpfung von Wahrnehmungen. Sowohl miteinander, um eine Situation vollends zu erfassen. Aber auch mit anderen bekannten Informationen. So kommt es oft zum Füllen von Lücken des Verstehens, welche plötzlich eine neue Erkenntnis ermöglichen und ans Licht des Bewusstseins befördern.

Kognition betrifft schliesslich das Denken, mit welchem alle aktuellen Wahrnehmungen und Erkenntnisse mit längst bekannten Informationen in Beziehung gesetzt werden, um durch das Abprüfen ihrer Verknüpfungen, und das Bedenken ihrer Konsequenzen zu tieferem Verstehen zu gekangen. Dies funktioniert auch dort, wo Informationen fehlen, oder zu fehlen scheinen.
So kann man durch Denken Fehler vermeiden und Gefahren umgehen, bevor diese sich manifestieren.

Man kann aber auch Lösungs-Möglichkeiten für komplexe Probleme durch "einfaches" logisches Denken erarbeiten und umsichtig vorausschauend gegen Fehlentwicklungen absichern.

Kommunismus
Sozialismus

"Der Kommunismus ist eine wunderbare Idee.
Das Problem besteht darin, dass er sich verwirklichen liess."
(Ephraim Kishon)

"Liess" der Kommunismus das mit sich machen?
Oder wurde er nur falsch verwirklicht, wie es einige Unverbesserliche reiterieren? War der Marxismus schlecht, und Marx doch gut? Wie andere nicht müde werden, zu unterscheiden?

Sätze geschätzter Autoren kann man so stehen lassen.
Oder sich ihrer in Einzelfällen wortklauberisch annehmen.
In diesem Falle wird vermutlich besonders wenig dagegen stehen, wenn man dies in liebevollem Pilpul tut.
Sind doch Kishon wie Marx von gleicher Religion und Ethnie, und ergo auch von gleicher Kultur des die Dinge von allen Seiten betrachtenden Denkens und Diskutierens geprägt.

Das Problem mancher Theorie besteht darin, zu halten, was sie verspricht. Hehre Ziele und Realität sind auch, was "gut gemeint" von "Kunst" unterscheidet.

Ein Mittel, Alleinstellungsmerkmale zu srealisieren, die auf Menschen in ihrer Vielfalt eingehen, und dadurch Arbeitsplätze schaffen, und erlauben, Arbeit gut zu entlohnen, ist Design.

Designer wissen, daß Bauhaus und HfG Ulm nicht alt genug wurden, um zu beweisen, wozu sie taugen.
Immerhin gibt es Mailand und italienisches Design - wie auch Gestalt-Psychologie, während der unsäglichen Zeit, als Avantgarde quasi unter dem Schutz des Duce – welches von keinerlei Entartung unterbrochen eine Kontinutät hinlegte, und so einen "Headstart" hatte, von dem es lange zehren konnte.

Nachdem die inhärenten Denkfehler Kommunismus und Sozialismus inzwischen so sehr ad absurdum geführt haben, daß die auf seiner egalitären Ideologie gegründeten Staaten ihm abschworen, ohne ihre dahinter versteckten faschistoiden Wesenszüge mit aufzugeben, ist derzeit jede freie Marktwirtschaft in Gefahr, an den gleichen Denkfehlern zugrunde zu gehen. Denn die Ideologie des Marxismus hat sich in der Wissenschaftstheorie eingenistet und sabotiert so, über alle Akademiker in Firmen, Institutionen, Politik und Presse, die unkritisch wissenschaftsgläubig sind, die offenen Gesellschaften. Allen voran diejenigen Europas.

Den Denkfehler haben viele herausragende Persönlichkeiten früh benannt. Allen voran der Naturwissenschaftler Jakob v. Uexküll. Und der Philosoph Karl Popperbenannte die Urheber der irreführenden Paradigmen: "Hegel, Marx und die Folgen" lautet der Untertitel zum zweiten Band seiner "Verteidigung der offenen Gesellschaft gegen ihre Feinde".

Thomas Kuhn und Barbara Tuchmann hingegen haben den detaillierten Nachweis der Beharrlichkeit, mit der intelligente, aber eben nicht kluge Menschen sich an ihre Vorurteile klammern, anstatt für bessere Erkenntnisse offen zu bleiben. So hängt die offene Gesellschaft wesentlich von der Offenheit für Kognition ab. Und mit ihr die Grundlage ihres Wohlstandes, einschliesslich funktionierender Sozialversicherungen: Die Wirtschaft. Wer die tieferen Ursachen und die sich wellenförmig weiter aufschaukelnde Natur der Krise verstehen will, um ihr wirksam zu begegnen, muss die Paradigmen und die auf ihnen basierenden Regeln und Gesetze entlarven.

Übrigens: Den Schwachen nützt man am effektivsten, indem man die stärkt und allenfalls auch angesichts des Gewirrs irreführender Paradigmen anleitet, die am effektivsten erfüllende und auskömmlich honorierte Arbeitsplätze schaffen: Unternehmer, nicht Konzerne.

Lokal verwurzelte Unternehmer stärken, statt Fremde anzulocken und mit Vergünstigungen zu "kaufen", bringt jeder Gesellschaft nachhaltigere Vorteile, und ist ein wirksamerer Einsatz der von den Steuerzahlern bereit gestellten Mittel.

Und sozialdemokratische Parteien sollten ausserdem an Maslow und seine Pyramide der Bedürfnisse denken, um sich im Zuge erfolgreicher Politik mit den Bedürfnissen ihrer Wähler weiter zu entwickeln, damit sie nicht immer wieder eines Präkariats bedürfen, um Mehrheiten zu erlangen.

Das Präkariat kann man getrost unverbesserlichen linken Eiferern überlassen. Und durch nachhaltige Politik dafür sorgen, daß das Präkariat verschwindend klein wird – und bleibt. Weil jeder Mensch Bildung, Mut und Ziele hat. Und mehr als eine Chance, hohe Ziele zu verwirklichen. Auch und gerade als Unternehmer.
Das dient nicht nur ihnen selbst, sondern jeder Gesellschaft am meisten.

Kompetenz

Die oft einzigartige Kombination aus Erkenntnis-, Urteils- und Handlungsfähigkeit, die sich in aller Regel als Kombination aus fachlicher Ausbildung, breiter Bildung und vielfältiger Erfahrung einstellt und ohne Übung eventuell verkümmert.

Die Kompetenz eines Unternehmens, einer Institution oder einer Organisation kann dabei neben der Prägung durch Unternehmer und Schlüssel-Persönlichkeiten auch ganz erheblich von der gemeinsamen Handlungsweise von Teams geprägt und entwickelt werden und zu einzigartigen Handlungsweisen, Problem-Lösungen und Angeboten führen.

Kompetenzen

Vollmachten, die ein eigenverantwortlicher Unternehmer hat oder Angestellten „Managern“ übergeben (delegiert) werden, um über Sachverhalte und Maßnahmen zu entscheiden, Entscheidungen zu unterzeichnen etc.

Kompetenzformel

Die wohl erstmals von Benno v. Keysselitz benutzte Bezeichnung für einen Kurz-Satz, der die Besonderheit und Einzigartigkeit eines Unternehmens und seiner Angebote so sehr auf den Punkt bringt, daß dieser Satz für kein anderes Unternehmen gleich gut paßt.

Im Gegensatz zu einem „Slogan“ geht es bei der Kompetenzformel nicht um eine ihrer Natur nach kurzlebige werbliche Aussage, also um keinen "Slogan", sondern um ein weit in die Zukunft projiziertes, fortdauerndes Leitmotiv, welches alle Handlungen eines Unternehmens wie ein roter Faden durchzieht und seine Identität damit prägt.

Wo es gelingt, dieses Leitmotiv in all seinen inhaltlichen Details und an allen Stellen einer Organisation zu leben und durch die Handlungen, Produkte, Dienstleistungen und Kommunikations-Maßnahmen zu praktizieren, dort wird auch die Einzigartigkeit von Identität, Marke und Angeboten besonders eindeutig und unverwechselbar wahrnehmbar und kann so zur Realisierung und Wertschätzung besonders hohen Mehrwertes beitragen, weil die Angebote wegen ihrer Einzigartigkeit von den Adressaten deutlich bevorzugt werden.

Daher ist die Kompetenzformel ein vor allem nach innen gerichtetes Werkzeug, welches als Vorgabe für alle Handelnden zu einer Synchronisierung führt, die einen unverwechselbaren Hausstil, eine Unternehmenskultur, entstehen läßt, der irgendwann, auch ohne, daß die Kompetenzformel je öffentlich ausgesprochen wurde, wirkt. So sehr, dass bei den Zielgruppen unwillkürlich diese Formel als Ausdruck der Besonderheit einer Marke und ihrer Angebote in den Köpfen neu entsteht und irgendwann sogar wortwörtlich ausgesprochen wird.

Die Wichtigkeit der Einhaltung der Regel, daß Kompetenz-Formeln und Leitmotive nie nach aussen dringen sollten, ergibt sich schon aus der Tatsache, daß gegenüber jeder "pro domo" gemachten Aussage Vorbehalte bestehen und Abstriche gemacht werden. Eine werbliche Nutzung schwächt die Glaubwürdigkeit unnötig.

Hinzu kommt, dass Kompetenz-Formeln und Leitmotive eine Zielsetzung, also ein präzis formuliertes Idealbild ausdrücken, welches zu realisieren viel harter Arbeit und vor allem des Duchsetzens und Durchhaltens in wrklich allen Bereichen einer Organisation bedarf. So lange dies nicht wirklich garantiert ist, würde sich jede Abweichung und Minderleistung gegenüber dem öffentlich proklamierten Anspruch fatal ausweichen: Kritik und Häme sind vorprogrammiert.

Wirkt die Kompetenzformel hingegen Innen immer besser, werden alle Aktivitäten und ihre Ergebnisse immer besser harmonisiert, um Kompetenzformeln und Leitbilder immer genauer mit Leben zu erfüllen, so werden die Zielgruppen dies als erste bemerken. Im Idealfalle werden es dann die begeisterten Kunden sein, die plötzlich – ohne Einflüsterung – den Grund ihrer Identifikation mit einer Marke und ihren Angeboten mit den gleichen Worten auf den Punkt bringen. Wenn dies immer mehr tun, entspricht das Fremdbild offensichtlich dem als idealisiertes Selbstbild angestrebtem Ziel. Eine schöne Bestätigung. Aber nicht das Ende der Mission. Denn nun geht es darum, auch weiterhin Kompetenzformeln und Leitbilder in imer neuer Weise durch den Wandel der Zeiten und Ansprüche kontinuierlich mit Leben zu erfüllen und fort zu schreiben.

Dabei dürfen auch weiterhin die Formeln nicht nach aussen proklamiert werden. Dies geschieht aber immer wieder, weil sie Werbern als Richtschnur für den Eindruck, den diese bewirken sollen, im Briefing mitgeteilt werden.
Mangels eigener besserer Ideen überreden diese dann oft die Verantwortlichen, Komptentenzformeln und Leitbilder als Slogan benutzen zu dürfen. So kommt es wieder zum Bekanntwerden solcher Leitmotive, deren werbliche Nutzung dennoch ein Missbrauchen ist.

Infolge solcher Disziplinlosigkeit kennen wir immerhin einige der Beispiele der Arbeit von Benno v. Keysselitz:
"Freude am Fahren", seit den frühen sechziger Jahren das Leitmotiv und Ziel jeglicher Arbeit bei BMW.
Und "Vorsprung durch Technik" als Briefing auch für Photostil und Grafik, und sowieso für die Entwicklung jedes Details eines Audis.

Konkurs

Die Zahlungsunfähigkeit mangels Liquidität oder infolge Überschuldung (oder durch beides). Beachtenswert an diesem leider allzu häufig vorkommenden Faktum ist die Praxis des Umganges mit dem selben, welche in verschiedenen Ländern stark differiert. Sie beleuchtet in eindrücklicher Weise die jeweils vorherrschenden Ethik-Auffassungen.

In Europa überwiegt aus gutem Grunde der Schutz der Gläubiger, also in erster Linie der Lieferanten von Waren, Geld und anderen geldwerten Leistungen. Das Konkursrecht soll diese schützen, schuldlos mit in den Strudel gezogen zu werden, was noch weit mehr Arbeitsplätze gefährden würde und so immer größere Kreise ziehen würde.

In USA hingegen überwiegt absurderweise der Schutz der Unternehmen und der Interessen ihrer Eigentümer vor den berechtigten Ansprüchen ihrer Lieferanten und anderen Gläubiger. Dieser Schutz wird gemäß Paragraph 11 (chapter eleven) beantragt.

Es lassen sich massive Anstrengungen auf verschiedensten Ebenen beobachten, US-Rechts-Auffassungen und sonstige Kriterien und ihre Tendenz zur Erdrosselung der Werte-Diversität weltweit einzuführen und durchzusetzen, wozu auch die übermäßige Aktivität von US Kanzleien in der Beratung fremder Parlamente und Institutionen, bis hin zur EU Administration gehört. Vor diesem Hintergrund muß es als Teil einer infamen konzertierten Aktion zur Wirtschafts- und Werte- Aushöhlung angesehen werden, wenn ein deutschsprachiger US Fernsehsender (n-tv) in seinem börsenlastigen „Wirtschafts“- Programm in den Nachrichten diese Fakten verdreht, indem berichtet wird, US-Luftfahrtgesellschaften (Delta et al.) hätten um „Gläubiger-Schutz“ nachgesucht. Genau das Gegenteil ist in USA in solchen Fällen der Fall: Es geht um Schutz vor den Gläubigern, die auf Treu und Glauben geliefert haben.

So wird unehrenhafter Umgang mit Treu und Glauben zementiert und Zynismus statt seiner sozialen Ächtung zum Wert. Eines von vielen Elementen einer unheiligen Synergie zur Zerstörung von Ethik, Werten und außeramerikanischer Wirtschaftskraft.

Wie weit diese Tendenzen auch in Europa bereits Einzug gehalten haben (wenn sie nicht immer schon da waren; siehe Barbara Tuchmann: „The first Salut“) ist in den Niederlanden zu beobachten, wo Gesetze der Wirtschaftskriminalität und insbesondere zur Verfolgung des betrügerischen Konkurses wohl bestehen, aber in der Rechtspraxis wenig oder keine Anwendung finden; nicht zur sofortigen Prüfungs–Routine der Konkursverwalter gehören.

Ein Phänomen, welches auch im zusammenwachsenden Europa noch durch starke nationalistische und paternalistische Tendenzen ergänzt wird, welche die niederländische Recht-Sprechung eher in eine Mauschelei ausarten lassen, in der nach US-amerikanischen Vorbildern sehr, na sagen wir: vielfältige „Deals“ zu beobachten sind, bis hin zur Bestimmung des Konkursverwalters im voraus ... Seitens der Gesellschafter der Konkursfirma und ihrer namhaften Berater.

Kein Wunder, wenn dort Betrüger, die gezielt gegen alle Regeln von Anstand, Vernunft und vorhersehbaren Folgen agieren, derart ihrer Mitgesellschafter und Gläubiger entledigte Firmen mit neuen Partnern in beachtenswerter Schnelligkeit aus der „Masse“ kaufen können, um weiter zu machen und neue Gläubiger betrügen; beispielsweise mit der Lizenzierung ihnen nicht allein gehörender und durch ihre Wirkung mindernden Manipulationen auch nicht die zugesagten Ergebnisse bringender Technologien.

Können

"Was Du tust, das kannst Du.
Was Du nicht tust, das kannst Du nicht."
(Jap. Sprichwort)

Können ist ein Teil von Kompetenz.
Ohne Vormachenkönnen keine Anleitung.
Ohne Anleitung keine sachkundige Führung.
Ohne sachkundige Führung keine Achtung.
Ohne Achtung keine Identifikation.
Ohne Identifikation keine Krisenfestigkeit.
Ohne Krisenfestigkeit keine Kontinuität.
Ohne Kontinuität keine Nachhaltigkeit.
Und ohne Nachhaltigkeit keine Kontinuität.

Kontinuität

Voraussetzung für die Wahrnehmung und Wiedererkennbarkeit von Unternehmen und Marken sowie ihren Angeboten.
Damit Erfolgsvoraussetzung für Marken und Firmen.

Steter Tropfen hölt den Stein. Aber zu verschiedenen Zeiten, muß der Tropfen doch verschieden sein.
"Nur wer sich ändert, bleibt sich treu." (Wolf Biermann)

Juristische Personen und ihre Marken haben eine Persönlichkeit.
Je markanter, je besser. Da Markenpersönlichkeiten in der Öffentlichkeit nur sehr sporadisch und vor allem oberflächlich wahrgenommen werden, ist die Gleichartigkeit der Information, und ihre Übereinstimmung mit dem Wesen dessen, was wahrgenommen wird, ein Schlüssel zum Erfolg.
Diesem Ziel dient vor allem die nonverbale Kommunikation
über die visuelle Erscheinung.
Es ist daher wichtig, daß die Gestaltung der Artefakte, auf welchen die Wahrnehmung und Interpretation des Wesens
einer Firma oder Marke beruht, langfristig geplant und pfleglich gesteuert wird. Es gilt Kontinuitäts-Brüche zu vermeiden, und Veränderungen durch stetige Pflege unmerklich zu vollziehen.

Wesen eindeutig erlebbar zu machen, ist ein Frage der Kontinuität, weil Unterschiede verwirren.

Die öffentliche Wahrnehmung reduziert sich auf Weniges.
Dies wenige muss immer gleich und deutlich positiv sein. Jedenfalls in den Augen der Zielgruppen.

Wiedererkennbarkeit von Wesen führt zu Identifikation mit Marken. Diese Identifikation entspringt dem Passen der Wesen von Angeboten und Zielgruppen zueinander.

Da Kontinuität eine Frage der Langfristigkeit ist,
kommt es auf die weitsichtige Planung der Identität an.
Das ist eindeutig Chefsache. Und eine der wichtigsten.
Nach Planung und Implementation kommt die detaillierte Pflege. Als weitsichtige Fortschreibung der Planung.
Keine Kontinuität ohne Wandel.

Wie sagte doch Wolf Biermann?

Krise

Gefahren-Situation, die zu Gelegenheiten führt.
Aber für wen? Mit welchen Konsequenzen?

Um die Natur der sich seit langem immer weiter aufschaukelnden Krise verstehen und den erst noch drohenden "Tsunami" abwenden helfen will – denn das geht, und jeder kann dazu beitragen – ist es ein erster Schritt, die seit langem immer wieder anders geschönten "Arbeitslosen"-Zahlen beiseite zu schieben, und zu fragen: Wie viele Menschen zahlen aus eigener unsubventionierter Arbeit ihre Sozial-Versicherungs-Beiträge ein?

Die Situation zu drehen, ist möglich - und einfach.
Besser noch: Es ist bewiesen.
Die Theorie folgte erst danach, um das an sich nahe liegende Logische gegenüber denen zu begründen, die nach wie vor irreführenden und daher kontraproduktiven Paradigmen anhängen und diese partout durchsetzen wollen.

Seit Jahrzehnten kann man beobachten, wie zwischen Wirtschafts-Theorie (oder jedenfalls den ringsum favorierten Theorien, denn es gibt eben so alte, derzeit zutreffendere) und den mit ihr begründeten Massnahmen von Politik und Verwaltung einerseits, und den realen Entwicklungen andererseits, eine immer grössere Lücke klafft.

Ist die als Begründung für alle möglichen Wahlgeschenke immer aufs neue bemühte Annahme richtig, daß Wirtschaftswachstum zu mehr Arbeitsplätzen führt? Und wenn ja: Was ist die konkrete Beziehung zwischen Nachfrage und Beschäftigung?

Oder ist hingegen die bei Politikern und Medien wenig beliebte, eben so alte Theorie richtig, daß Wirtschaftswachstum nicht zu nenneswert mehr Arbeitsplätzen führt, "weil zusätzliche Nachfrage durch Prosuktivitäts-Steigerungen absorbiert wird"?

Oder gilt gar die von Value Group Gründer Gerhard K. Eichweber als Weckruf formulierte Beobachtung, daß Wirtschaftswachstum zu mehr Arbeitslosigkeit führt, weil zusätzliche Erträge in weitere Produktivitätssteigerungen investiert werden, statt in bessere Angebote? Führt also Wirtschaftswachstum zu vermehrter Arbeitslosigkeit? Zu Präkariat und Unruhen?

Wenn dies so wäre: Wem nützt das? Vor allem aber: Und wer oder was vernichtet Arbeitsplätze? Jedenfalls mehr, als neu entstehen?
Kann es ohne ausreichende Arbeit für Alle, für irgendwen je dauerhaften Wohlstand und Frieden geben?

Ebenso wichtig ist die Frage:
Woraus entstehen neue Arbeitsplätze?
Die, die längst weggefallen sind, und allenthalben fehlen. Und die, die noch ständig vermehrt entfallen. Auch, aber nicht nur, um die Sorgen um die Sozial-Versicherungs-Syysteme erheblich zu lindern.

Der Ausweg aus der Krise liegt eigentlich auf der Hand:
Es sit wichtig, zu verstehen, in wie weit sie aus der Wirtschaft entsteht. Und in wie weit sie von Finanzwelt und Medien provoziert wird. Wobei zu Medien auch "Rating Agenturen" zu zählen sind, die Medien-Unternehmen gehören, und deren verdeckten Agenden dienen. Und denen ihrer "Freunde" und Hintermänner.

Was die Wirtschaft als Ursprung der Krise betrifft,
gilt es zu verstehen, was die Krise fördert, und was ihr effektiv und schnell entgegen wirkt.
Letzteres gilt es unbeirrt zu tun.
Jeder für sich und anders. Aber immer wohl bedacht.
Denn Vielfalt ist Voraussetzung für Nachhaltigkeit.
Auch für die Überwindung der Krise. Und für ihre langfristige Vermeidung.
Also auch für die Rolle Europas als friedlicher Gegenentwurf zu Mächten, die die Krise brauchen, um mit repressiver Macht die Weltherrschaft anzustreben.
Werte, Haltungen und Wertevielfalt sind die Lösung.

Als Rat an Unternehmer und Innovatoren heisst dies: "Macht nichts so, wie Andere. Macht Alles auf Eure eigene Weise, die um so unverwechselbarer wird, je besser sie die bislang unbedienten Präferenzen von Zielgruppen ernst nehmen , verstehen und bedienen."

Wendelin Wiedeking, ein Ausnahme-Manager, fasste die noch kürzer: "Anders ist besser!"

Mit dieser stereotypen "Predigt", die in jedem Unternehmen zu anderen Schlussfolgerungen und Lösungen führt, wurde die Wirtschaft des Baskenlandes aus der schweren Krise geführt.
Durch Fokus aller Ressourcen auf von Unternehmern persönlich geführte Firmen. Sie können am schnellsten Verstehen, woran es fehlt. Schliesslich weiss man dort noch, warum man sich einmal selbständig gemacht hat: Weil man Chancen sah, Menschen besser zu bedienen. Nicht nur billiger. Wo erforderlich, hilft Mentoring und Projekt-Begleitung, damit jedes von diesem Geiste geleitete Projekt ein weithin sichtbarer, voller Erfolg wird.
Für die Firmen. Für Region und Kundenkreise. In aller Welt.

Der "Bilbao-Effekt" ist wiederholbar. Noch schneller und besser, als einst. Überall.
Eigentlich auch ohne Politik und Verwaltung.
Es liegt im Interesse der Unternehmer, das zu tun, was nur sie können: Etwas unternehmen.