Paradigmen
Vorurteile, Massenmeinungen

Gezielt verbreitete Vorurteile, die zu Massenmeinungen wurden und allenfalls noch "wissenschaftlich" bestätigt wurden.

Über Paradigmen, und die Schwierigkeit, fehlerhafte Lehrmeinungen in den Wissenschaften durch bessere Erkenntnisse zu ersetzen, hat Thomas S. Kuhn geschrieben.
Der Term "Change of Paradigm" wurde durch ihn bekannt.
Über Vorurteile und festgesetzte Meinungen, unbeirrbares Festhalten an fehlerhaften Annahmen und darauf basierenden, nicht zielführenden Strategien, und dies trotz Bekanntheit nachweislich zielführender Alternativen, schrieb Barbara Tuchmann ihre Bücher.

Namhafte deutsche Wissenschaftler (war es Planck? – war es
v. Humboldt? – oder beide?) sollen hierzu gesagt haben: "Wenn man eine Erkenntnis hat, die eine vorherrschende Lehrmeinung widerlegt, wartet man am besten, bis der Autor der gängigen Lehrmeinung verstorben ist. Oder wenigstens emeritiert."
Was die Wirtschafts-Theorie angeht, sind aber alle Autoren, die nach wie vor die Lehrmeinungen prägen, längst verstorben.

Was hingegen die Wissenschafts-Theorie angeht, die seit dem Einfluss der marxistischen Ideologie auch die "kapitalistischen" Wissenschaften daran hindert, wirklich zu verstehen, was sie erforschen, hat Jakob v. Uexküll schon vor nahezu hundert Jahren nachgewiesen, worin der Fehler besteht. Und führende Naturwissenschaftler bestätigen v. Uexküll heute. Wirtschafts und Sozial-Wissenschaften hingegen verteidigen nach wie vor ihre "quantitativen" Symptom-Extrapolations-Modelle, weil sie numerisch sind, als "wissenschaftlich" – und tun anderes als "unwissenschaftlich" ab.

Woher die irreführenden Paradigmen kommen, hat Karl Popper bereits im Untertitel zum 2. Band von "Verteidigung der offenen Gesellschaft gegen ihre Feinde" deutlich gemacht: "Hegel, Marx und die Folgen."

Angesichts der sich immer noch weiter aufschaukelnden Krise gilt es, die irreführende Sabotage-Wirkung destruktiver Paradigmen bekannt zu machen, und der lemminghaften Gefolgschaft gegenüber irrigen Massenmeinungen mit entschlossener Zivilcourage entgegen zu treten.
Am besten gelingt dies, wo wahre Denkselbständigkeit noch vorherrscht – oder nur von der Überlagerung durch Gehirnwäsche zu befreien und wieder zu beleben ist: Bei Unternehmern und Innovatoren und den von ihnen ebenso umfassend kompetent wie umsichtig geführten Unternehmen.

Patchwork Carpet of Cultures

Synonym für Canada, mit welchem der hohe Wert ausgewiesen wird, den hier die Akzeptanz, Toleranz und Ermutigung von Wertevielfalt erfährt.
Wie weit dies auch tatsächlich der Fall ist, erweist sich beispielsweise daran, daß Menschen auch nach drei im Lande geborenen Generationen noch die Sprache ihrer Vorväter und deren Ursprungskulturen beherrschen und pflege.

Ganz anders, als in USA, dem "Melting Pot of Nations". Bezeichnung, die den gleichmacherischen Zwang zum Mittelmaß ausdrückt, der in USA vorherrscht und von hier aus auch der Welt aufzuoktroyieren versucht wird: Quantitative Kriterien und Zahlenfixierung statt qualitativer Differenzierung und Interesse am Verstehen von Nuancen. Image statt Identität, Branding statt Markentechnik, individuelle Kompetenz und Raison d'Être. Haben statt Sein.

So kann Canada als Vorbild des Bewußtseins für den Wert von Identitäten und Vielfalt der Werte, Haltungen und Präferenzen gelten. Nicht anders als die Helvetische Confederation mit ihren 26 Bundesländern (Kantonen), die der ethnischen und kulturellen Vielfalt in für Europa beispielhafter Weise selbstbestimmten Raum geben, statt sie gleichmacherisch zu unterdrücken.

Pendent
Anhängig, hängig

Bezeichnung für Anliegen und Sachen, die der Abarbeitung harren.
Daher auch Pendenzen, Pendenzenliste: Neu-deutsch "To-Do"s oder To-Do-Liste. Grundlage von Arbeitsplänen für ihre Realisierung.

Bei Value Group auch benutzt für "pendente Innovationen": Innovationen, die in all ihren wesentlichen Details klar sind. Innovationen, die in jeder Hinsicht bewiesen und teilweise hinsichtlich ihrer den jeweiligen Quantensprung ermöglichenden Kern-Baugruppen bereits serienreif sind. So dass es nun auf die Adaption ankommt, um die jeweilige Technologie nach Kunden-Spezifikation für deren Märkte und Zielgruppen zu realisieren und international einzuführen.

Derartige Pendenzen werden seitens Value Group mit interessierten Parteien als Industrie-Partnern abgearbeitet, indem nach Präsentation der neuartigen Möglichkeiten gemeinsam mit der interessierten Partei die genaue Spezifikation erarbeitet wird.

Alsdann wird deren Realisierung im Zuge einer Anpass-Entwicklung geplant und budgetiert. Im Interesse des zügigen Know How Überganges an den Industrie-Partner wird die Anpass-Entwicklung unter Einbeziehung von dessen Mitarbeitern durchgeführt und im Unternehmen durch alle Phasen der Erprobung, Fertigungs-Vorbereitung, Markteinführung etc. begleitet.

Die Lizensierung des kundenspezifischen Entwicklungs-Ergebnisses erfolgt als Design-Lizenz.
In dieser Lizensierung eingeschlossen ist der Know How Anteil allfälliger mit der Value Group verbundener Technologie-Partner, welche im Einzelfall auch die Belieferung mit den Kernkomponenten der jeweiligen Technologie nach Kunden-Spezifikation sicher stellen.

Analogie: Zulieferung des Computer-Chips, während die hiermit realisierten Produkte sehr verschieden sein können, und in jedem Falle "market-driven" vom Industrie-Partner verantwortet werden.
Beispiel: Das Innenleben aller LCD Flachbildschirme wird vom langjährigen Value Group Klienten SHARP an alle Anbieter geliefert. Respektive wurde: Seit kurzem plagiiert Samsung die Technologie. Der diesbezügliche Rechtsstreit ist pendent.
Ähnlich wie mit Apple, deren Innovationen auch von Samsung plagiiert werden.
Und anders als Toshiba und IBM / Lenovo, welche vor Jahren Lizenzen der bahnbrechenden Bedientechnik-Innovationen vom Apple Gründer Steven Jobs und seiner zwischenzeitlichen Firma NEXT erwarben, und diese seither adaptieren.

Perzentil

Teilbereich einer Verteilung von Messwerten zu einem Parameter. Bezug: Gauss'sche Normal-Verteilung.

Kriterium zur Beurteilung von Funktionen und Angeboten, namentlich auch unter Aspekten von Ergonomie, Bedienbarkeit und Benutzbarkeit.

Im Vergleich mit einer Gausschen Normal-Verteilung ist es von Interesse, zu verstehen, wer oder was in den Anwendungsbereich eines Kriteriums fält, und wer oder was hingegen durch Entscheidungen ausgeschlossen wird. Da Alternativen sich häufig auch darin unterscheiden, wie gross die Zahl derer ist, der mehr oder weniger zwangsläufig – und durch die Wahl der Lösung willkürlich – von einer Anwendung oder Nutzung ausgeschlossen wird, ist eine Perzentil-Betrachtung als Kriterium der Bewusstmachung der Unterschiede von Alternativen meist zweckdienlich.

Ein einfaches Beispiel ist die Gestaltung von Sitzen und ihre Beziehung zu Pedalen, Lenkrad und Bedienelementen eines Autos.
Es ist schwer, eine Lösung für alle anzubieten.
Verstellbarkeit kann auf verschiedene Weise genutzt werden. Die Varianten müssen aber hinsichtlich verschiedener Unterschiede und Parameter als Gesamtsystem durchdacht und optimiert werden. Da hierbei Kompromisse quasi zwangsläufig erforderlich werden, ist es wichtig, die Entscheidungen bewusst zu fällen.

So hat beispielsweise einst eine Automarke gefordert, daß jeder Mann, vom grössten bis zum kleinsten, mit kürzesten bis längsten Beinen und Füssen (100 Perzentil Mann) sich auf dem Fahrersitz perfekt wohl fühlen können muss. Dabei hat man notgedrungen (durch Einbeziehung der längsten Männer) die Kompromisse so gefällt, daß die kleinsten Frauen sich am Steuer von Erzeugnissen dieser Marke nicht oder nur eingeschränkt wohl fühlen können.

Inzwischen gibt es von dieser Marke auch Produkte, bei denen die grössten Männer sich eher eingeengt fühlen, dafür aber auch die kleinsten Frauen am Steuer perfekt aufgehoben sind.

Im übertragenen Sinne kann man diese Betrachtung nicht nur für quantitative Kriterien, sondern sehr wohl auch für qualitative Preferenzen anstellen. Immer geht es darum, wen man erreicht und wen man ausschliesst, und welche Alternative man für die anderen Gruppen anbietet. Also zu wissen, wen man beeinträchtigt oder ausschliesst.

Es ist müssig, mit jedem Angebot "everybody's darling" sein zu wollen. Wichtig ist vielmehr, das Perzentil-Konzept zu kennen, wenn es darum geht, Optimierungen zu planen, bei denen sich die Kriterien mit sonstigen Preferenzen decken, um Zielgruppen optimal zu bedienen.

Peter Prinzip

Peter Principle: Die Beobachtung, daß Menschen so lange befördert werden, bis ihre Inkompetenz unübersehbar ist.
Die fatalen Folgen und Konsequenzen dieser vermehrt um sich greifenden Phänomene sind so vorhersehbar, dass sie durch simples Denken, also duch Umsicht und Weitsicht vermeidbar sind.

Da man niemandem, und schon gar keiner Sache, einen Dienst damit erweist, Menschen in Rollen zu bringen oder zu belassen, denen sie nicht gewachsen sind, ist es eine wichtige Herausforderung an Führungspersönlichkeiten, Menschen so zu positionieren, zu honorieren und zu motivieren, dass sie und ihre spezifische Kompetenz der Organisation optimal dienen, und nicht schaden. Hierzu dient seriöse Personal-Entwicklung im Einklang mit ebenso umsichtiger Organisations-Entwicklung.

Dazu gehören auch Honorierungs- und Titel-Systeme,
die es ermöglichen, Personen Karrieren anzubieten, die ihrer Kompetenz entsprechen, und Menschen nicht durch hierarchische Beförderung an Stellen bringen, welche ganz andere Fähigkeiten erfordern, um die damit verbundenen Kompetenzen (Vollmachten) kompetent wahrnehmen zu können.

Pilpul

Freudvolle (jiddische) Variante des Umganges mit nie völlig erschöpfendem Wissen und Erkenntnis als Synonym für Haarspalterei oder Ameisenzählen. Dabei drückt Pilpul in der Lautsprache bereits das spielerische Hin- und Her-Zerren der Argumente und damit eine qualitativen Werten verpflichtete Haltung im Umgang mit Kognition aus, während „Haarspalterei“ oder das niederländische Pendant „Mieren neuken“ (Ameisen ...) eine nur quantitativ den Belang betrachtende widerwillige Ablehnung ausdrückt.

So wie jüdische Kinder, während wir Anderen noch das Alphabet üben, bereits die dem alten Testament (und der Bibel) innewohnenden Widersprüche zu interpretieren und damit zu erhellen suchen, also diskutieren, drückt Pilpul einen auf gemeinsames tieferes Verständnis der diskutierten Sache gerichteten Diskussions-Stil aus, während jene, die diesen als „Haarspalterei“ ablehnen, meist nur um das Rechthaben, also um Macht streiten.
Statt Widersprüche zu kaschieren und durch die lateinische (oder arabische) Sprache zu verstecken, geht die jüdische Herangehensweise davon aus, daß Gottes Wort per Definitionem perfekt sei und daß es daher allein an unserem menschlichen Unvermögen liegen muß, wenn wir darin Widersprüche sehen.
Hier gilt es also, sich gemeinsam zu bemühen, um die Wahrheit zu finden, statt eigene Sichtweisen, also Menschenwerk, zur Wahrheit zu erheben.
Wenn Diskussionen diesem Ziel dienen und die Argumente der anderen Teilnehmer ernst nehmen und auf sie eingehen, sind sie fruchtbar und wert, geführt zu werden. Die Freude daran drückt das Wort Pilpul aus, welches daher ganz allgemein aus Jiddish und Jinglish (jiddish english) in andere Sprachen und Kulturen entlehnt wird.

Demgegenüber spiegelt die deutsche Bezeichnung„Haarspalterei“ die Akzeptanz obrigkeitlicher repressiver Interpretationshoheit über komplexe, in sich widersprüchliche Sach-Zusammenhänge wieder, wie sie der unsere Kultur weithin prägenden christlichen Kirche entspricht (nicht: „Religion“, s. a: G. E. Lessing: "Paragraphen zur Religion Christi") , während Pilpul das (jeglicher Orthodoxie abholde) eigentliche Wesen der jüdischen Kultur und Religions-Praxis widerspiegelt, bei der sich ein paar Männer als „Minjan“ ohne Priester zum Gottesdienst vereinen, eine Gemeinde bilden und sich, je nach Vermögen, eine Fachkraft - einen Rabbi - suchen und unterhalten, die für sie die Bibel studiert und interpretieren hilft. Wohl gemerkt: Ohne hierarchischen Klerus, der Gemeinden bildet und ihnen Priester aus eigener Machtvollkommenheit zuweist.

Daraus erklärt sich, warum Gerhard K. Eichweber "Pilpul" zum Projekt-Titel eines auf komplementäre Vertiefung der gemeinsamen Erkenntnis gerichteten Workshop- und Talk-Show-Formates gewählt hat.

Plagiarius

Negativ-Auszeichnung für besonders infame Nachahmungen, welche vom deutschen Designer Rido Busse ausgelobt wurde und alljährlich an Messen verliehen wird.

Mit diesem "Preis" will Busse auf die wirtschaftlichen Folgen von Plagiaten hinweisen. Insbesondere bei solchen Produkten, die sich nur durch ihre Form auszeichnen, und daher besonders leicht zu kopieren sind. Namentlich, wenn man in Asien herstellt.

Rido Busse war während der achtziger Jahre gleichzeitig mit Value Group Gründer Gerhard K. Eichweber sowie Value Design Studio Direktorin Ingrid Lempp Mitglied des Vorstandes des deutschen Industrie-Designer-Verbandes VDID. Ingrid Lempp zunächst noch in ihrer vormaligen Funktion als "Seele" des Design Zentrums Stuttgart.

Von Rido Busse übernahm Gerhard K. Eichweber das Sprichwort: "Ein jeder blamiert sich so gut er kann."

Plagiat
Nachahmung

Kopie von Ideen, Technologien und Produkten, Kunstwerken und Inhalten, welche fremdes intellektuelles Eigentum unerlaubt nachahmt, und so Urheber und Arbeitsplätze wie Zielgruppen gefährdet, welche "eigentlich" Anspruch auf Belieferung mit dem Original und seinen Weiterentwicklungen sowie Adaptionen auf weitere Anwendungen haben.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Plagiate und Plagiatoren langfristig "erfolgreicher" sind, als die Urheber, deren Konzepte von ihnen frech gestohlen und imitiert wurden.
Dies ist insbesondere der Tatsache geschuldet, dass die Urheber die Entwicklungkosten sowie die Budgets der Weiterentwicklungen ihrer Innovationen nach Erscheinen der Plagiate am Markt durch die Reduktion ihres Marktanteiles nicht mehr angemessen erwirtschaften können.
Oft lenken auch resultierende Rechtsstreitigkeiten Aufmerksamkeit und finanzielle Ressourcen vom eigentlichen Geschäft ab.

Zur Verteidigung guter Innovationen gegen unerlaubte Plagiate ist das Urheberrecht nur eine stumpfe Waffe, und darf ergo nur eine flankierende Massnahme darstellen, um den Urhebern und ihren Geschäftspartnern (Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden, Launch-Customers, Zielgruppen) die Früchte der oft entbehrungsreichen Arbeit bis zur perfekten Realisierung einer Innovation zu sichern.

Es nützt den Urhebern wenig, nach Jahrzehnten "Recht" zu bekommen, wenn sie inzwischen ihren Markt verloren, oder gar Konkurs gingen und den Rechtsstreit daher nicht zuende führen konnten.
Und es nützt den Zielgruppen wenig, wenn geplante Weiterentwicklungen und Adaptionen nicht erfolgen, weil das Erscheinen der Plagiate dies verunmöglicht hat.

Plagiatoren sind typischerweise nicht an nachhaltiger Bedienung von Kunden, sondern nur buchhalterisch an einem Stück vom Kuchen interessiert. Insofern kann man auch Me-Too-Marketing als "Buchhalter-Marketing" bezeichnen, in dem die Vermarktung des Neuen - New Marketing - nicht vorkommt.

Zum Schutze der Urheber und ihrer Zielgruppen vor Plagiatoren dienen:
Bewusster Umgang mit Geheimhaltung, unter Einschluss aller "an sich bekannten" Wissens-Details, deren Kombination noch stets Plagiatoren das "Kochrezept" liefern könten.
Konsequente eigenständige Weiterentwicklung der Fertigungstechnik, um durch Produktivitäts-Führerschaft sicher zu stellen, dass Plagiatoren die eigenen Angebote nicht dauerhaft unterbieten können, sondern durch Preissenkungen aus dem Markt gehalten werden können, weil sie ihre Investitionen ohne Margen nicht erwirtschaften können.
Ständige Weiterentwicklung, um mögliche Plagiate bereits vor deren Erscheinen zu deklassieren.
Lizensierung und Belieferung von Wettbewerbern mit der Technologie, um denen zu erlauben, ihre Zielgruppen mit genau auf diese eingehenden Angeboten zu bedienen.

Es ist der ringsum zu beobachtende nachlässige Umgang mit diesen wirklich effektiven Massnahmen zur Sicherung von Innovationen und Innovationskraft, welche den Anlass geben, dies so deutlich in Erinnerung zu rufen.

Politische Korrektheit
Political Correctness, politically correct

Paradigma, als repressives Scheinargument, um Menschen zu hindern, Fakten beim Namen zu nennen und Probleme zu lösen.
Im Gegensatz zu Diplomatie, die Dinge so anspricht, dass nachhaltige Lösungen für Probleme gefunden, entwickelt und verbindlich vereinbart werden.

Konzept aus dem Umfeld des linken Flügels der Demokratischen Partei der USA. Oft verbunden mit Konzepten wie "Affirmative Action" und "Verbraucher Schutz" - übrigens: Schutz vor wem? Wieso? Was wird da, wie selbstverständlich, frech unterstellt?

Manche Menschen fühlen sich schlecht, wenn Fakten
offen an- und ausgesprochen werden. Namentlich, wenn angesprochene Fakten – jedenfalls vermeintlich – Schuldfragen betreffen.

Auch Wahrnehmungen und Meinungen sind Fakten.
Schlechte Gefühle zu vermeiden, dient das Konzept der sogenannten politischen Korrektheit, welche es verbietet, Dinge beim Namen zu nennen. Dabei wirkt dies meist als verdeckte Agenda gegen nachhaltige Lösungen.

Political Correctness lähmt zielführende Erkenntnisse und Massnahmen, und bewirkt durch das Unterbinden des offenen Ansprechens, Hinterfragens und Diskutierens von Sachverhalten, welche irgendwelche Gefühle verletzen könnten, zweierlei:
Die den Sachverhalten zugrunde liegenden Probleme bleiben verborgen, sozusagen getarnt, daher unlösbar und ungelöst.
Den durch die Nennung der Sachverhalte angeblich verletzlichen Personen und Kreisen wird eine ihnen nicht zustehende Macht verliehen, die Lösung von Sachverhalten zu hintertreiben. Dadurch wird jeder Sache und jeder Gesellschaft nachhaltig geschadet.

Im Gegensatz zur Politischen Korrektheit steht die "pollitical incorrectness": Als Titel humorvoll satirisch komödiantischer Veranstaltungen namhafter Künstler ist "Politically Incorrect" das Etikett, unter dem alle möglichen und normalerweise von der Etikette eher verschwiegenen Äusserungen explizit so vorgebracht werden, wie sie "dem Volks aufs Maul geschaut" sein könnten. In Deutschland war "Alfred das Ekel" eine Fernsehserie, die diesem Konzept entspricht.

Andererseits wird gerade in Europa der Titel "Politisch Inkorrekt" von rechtsextremen Gruppen besetzt, die hiermit ihre unhaltbaren, feindseligen Konzepte rechtfertigen und verbreiten.
Ganz ohne Humor, Stil und Recht. Dummfrech.
Um Anfängen zu wehren, ist hier Zivil Courage gefragt.

Vor diesem Hintergrund, und nach Lesen eines Buches des von diesen Kreisen als Sympathisant zitierten Publizisten verfasste Value Group Gründer Gerhard K. Eichweber den Aufsatz "Wider die Lust am Einknicken - Auch nicht vor Broder", der auf Anforderung erhältlich ist. Mit dieser spontanen Streitschrift wird daran erinnert, dass der Grundsatz "Null Toleranz gegen Intoleranz" nicht etwa nur in irgendeine Richtung gilt, sondern gegenüber jeglicher Beeinträchtigung menschlicher Freiheit gilt und gelten muss, wenn Gemeinwesen prosperieren sollen.

Es geht daher nichts über klare Benennung von Fakten:
Auch denen, denen ihre Umstände und Bedürfnisse peinlich sind, kann man nur helfen, wenn man weiss, worin die Peinlichkeit besteht.

Für jegliche Initiative, für Unternehmertum sowie für Wirtschaft und Gesellschaft als Ganzes, ist der bewusst kritische Umgang mit Political Correctness deshalb so wichtig, weil für das Lösen von Problemen keine Fakten und keine Details unbekannt bleiben dürfen. Kreativitäts-Prozesse können nur dann wirklich nachhaltige Lösungen für bislang ungelöste Probleme schaffen, wenn alle Aspekte explizit bekannt sind. Innovation und Eingehen auf Menschen bedarf der Deutlichkeit aller Information. Gern auch drastisch. Aber immer wohlwollend und tolerant.

Praesenil
Präsenil, prä-senil

Noch nicht senil. Vor der Senilität kommend.

Adjektiv, welches meist zur Spezifizierung einer notorischen Neigung zum Frühaufstehen benutzt wird. Vor allem in: "Präsenile Bettflucht".

Hiermit wird ausgedrückt, dass die Neigung zum Frühaufstehen durch im Alter zusätzlich geminderten Schlafbedarf, oder jedenfalls reduzierte Fähigkeit zum Schlafen, genutzt wird,
um frühmorgens etwas zu tun, was keineswegs sinnlos oder durch Senilität im Sinn eingeschränkt ist, wie es eines hoffentlich fernen Tages auch der Fall sein könnte, wie es als "senile Bettflucht" bei Anderen beobachtbar ist.

Mit präseniler Bettflucht wird humorvoll darauf eingegangen, daß manche Menschen in früher, "goldener" Morgenstund wichtige, wenn nicht ihre kreativsten Schaffens-Perioden haben. Die einen, um wisssenschaftliche Literatur jeglicher Fächer aufzunehmen. Andere (oder die selben) um Ideen, Erfindungen und sonstige Konzepte aufzuzeichnen, niederzuschreiben oder auszuarbeiten, weil sie mit entsprechenden Lösungen oder Formulierungen aufwachen, und wissen, daß sie die nicht wieder genau so schlüssig und vor allem schnell ausarbeiten würden, wenn sie sie während der "normalen" Arbeitszeit am Schreibtisch nachholen wollten.
Es reicht eben nicht, Gedanke gedacht zu haben. Man muss sie auch dann niederlegen, wenn sie frisch sind. Verbessern, komplettieren und verwerfen kann man sie dann später. Respektive anderen zur weiteren Ausarbeitung übergeben.

Wer zu präseniler Bettflucht neigt, tut dies meist nicht erst im Alter.
Andererseits ist es nicht ungewöhnlich, wenn sich derlei Personen nach der zeichnerischen oder schriftlichen Fixierung nächtlicher Gedanken erneut schlafen legen und erst dann wirklich erholsamen Tiefschlaf erleben.

Die Häufigkeit der Koinzidenz von präseniler Bettflucht mit anderen genetisch bedingten Besonderheiten, wie beispielsweise der Fähigkeit, alle zufällig wahrgenommenen Informationen zu registrieren und sofort mit anderem Wissen zu konfrontieren und zu verknüpfen, legt nahe, daß es sich auch hier um einen Teil der geistigen Bereitschaft handelt, welche Value Group Gründer Gerhard K. Eichweber als "Mehr Canal Aufmerksamkeits Disposition" (MCAD) bezeichnet. – Während diese Besonderheit und Stärke gemäss irreführenden Paradigmen offiziell als "Aufmerksamkeits Defizit Syndrom" (gegenüber einer vorn stehenden Lehrperson) oder eigenständige "Hyperaktivität" (as Folge von Unterforderung, im Vergleich zu gleichgeschalteten Rädchen in Getrieben) verbal diskriminiert und faktisch marginalisiert und "ruhig gestellt" wird. – Mit schwerwiegenden Folgen für jede Gesellschaft, der diese mit breitem Wissen ausgestatteten natürlichen "Querdenker"-Persönlichkeiten zur Abrundung von Teams fehlen, um durch Innovationen mehr Erfolge und ergo auch Arbeitsplätze zu haben.

Preis

Merkantiler Tauschwert eines Angebotes.

Für die nachhaltige Sicherung von Unternehmen, wie für die Wirtschaft als Ganzes, aber auch für die Zahl derArbeitsplätze und ihre Entlohnung, und damit für jeden Staat und seine Bonität ist es von entscheidender Bedeutung, nach welchem vordringlichen Kriterium Preisfindungen erfolgen. Und dies ergibt sich aus Paradigmen, also Vorurteilen, als Massenmeinungen, welche in einer Industrie – und in der Gesellschaft –vorherrschen.

Wo Preise eng mit den Kosten verbunden sind – wo also p= f(k) für "normal" erachtet wird – wird die Schraube der Preise und Kosten immer weiter nach unten gedreht, bis dies zu einem Strudel wird, der die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft mit nach unten reisst.

Wo hingegen die Preise aus dem Wert für die Zielgruppe ermittelt werden, Zielgruppen begeistert sind und Produktivität gute Margen verspricht, können Firmen weiter in die Stärkung von Alleinstellungsmerkmalen durch Innovationen investieren und Arbeitspläze im Inland gut entlohnen.

Als Resultat gilt im ersten Falle nicht, daß mehr Nachfrage zu mehr Beschäftigung führt. Vielmehr wird zusätzliches Wachstum durch Produktivitäts-Steigerungen absorbiert.
Wenn nicht gar gilt, daß Erträge zum überproportionalen Abbau von Arbeitsplätzen genutzt werden.

Was den meisten Förderern dieses Trends nicht bewusst ist:
Alsbald werden so logischerweise auch alle Shareholder Values gegen Null tendieren.

Im zweiten Falle hingegen lassen sich die hierfür entscheidenden Alleinstellungsmerkmale nicht ohne Menschen realisieren, welche auf Menschen eingehen. Dies bietet neben Lohn auch Erfüllung.
Und die Erträge erlauben anständige Honorierung - und die Investition in mehr Forschung und Entwicklung für zusätziche neue Alleinstellungsmerkmale.

Roboter können all dies nicht. Aber Roboter kaufen auch nichts. Und zahlen keine Sozialversicherungs-Beiträge.

Braucht klare und bewiesene Logik erst noch eine Bestätigung durch klügere Begleit-Forschung? Value Group bietet jedenfalls in diesem Zusammenhang Themen für Studien-Arbeiten und Dissertationen an.

Siehe: Jobs.

Produktivität

Was der Wirkungsgrad in der Technik
ist die Produktivität in der Wirtschaft.

Produktivität ist der Schlüssel zu geringen Kosten
im Vergleich zum Preis. Also zu hohem Mehrwert und soliden Kostendeckungsbeiträgen.

Produktivität ist aber auch ein Schlüssel zur erfolgreichen Verteidigung eigener Alleinstellungsmerkmale und Innovationen gegen Plagiatoren, die durch Preis-Unterbietungen versuchen, nach "Buchhalter-Marketing"- oder "Me-Too"- Manier etwas vom "Kuchen" abzubekommen, dessen Rezeptur nicht von ihnen erarbeitet wurde: Wenn man bei den Kosten nicht unterboten werden kann, kann man auch über den Preis nicht dauerhaft in Bedrängnis gebracht werden.

Eine alte Hausregel spricht alternativ von einer Viertelung respektive Fünftelung der Überschüsse vor Steuern.

Je ein Teil für:
Neu-Entwicklung (Innovationen und Alleinstellung)
Fertigungstechnik (Uneinholbare Vorsprünge)
Vertriebs-Stärkung (Erreichen der Zielgruppen)
Rücklagen (Substanz-Gewinn)
Sonstiges (Ausschüttungen)

Produktivitäts-Führerschaft ist also eine wichtige Voraussetzung für Marktführerschaft. Es ist demnach vorteilhaft, nicht nur hinsichtlich der Konzeption von Alleinstellungsmerkmalen eigene Innovationen zu realisieren, sondern auch hinsichtlich ihrer Fertigungstechnik. Einschliesslich der zugehörigen Geheimhaltung, die ohnehin zur professionellen Geschäfts-Praxis gehört.
Die aber als Kultur im Unternehmen gepflegt werden muss, um nicht zur Farce zu degenerieren.

Wo allerdings statt einer umfassenden nachhaltigen Weiterentwicklung einseitig nur Steigerung der Produktivität gesucht wird, um andere Anbieter zu unterbieten, und dies womöglich nicht nur durch Arbeitsplatzgestaltung und Automatisierung, sondern durch Verlagerung in Niedrig-Lohn-Länder, ist Gefahr im Verzuge. Wo dann noch eine Gewinn-Ausschüttungs-Manie das Vermögen, eigenständige Angebote zu entwickeln begrenzt, dort regiert Unvermögen. Ein sicheres Anzeichen für Niedergang. Selbst wenn zuvor noch Strohfeuer blenden.

Die Gefahren betreffen nicht nur Unternehmen, Arbeitsplätze, Lieferanten und Vertriebspartner, sondern auch Regionen. Gerade auch die, die nur über das Lohn-Niveau fremde Industrien anlocken. Irland und Lettland sind Beispiele für die Folgen eines einseitigen Befolgens irreführender Paradigmen,
die nach Popper bei Hegel und Marx ihren Anfang nahmen:
Ersatz von Werten und ihrer Vielfalt als Basis solider Wirtschaft und Gesellschaft durch schnöde quantitative Kriterien. "Wissenschaftlicher" Materialismus verwandelt über kurz oder lang das wichtige Wort Produktivität in ein Synonym für Arbeitslosigkeit und Präkariat. Und damit allenfalls auch für Auslieferung von Regionen an Maffien.