Lebensstile
Life Styles – Plural, denn es gibt nicht nur einen.

Beschreibung der Unterschiede bevorzugter Lebens-Umstände, die sich in Verschiedenheit von Präferenzen und Umgang mit Artefakten niederschlagen.

Die Vielfalt der Lebensstile findet ihren Niederschlag in der
"Life Style Matrix", einem Value Group Methodik Werkzeug zur qualitativen Differenzierung von Zielgruppen, ihren Präferenzen und deren Wurzeln, die in ihren Haltungen zum Leben liegen.

Matrix
Speziell: Matrix der Lebensstile (Siehe Life Style Matrix)
Leine

Auf Zug wirkendes Befestigungs- und Kontroll-Instrument. Auch im übertragenen Sinne.
Daher der Doppelsinn: Hannover liegt an der Leine.

Kontrolle ist nicht zu verwechseln mit Führung.
Führung funktioniert auch ohne Leine. Aber: Ohne Führung ist die Abwesenheit einer Leine "Laissez Faire".

Als Metapher kann der "Leinenzwang" für Hundehalter gelten:
Man kann sich fragen: Wessen Erziehung soll dieser ersetzen?
Die des Hundes? Oder die des Halters? Oder die der übrigen Menschen, je mehr sie der Natur und normaler Lebensfähigkeit entfremdet sind?

Leinen ersetzen weder Verantwortung und verantwortliches Handeln, also ständige Aufmerksamkeit. Noch ständiges Arbeiten mit dem Hund.
Wer dies will, muss sich fragen lassen, ob er einen Hund halten darf - oder sollte.
Wer in der Öffentlichkeit grundsätzlich einer Leine bedarf, sollte keinen Hund halten. Denn es zeigt, daß er mit dem Hund kein eingespieltes "Rudel" darstellt. Dies ständig zu üben, geht aber nur ohne Leine. Genau wie Fahrtechnik und Souveränität nur entsteht, wo Kompetenz nicht durch Überreglementierung erdrosselt wird.

Kompetenz und Eigenverantwortung gedeihen nur ohne Leine.

Alles andere ist faschistoid. Autoritäres Gehabe statt der echten Autorität der Kompetenz.

Wenn Demokratie "eigentlich" anders ist, ist das Schüren von Massenmeinungen, die nach strenger Reglementierung rufen, ein bedrohliches Anzeichen einer Bereitschaft, an "Herrschaft" zu glauben. Dann bleibt nur noch die Frage, ob von Links oder rechts. Stalin, Pol Pot, Kim, Sanchez oder Hitler? Auch Napoleon kann nicht zu jenen Herrschern gezählt werden, unter deren Aegide statt Krieg Wohlstand für sein Volk entstanden wäre. Wie beispielsweise Heinrich der Löwe, das Haus Hannover. Ganz zu schweigen von den übrigen Völkern.

Die Leine als Paradigma zum Halten und Führen von Hunden und anderen Tieren, aber auch ihre Kürze und Länge, kann so durchaus Gedanken zur Führung von Menschen und Organisationen, aber auch zur Führung von Fahrzeugen und komplexen technischen Systemen, anregen und auf verschiedene Gesichtspunkte lenken:
Welches sind die Eignungs-Voraussetzungen?
Welche davon sind erlernbar? Worauf kommt es primär an?
Welches sind Ausschluss-Kriterien? Wie wendet man sie an?
Welcher Unterschied besteht zwischen Lenken, Regeln, Führen, Kontrollieren?
Welche Rolle haben Informations-Systeme und was macht Informationen aussagefähig?
Welche Rolle haben Vorschriften? Welche Rolle haben Freiheit, Kreativität, Aus- und Weiterbildung, Praxis, Kompetenz, Verantwortung - und welche Beziehung besteht zwischen ihnen und Kontrolle? Welche Rolle haben Führungs-Kräfte in komplexen Systemen?

Auf Schiffen besetzt man Ausguck-Positionen und lässt sich je nach Situation die Beobachtungen "aussingen". Das taten schon die alten Griechen. Daher das Wort "Kybernetik". Es ist der Kapitän, und jeder seiner Offiziere, die sich hieraus ein Bild machen müssen. Und es ist der Kapitän, der die Massnahmen anweist, sie allenfalls zuvor bespricht und andere auch "grundlos" übt, damit sie auch im Notfall klappen. So wie jeder Knoten in nächtlichem Sturm, Wellengang, Eis und Schneetreiben "blind" in Sekundenschnelle fertig und belastbar sein muss. Für manches Mannöver gibt es nur eine Chance. Es ist wie bei der Feuerwehr: Erst der Einklang einer Mannschaft macht sie überlegen - und krisensicher. In der WIrtschaft nennen wir das Firmenkultur. Sie zu stärken dienen Organiations-Entwicklung und Mitarbeiter-Entwicklung.

Aber es ist der Kapitän, und ergo auch jeder Offizier, der an allen Positionen schon mal gewesen sein muss, und auch sonst alles, was er anweist, bereits nicht nur einmal und bei schönem Wetter selbst gemacht und sich bewährt haben muss. Erst das gibt die Autorität, die kein Amt verliehen kann, und die kein autoritäres Gehabe, kein Machtanspruch ersetzen kann.

Nicht anders, als bei den Personen an der Leine.
Wenn Hunde immer und überall einer Leine bedürfen,
dann benötigen die Halter sie. Denn Hunde sind wie ihre Herren. Nur verstellen Hunde sich nicht. Insofern sind sie und ihr Verhalten untrügliche Zeichen. Man muss sie nur beachten.

Leitbild

Quintessenz des als Ideal angestrebten Selbstbildes, welches als Fremdbild von Dritten wahrgenommen und bestätigt werden soll.

Bei Organisationen, wie Firmen, aber auch für Städte und Regionen werden derartige Leitbilder formuliert, um den in ihnen tätigen Menschen ein Leitmotiv für ihr tägliches Handeln zu geben, welches über den unmittelbaren Sinn und Zweck jeder Tätigkeit hinaus geht, und in der Summe aller von aussen wahrgenommenen Aspekte zu einem Fremdbild führt, welches Werte und Haltungen vermittelt, die für die betreffende Einheit typisch sein sollen, um eine wiedererkennbare Identität zu prägen.

Um derartige Leitbilder noch schärfer zu fassen, und auf das für Kunden entscheidende Unterscheidungsmerkmal zu fokussieren, wird seit Benno v. Keysselitz nach einer kurzen und knappen Formel gesucht, welche die spezifische und so für kein anderes Unternehmen gültige Kompetenz eines Unternehmens in wenige Worte fasst: Die "Kompetenz-Formel".

Da auch dies von immer weniger Menschen verstanden wird, zumal durch die zunehmende Ungenauigkeit mit den Begriffen "Kompetenz" und "Kompetenzen" (Vollmachten), in einem qualitative Nuancen immer stärker vernachlässigenden Sprachgebrauch, namentlich im Deutschen, hat Value Group Gründer Gerhard K. Eichweber den Begriff Kompetenzformel zunehmend durch den Begriff "Raison d'Être" ersetzt. So stellen wir heute bei jeder Sache, die es zu entwickeln, zu prägen und fortzuentwickeln gilt die Frage nach der ganz eigenen "Raison d'Être" der Sache. Einerlei, ob es dabei um ein Produkt, eine Maschine, einen Prozess, eine Organisation oder ein Unternehmen als Ganzes geht.

Immer geht es bei der Ausformulierung derartiger Leitbilder, und ihrer Erarbeitung als systemischer interdisziplinärer Prozess mit den wesentlichen Beteiligten, darum, auf den Punkt zu bringen und allen bewusst zu machen, warum Interessenten das entsprechende Ergebnis allen anderen Alternativen vorziehen. Und erst recht vorziehen sollen und bevorzugen und als zufriedene Kunden und Nutzer freudig weitersagen werden, wenn sie erleben, daß die so bewusst gestärkte Merkmal-Kombination in der Praxis tatsächlich den wesentlichen Unterschied ausmacht.

Im Vergleich mit Varianten der Markentechnik, die in verflachter Form über den Atlantik nach Europa zurück schwappen – also mit den Fragestellungen nach "Visionen" und diesbezüglichen "Missionen" von Organisationen, geht die Frage nach Wesen und spezifischer Kompetenz, und für wen beides ein entscheidender Grund zur Bevorzugung ist, nicht von eigenen Wunschbildern aus, sondern von der Zielgruppe und ihren Präferenzen. Hieraus ergibt sich die ganz eigene "Raison d'Être", die nicht nur aus eigener "Mission" zu Unvergleichlichkeit führt, sondern aus den Gründen für die Bevorzugung durch Dritte.

Leitmotiv

Grundgedanke, der sich in allen Aspekten eines Arbeits-Gegenstandes wieder finden und erfüllen soll. Dieser aus der Musik als "Thema" bekannte eigene Wesenszug stärkt die Aussenwahrnehmung und Wiedererkennbarkeit von Firmen, Marken und ihren Angeboten. Dies erst recht, wenn sich die vielfältigen Erfahrungen verschiedener Rezipienten und Nutzer hinsichtlich des spezifischen Unterschiedes decken – und Alle Grund haben, mit einander darüber zu sprechen, und dies zufrieden oder gar begeistert weiter zu sagen.

In den Prozessen einer auf qualitative Unterscheidung ausgerichteten nachhaltigen Unternehmensführung dienen klare Leitmotive – als Zielstellung ausformuliert als "Leitbild", "Kompetenz-Formel" oder spezifische "Raison d'Être" – dazu, die Gewinnung des öffentlichen Vertrauens durch ein schnell wiedererkennbares Wesen zu fördern. Hierzu wird dies klar als Zielbild beschriebene "Wesen" in allen Handlungen der Organisation, und sowieso durch die Gestaltung von Produkten und Drucksachen (und Web-Präsenzen) zum Ausdruck gebracht.

So wird qualitative Unterscheidung und Unterscheidbarkeit, auch als Vorgabe und Ergebnis von Design, zum Management Tool für das Erzielen besonderer Erfolge durch mehr Mehrwert durch Werte.

Als Motive für Identifikation und Handlungen von Menschen müssen sich Leitmotive in der Wirtschaft an zweierlei ausrichten: Einerseits am Wesen und den hierin begründeten Motiven der Zielgruppen. Und andererseits an der Identität und deren zur Zielgruppe passenden Wesens-Zügen der Anbieter. So werden nicht nur Kaufentscheidungen erleichtert, sondern es wird auch die Identifikation beim Benutzen ständig neu bestätigt und gefestigt.

Liberal
Freiheitlich

Haltung und Eintreten für Freiheit, Vielfalt und Demokratie.

Voraussetzung für allgemeinen Wohlstand, der nur durch Vielfalt möglich ist, aber durch Gleichmacherei erdrosselt wird.
Damit ist Freiheitlichkeit auch eine Voraussetzung für individuelle Geschäftserfolge, die erst in ihrer Summe die "Wirtschaft" ergeben und der Gesellschaft dienen. Auch, aber nicht nur, durch mehr Arbeitsplätze und solide Beiträge zu Sozialversicherungen und Staatshaushalten. (siehe auch: Freiheitlich)

Liberale Politik als Kampf für geistige Freiheit ist die Wiege jeder Demokratie.
Wenn nicht alle Menschen verschieden wären, gäbe es keine Wertevielfalt, keine unterschiedlichen Haltungen, Lösungswege und Präferenzen. Und es bräuchte keine Demokratie.

Im Gegensatz zur Freiheit des Geistes und aller aus Bildungs-Streben und Denkselbständigkeit folgenden menschlichen und kulturellen Vielfalt steht der faschistoid-egalitäre Anspruch jeder Ideologie. Von Religionen bis zu religions-ähnlichen politischen Flügel-Gruppierungen. Aber auch deren Paradigmen: Gezielt verbreitete Vorurteile, die zu Massenmeinungen wurden.

Eigentlich sind liberale Haltungen Ursprung und Rückrat aller Demokratien. Liberale Civil Courage und Politik, die der Res Publica stets besonders nahe zu stehen pflegte, ist durch Entledigung vom inhaltlichen Erbe des Freiheits-Begriffes und der Denkselbständigkeit – und durch Reduktion auf schnöde quantitative Kriterien - zur Freiheit der Makler und Spekulanten verkommen.
Sogenannte liberale Politik der letzten Jahrzehnte hat der sich stets weiter aufschaukelnden Krise dadurch Tür und Tor geöffnet.
Zum Unterschied von echten liberalen Werten und Anstand nennt man dies daher auch "Neo-Liberal".

Besonderen Vorschub leisteten dieser Entwicklung aus dem Zentrum verantwortungsvoller Vernunft nach "rechts", respektive nach geistig Inhaltsleer, aber dafür auf Haben, Spekulation und die Verteidigung ihrer destruktiven Wirkung gegen Kritik fixiert. Die Politik von Personen, wie Haider in Österreich, Möllemann in Deutschland etc.

Freiheit kommt ohne Strenge nicht aus. Und jede Strenge beginnt bei der Strenge des Geistes. Bei der Strenge gegen sich selbst.
Liberal sein, heisst: "Null Toleranz gegenüber Intoleranz, Unverantwortlichkeit und Unrecht!" Gerade Intoleranz wird aber, seit Haider in Österreich salonfähig wurde, von heutigen "liberalen" Parteien gepflegt. Vermeintlich, um Wähler "abzuholen" - anstatt sie durch das Beispiel der Erfolge Werten verpflichteter Politik, und damit
sind keine Spekulatenwerte gemeint, zu überzeugen, zu Vernunft und Toleranz zu bekehren.

Von derartigen Grundsätzen sind heutige liberale Parteien
so weit entfernt, daß andere Parteien in diese Bresche springen müssen. Einerlei, ob alte oder neue.
Es braucht wieder eine starke freiheitliche Mitte, und eine Verpflichtung zu Bildung und umfassender Kompetenz, die die Extremisten dort lässt, wo sie am besten allein gelassen werden: Am linken und rechten Rand! Wenn aber so genannte liberale Parteien heute an diese Ränder tendieren, so muss dies deutlich angesprochen werden. Etiketten-Schwindel hilft niemand und nirgends, sonder führt nur tiefer in jede Krise. Denn die derart verratene Freiheitlichkeit öffnet der Sabotage europäischer Gesellschaften, ihres Wohlstandes durch Vielfalt, ihres Ranges und ihrer Rolle in der Welt, Tür und Tor.

Schon Troja fiel auf derlei herein. Mehr zur unendlichen Spur der "Dummheit der Regierenden" findet man in den Büchern der Historikerin Barbara Tuchmann. Sie schrieb dies sicher auch, damit wir derart umfassend und detailliert informiert und sensibilisiert, diese Spur beenden. Zum Wohle jedes Einzelnen, und damit aller.

Liebe

Das Wollen des Wohls einer anderen Person unter Hintanstellung eigener Wünsche und Vermeidung ihrer Projektion auf die andere Person. Liebe gibt es also nicht ohne Interesse, Erkennen und Akzeptanz des eigenständigen Wesens der geliebten Person.

Liebe geht nie um einen selbst, sondern um die geliebte Person. Das Verhalten zwischen treuen Kunden und Marken ist nicht viel anders.

Wohlwollen als Synonym nicht nur christlicher Nächstenliebe sollte beispielsweise auch das Verhalten zwischen Firmen und ihren Umfeldern, also deren Verhältnis beispielsweise zu Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten ausmachen.

Wohlwollen sagt aber besser als "Liebe", worum es geht: Um zu wissen, was des Anderen Wohl ist, muss man sich für die andere Person, auch juristische Person, interessieren. Erst wenn man versteht, kann man so miteinander interagieren, dass es zu einer Symbiose wird, statt - bestenfalls - zu "Parasitismus auf Gegenseitigkeit".

Klar ist jedenfalls: Wer seine Lieferanten und Vertriebspartner dauernd über den Tisch zieht, hat bald keine mehr. Das selbe gilt für gute Mitarbeiter.
Ohne kohärente Kontinuität innen und im Umfeld kann aber spezifische Kompetenz kaum wirksam werden und nachhaltigen Erfolg haben.

Lifestyle Matrix
Matrix der Lebensstile

Methodik-Tool zur qualitativen Differenzierung von Zielgruppen anhand ihrer Haltungen zum Leben.
Dieser Approach ergänzt andere Tools der qualitativen Differenzierung, wie beispielsweise "Benutzungs-Muster" für funktionale Anforderungen.

Geschmack, Meinungen, Präferenzen, Entscheidungen, Handlungen und Unterlassungen von Menschen folgen Motiven. Diese basieren auf ihren individuellen Werten und Haltungen.
Sie stehen aber auch mit dem Kontext in Zusammenhang, in dem Entscheidungen gefällt werden.
Um Haltungen gegenüber Angeboten zu verstehen, und genau bedienen zu können, gilt es, Unterschiede zu verstehen und zur Grundlage von Clustern ähnlicher Präferenzen zu machen.
Eben: Zielgruppen.
Diesem Ziel dient es, die Unterschiede von Lebensstilen zu erkennen.

Die Matrix der Lebensstile vermeidet die Charakterisierung von Zielgruppen nach quantiativen Kriterien, weil Angaben wie Alter, Geschlecht und Einkommen keinen direkten Zugang dazu erlauben, was Begeisterung, Akzeptanz, Toleranz oder Ablehnung von Angeboten ausmacht.

Entstanden ist dieser Approach zur Differenzierung mitte der achtziger Jahre im Zuge von Markt-Studien-Aufträgen asiatischer Value Group Klienten, die verstehen wollten, wie ihre Angebote den "deutschen Geschmack" treffen, oder auf "dem europäischen Markt" Akzeptanz fänden.
Da es einen solchen "nationalen" Geschmack nicht gibt, und die Meinung, es könne ihn geben, auf gleichmacherischen Paradigmen beruht, die durchaus weit verbreitet sind, entstand die Matrix der Lebensstile als Instrument der Veredutlichung, welches sich zunächst als Grundlage für Dialoge und Briefings bewährt hat, und seither Teil systemischer Teamprozesse ist.

Entlang zweier orthogonaler Achsen weist die Life-Sstyle-Matrix einerseits die Lebens-Phasen der Menschen auf, deren qulitative Unterschiede einen Unterschied auf Präferenzen wie Ressourcen-Allokation haben. Und andererseits die Werte-Unterschiede, die als "Geschmack" Haltungen und Präferenzen beeinflussen.

Beide Achsen sind zunächst sehr grob und plakativ hinsichtlich der qualitativen Unterschiede und ihres Einflusses auf Kaufentscheidungen und Teilnahme an öffentlicher Diskussion unterschieden und lassen sich je nach konkreter Aufgabe weiter differenzieren.
Als erster Schritt dienen die Bezeichnungen dazu, Klienten und ihre Mitarbeiter überhaupt an eine qualitative Differenzierung heran zu führen, wo diese, und die Fähigkeit dazu, durch vorherrschende Paradigmen zurück gedrängt wurde.

Lebensphasen gemäss dieser Skala sind beispielsweise:
"Jung", für alle Menschen, die noch bei ihren Eltern leben.
"Single" für alle, die den elterlichen Haushalt verliessen.
"Dinks" für alle, die mit doppeltem Einkommen ohne Kinder als Paar zusammen leben.
"Family" für jene, bei denen Kinder den Fokus des Lebens nachhaltig verändert haben.
"Silver" für alle die, deren Kinder das Haus verlassen haben.

Wie erwähnt, lässt sich jede dieser Gruppen erheblich verfeinert differenzieren. Das gilt auch für die Werte-Skala, die erklärt, womit Menschen sich identifizieren, wozu sie aufschauen und wofür sie selbst Anerkennung suchen, so daß angenommene Angebote und bevorzugte Marken zu "Haltungs-Symbolen" werden. Diese Haltungen unterscheidet in erster Näherung:

"Haben", für einen Fokus auf "Status", Macht und sonstige quantitative Kriterien.
"Yuppie" für einen Fokus auf Sein, mit Allüren des "Habens":
Sie sind so kompetent und erfolgreich, leben so schnell, dass ihr Verhalten, nicht aber die Differenzierung "Haben" ähnelt.
"Sein" für einen Fokus auf Kompetenz und das besondere "Wie genau" ihrer Fähigkeiten, Haltungen und aller Dinge, die sie so und nicht anders bevorzugen.
Diese Gruppe ist durch die Fülle ihrer Unterschiede (und deren Bedienung) überall der Schlüssel zu Wirtschaftskraft. Folglich ist sie in prosperierenden Gesellschaften so gross, dass sich ihre weitere Differenzierung nahe legt. Wo sie und ihre Zunahme nicht verstanden und differenziert bedient wird, kann gerade in hochpreisigen Segementen Schaden für Marken provoziert werden, wenn Formensprache und Erlebbarkeit "Haben" statt einer ganz eigenen Form des "Seins" signalisieren.

"Green" (inzwischen genauer spezifiziert als "LOHAS") für all jene, die eigene Entscheidungen sehr deutlich auf deren Einfluss auf ihr Umfeld und die Welt überprüfen. Also"Nachhaltigkeitsfixiert", aber dieser Term wurde international noch nicht verstanden. Inzwischen, sehr viel später, hat sich für einen wesentlichen Teil dieser Haltungen der Term "Lohas" etabliert. Dieser steht für "Lifestyle of Health and Sustainability".

Es liegt auf der Hand, wird aber im Interesse der Sensibilisierung für qualitative Differenzierung zurück gestellt, daß "Kaufkraft" die Value Group "Lifestyle-Matrix" als dritte Achse zu einer dreidimensionalen Matrix vervollständigt.

Loge

Raum, im dem man sich über Beobachtungen, Ideen und Schlussfolgerungen austauschen und tuscheln kann,
ohne daß dies von anderen gehört wird.
Vor allem im Theater und ähnlichen Gebäuden.

Der Begriff wird aber auch, im übertragenen Sinne, für die Bauhütten angewendet, in denen die frühen Baumeister ihren Theorien, vor allem zur Mathematik und Physik des Bauens, weiter entwickelten und sich auch über alle anderen Beobachtungen austauschten, ohne dass dies, zumal es ja
im Ideen-Stadium unvollkommen sein konnte, nach aussen kommuniziert wurde.

In Zeiten steigender geistiger Repression, wie sie zum Beispiel von der durch die konstantinische Schenkung veränderten christlichen Kirche ausging, waren die Bauhütten auch der Ort, wo die dennoch frei weiter denkenden Geister unablässig forschender Menschen sich hierüber austauschen konnten,
weil der Schwur galt, daß nichts davon nach aussen dringt.
Beispielsweise war ja schon der Gedanke, daß die Erde rund
sein könne, und keine platte Scheibe, Ketzerei, auf welche die Todesstrafe stand.

So wurden die Logen der freien Maurer zum Hort und Entstehungsort wichtiger wissenschaftlicher Ergebnisse,
lange bevor gewagt werden konnte, sie ungefährdet öffentlich auszusprechen.

Aus der Angst, die repressive, also faschistoide Systeme vor freiem Denken haben, wurden "Logen" und "Freimaurer" von Despoten und ihren kritiklosen Mitläufern beargwöhnt und in Misskredit gebracht. Genau wie jede andere Denkselbständigkeit.
Ähnlich wie jede anders denkende Gruppierung in nicht wirklich demokratischen Staaten. Und sowieso alles "Andere" seitens verunsicherter Menschen. Darum kommt der Förderung von Wohlstand, also von Arbeitsplätzen, eine so grosse Bedeutung
für jede Gesellschaft zu.

Ohne freies Denken kein Wohlstand, und ohne Wohlstand kein freies Denken. Ein Zirkulus Viziosus, der davon abgehalten werden muss, Freiheit zu beschränken. Denn sonst kann nichts, wirklich gar nichts besser werden.

Die erste schriftlich erwähnte Bauhütte war diejenige der Baumeister, Vorgänger der "Maestri Comacini", welche in "San Abondio" - Gemeinde Aquaseria - am nördlichen Westufer des Comer Sees ein Kloster errichteten.

Die Landschaft, in der San Abondio liegt, wurde – gut tausend Jahre später – aus der Perspektive von oberhalb des Klosters von Piona, am Ostufer, zum Hintergrund für ein berühmtes Fresco in Mailand: Das Heilige Abendmahl von Leonardo Da Vinci.

Leonardo weilte oft in Piona, wenn er in Mailand auf keiner Baustelle sein musste. Da er ein führender und in allen Dingen kundiger frei denkender Baumeister (Feimaurer) war,
darf voraus gesetzt werden, dass er diese Landschaft nicht ohne tieferen Grund als Hintergrund hinter den Arkaden jenes Gemäldes angedeutet hat. Eine Annahme, die auch für weitere Details dieses und anderer Gemälde gerechtfertigt scheint.