Schlechtmenschen

Das Gegenteil von "Gutmenschen".
Eine binäre Definition, so absurd und unnötig sie auch sei, kann ohne ihr Gegenteil nicht existieren: Schlechtmenschen sind die Autoren und hämischen Nutzer des Wortes "Gutmenschen".

Diejenigen, die Andere mit der Bezeichnung "Gutmenschen" hämisch zu verunglimpfen suchen, definieren sich über das implizite Gegenteil automatisch zu "Schlechtmenschen".

Einmal mehr hat das Schlechte auch sein Gutes:
Durch ihre Häme geben sich Schlechtmenschen zu erkennen. Dies erleichtert soziale Kontrolle: Niemand braucht mit ihnen Geschäfte zu machen, sie einzustellen oder gar zu befördern.

Schlechtmenschen schliessen von sich auf Andere.
Sie wittern in jedem Menschen und hinter jedem Handeln nur Schlechtes und versuchen dieses ans Licht zu ziehen, um durch die so entstehende Aufmerksamkeit von sich und wichtigeren Fehlentwicklungen abzulenken.

Schlechtmenschen suchen gerade im Umfeld von Gutmenschen unermüdlich und - da sie ja Regeln und Anstand als ärgerliches Produkt der Gutmenschen nur auf diese anwenden - mit wirklich allen Mitteln nach kleinsten Fehlern und Fehlhandlungen von Menschen. Insbesondere von Gutmenschen.
Wo sie solche Fehler nicht finden, versuchen sie an sich normalen Vorgängen den Anschein von Schlechtigkeit anzuhängen.

Da Gutmenschen von derlei meist unter skrupellosen Regel-Übertretugen überraschend und lautstark ans Licht gebrachten Fakten und in den Vordergrund gebrachten infamen Unterstellungen meist überrascht sind, machen Gutmenschen leicht Fehler, namentlich in der Kommunikation. Und dann wird von den Schlechtmenschen auf diesen Fehlern herum geritten: Aus dem Befolgen der guten alten Regel "Man muss zwar nicht alles sagen, aber was man sagt, dass muss war sein!" wird als "Verschweigen" ein Strick gedreht, wo die eigentlichen Vorgänge, in welche Schlechtes hinein interpretiert wurde, gar nicht unlauter waren.

Da Schlechtmenschen mangels genügender sozialer Kontrolle, und gestützt auf von ihnen dominierte und zur Sabotage intakter Gesellschaften und ihrer Werte geförderte Paradigmen, in immer mehr einflussreiche Positionen gelangt sind, und vielerorts längst den Ton angeben, reicht es seit langem nicht mehr, sich korrekt zu verhalten. Man muss stets auch die absurdesten Möglichkeiten von Unterstellungen zweifelhafter Motive als neue "Normalität" bedenken und darauf vorbereitet sein, dass böswillige Interpretationen öffentlich breit getreten werden, ohne selbst unverhöhnt Gehör zu finden.

Es hat sich in diesem Zusammenhang eingebürgert, daß Gutmenschen auch im Zusammenhang mit Vorgängen, die absolut sauber sind, "Fehler" zugeben. Und sei es nur, weil sie eine nachträglich überraschend vorgebrachte Möglichkeit, saubere Vorgänge im Sinne der Schlechtmenschen zu interpretieren, nicht vorhergesehen haben.

Solches "Einknicken" vor dem Diktat der Schlechtmenschen überlässt aber jenen die Interpretations-Hoheit über alles menschliche Tun und Lassen.

Eine solche einseitige Interpretations-Hoheit ist als Anspruch faschistoid. Ergo ist ein Einknicken jedes Einzelnen und jeder Gesellschaft, und in ihnen besonders der Gutmenschen als menschliche "Leuchttürme", vor den Unterstellungen der Schlechtmenschen eine Förderung faschistoider Tendenzen,
und folglich zerstörerisch für jede offene Gesellschaft denkselbständiger und eigenverantwortlich stets auch der
Res Publica verpflichteter Menschen.

Wehret den Anfängen – die es längst nicht mehr sind.

Sein

Summe der Unterscheidungsmerkmale, die das Wesen
einer Sache und einer Persönlichkeit ausmachen.
Sein betrifft also die qualitativen Merkmale von Sachen
und Persönlichkeiten, auch Firmen-Kulturen und Marken-Persönlichkeiten, durch die diese sich von anderen,
auch von ähnlichen, unterscheiden.

Unterscheidung ist wichtig.
Unter Menschen, um einander gerecht zu werden.
Hinsichtlich Sachverhalten, um diese genau verstehen und
die richtigen Schlussfolgerungen ziehen zu können.
Ohne subtile Unterscheidung der qualitativen Aspekte, also des Seins oder "So-Seins" sind Gedanken Pläne, Entscheidungen, Handlungen und Unterlassungen meist kurzsichtig und falsch.

In Wirtschaft, Organisationen, Politik und Gesellschaft ist die subtile Unterscheidung des Seins aller Menschen und Sachen eine wesentliche Erfolgs-Voraussetzung.
Die oberflächliche, egalitäre, ja menschenverachtende und Fakten übergehende Behandlung der Nuancen des Seins als qualitativer Vielfalt – sei es durch Verallgemeinerungen oder durch nicht genau zutreffende Annahmen, also durch Vorurteile – führt zu Konflikten und ist zugleich die tiefere Ursache der sich immer weiter aufschaukelnden Krise.

In pointierter Überspitzung wird Sein dem Haben gegenüber gestellt: Aus Haben entsteht kein Sein. Aber Sein führt zu Haben.
Was man hat oder nicht hat, entspricht dem eigenen Sein.

Wer mit dem eigenen Haben unzufrieden ist,
muß über dessen Wurzeln im eigenen Sein nachdenken,
und hier ansetzen, um zielführende Maßnahmen zu finden.
Dies gilt für natürliche wie für juristische Personen.

Menschen unterscheiden sich.
Quantitativ, hinsichtlich Längen, Gewichten, Helligkeiten von Haut, Haaren und Augen.
Und qualitativ, hinsichtlich Wissen, Erfahrungen, Visionen, Werten, Haltungen, Präferenzen.
Selbst eineiige Zwillinge träumen nicht das selbe.

Das Sein betrifft diese Unterschiede und ihre Nuancen.
Die Vielfalt des Seins in Kategorien zu ordnen, hilft Gemeinsamkeiten zu erkennen und zu bedienen.
In diesem Falle spricht man von Gruppen, resp. Zielgruppen.
Ihre qualitativ unterschiedlichen Präferenzen zu verstehen
und mit eigenen Alleinstellungsmerkmalen als Wesen
von Marken und Angeboten genauer zu bedienen als Andere,
ist die treibende Kraft hinter Unternehmertum und Innovationen.

Das Verstehen und Ernstnehmen von Sein ist ein nie versiegender Quell individuellen unternehmerischen Erfolges.
Und, in der Summe, Ursprung des Wohlstands von Wirtschaft, Gesellschaft und Gemeinwesen.

Die Unterscheidung von Sein ist der Schüssel zu Allem.

Shareholder

Aktien-Halter. Ausdruck der US-Mentalität, bei der Aktienbesitzer keine dem Unternehmen langfristig verbundenen Aktionäre, also Gesellschafter sind, sondern Spekulanten.

De freie Übertragbarkeit von Aktien als Anteilsscheine
ist grundsätzlich ein gewollter Unterschied zu anderen Formen der Beteiligung als Gesellschafter eines Unternehmens.

Der Unterschied der "Share-Holder" Paradigmen, also von Spekulation als Normalität, äussert sich besonders in all den Fällen, in denen Aktienbesitzer angestellte Manager einer Firma durch hohe offene oder geheime Bonus-Versprechen zu Handlungen anhalten, die nicht vom Wohl des Unternehmens und seiner Zielgruppen geleitet sind, sondern von kurzfristigen Veränderungs-Zielen der Aktien-Kurse.

Die Problematik besteht darin, daß die "Shareholder" kurzfristig reale Eigentümer wesentlicher Teile eines Unternehmens sind, und hieraus den Anspruch herleiten, mit ihrem "Besitz" machen zu können, was sie wollen. Und zwar auch dann, wenn sie nur eine Minderheit des Kapitals einer Firma beitzen.
Deratige Handlungen schaden den übrigen Aktionären als Mitbesitzern. Vor allem aber ist es ein Unding, daß die Unternehmensführung von sachfremden Interessen, die nicht dem Wohle der jeweiligen Firma und ihres Umfeldes dienen, massgeblich beeinflusst werden kann. (Siehe auch: Aufstieg, Zerstörung und Neu-Aufstieg von Apple)

Destruktive Paradigmen sind ein Bereich, dem man nicht mit Regulation beikommt, sondern nur durch Ethik und Moral. Also zuvorderst durch strenge Kriterien der Auswahl von Managern, Vorständen und Aufsichtsräten. Kriterien, die, wenn sie nicht als Kombination aus Kultur und sozialem Druck etabliert und gepflegt werden, schnell verkommen. Und vielerorts längst verkommen sind.

Gerade hier zeigt sich der Vorteil des Arbeitens mit Unternehmern, welche mit eigenem Kapital und langfristiger Perspektive massgeblich an ihrem Unternehmen beteiligt sind. Auch bei Aktiengesellschaften.
Unternehmer muss man in der Regel schlimmstenfalls an jene Ideen, Motive, Werte und Haltungen erinnern, die ihren ursprünglichen Antrieb und die Wurzel ihres Erfolges ausgemacht haben.

Unternehmer und ihre Firmen zurück in die Spur des nachhaltigen Erfolges zu bringen ist leicht, und erfordert höchstens Unterstützung, im Sinne von Mentoring, um auch ihre wesentlichen Mitarbeiter und Berater durch Anleitung und Begleitung wichtiger Projekte "zurück" zu holen.

Shareholder Value

Dem Namen nach: Der Wert einer Aktie für den Aktionär.
Die Praxis zeigt allerdings, daß es sich hier eher um den kurzfristig hoch gepuschten Wert für Spekulanten handelt,
die nur auf den richtigen Zeitpunkt warten, um sich als Gesellschafter des entsprechenden Unternehmens möglichst schnell und bereichert wieder zu verabschieden, um dann andere Unternehmen mit der eher zweifelhaften Ehre des Besuches zu beglücken.

All dies als Beweis eines „Wertewandels“ in der Gesellschaft, bei der das Primat quantitativer Kriterien über geradezu lächerlich gemachte qualitative Werte täglich über die Telebörse präsent ist. Was dem Vorurteil Vorschub leistet, Börse habe etwas, oder sogar viel, mit Wirtschaft zu tun.

So-Sein

Formulierung zur Unterstreichung
der individuellen Besonderheit jedes Seins.

Benno von Wiese benutzte diese Formulierung zur Begründung des Wesens der Tragik in der Literatur seit dem Neo-Klassizismus.
Die Tragik besteht demnach im Sosein der Handelnden,
die aus ihrem Wesen nicht heraus können.

Sosein ist damit eine Metapher auch für das Akzeptieren der verschiedenen Werte, Haltungen und Präferenzen von Menschen und Gruppen. Eine eigentlich überflüssige Unterstreichung der Bedeutung qualitativer Unterscheidung, weil diese offensichtlich bei Benutzung des Wortes "Sein" immer noch nicht von Allen begriffen wird.

Damit ist Sosein auch in der Wirtschaft eine Variante
zur Verdeutlichung der Bedeutung genauer qualitativer Unterscheidung als Schlüssel zum Erfolg. Der Schlüssel,
der an der Wurzel der Probleme über Krise oder Wohlstand entscheidet.

Sozial

Gesellschaftlich, der Gesellschaft verpflichtet.
Eine Haltung. Man könnte auch sagen: Gesellschaftsbezogen.

Sozial ist, wer sich gegenüber der Gesellschaft offen, sensibel und engagiert zeigt. Dies kann sich mehr auf einzelne Gruppen beziehen. Vor allem, wo geistige Verwandtschaft besteht. Soziale sollte aber eigentlich die gesamte Gesellschaft umfassen und betreffen.
Um dies besonders zu unterstreichen gibt es im Deutschen auch den Term "gesamtgesellschaftlich". Eigentlich ein Hendiadyoin, also "doppelt gemoppelt", um der Bedeutung Nachdruck zu verleihen. Denn Gesellschaft ist ja bereits das Ganze. Nur eben als Wort abgegrenzt gegenüber formelleren Termini, wie Staat oder Region, die sich eher auf juristische Personen und ihre Organisations- respektive, bei faschistoiden Selbst-Überstellungen der Amtsträger, Herrschafts-Strukturen beziehen.

"Sozial" wird aber auch, besonders als Adverb, oft missbraucht, um eine eher herablassende Haltung beschreiben, die sich bei "sozial" vor allem auf eine wohlmeinende Haltung gegenüber einem Teil der Gesellschaft beziehen. Namentlich gegenüber vorgeblich oder tatsächlich "schwächeren" Teilen einer Gesellschaft.
Einerseits im Sinne von Brosamen, die man an die "Armen" verteilt. Andererseits im Sinne eines "Einstehens" und Forderns, für Andere, aber aus sehr priviligierter Position. Und ohne selbst das zu geben, was man von Dritten fordert und gegenüber seinen derart selbstgewählten Protegees verspricht.

Da die Gesellschaft das Grosse Ganze, das gemeinsame öffentliche Anliegen oder die "Res Publica" betrifft, die sich in offenen demokratischen Prozessen als Souverän jedes Staatswesens selbst organisiert und gemeinsame Aufgaben gemeinschaftlich an hierfür zeitweise bestallte und mit Kompetenzen (Vollmachten) ausgestattete Diener vergibt, drückt "sozial" vor allem die Hinwendung und Berücksichtigung des Gemeinwohls in individuellen Entscheidungen aus.

Dies sollte insofern eine Selbstverständlichkeit sein, als eigenes Wohl nicht nur zum Gemeinwohl beiträgt, respektive stets so angelegt sein sollte, dass es zum Gemeinwohl beiträgt.
Aber auch, weil das eigene Wohl, und das der Anbefohlenen, also z.B. von Mitarbeitern, Familien, Lieferanten, Vertriebspartnern und Kunden dem Gemeinwohl entspringt und mit ihm im Einklang stehen sollte.
Diese Selsbstverständlichkeit findet sich auch im Term "soziale Marktwirtschaft" wieder.

Nicht der Erwähnung bedürfen sollte, dass "sozial" daher auch eine selbstverständliche Eigenschaft jeder Politik ist, respektive sein sollte, die nicht auf Ausbeutung und Unterdrückung setzt, also auf faschistoides "Regieren". Sondern der Gesellschaft verpflichtet zu sein beansprucht, deren Staatswesen sie angehört und von dem sie bezahlt wird.
Nicht anders als "Liberal", also freiheitlich - und in Europa gern auch christlich, was "Wohlwollen" gegenüber Allen noch einmal anders zur Selbstverständlichkeit erhebt: Als "Nächstenliebe".

Soziale Marktwirtschaft

Begriff, den Deutschlands erster Wirtschafts-Minister, Ludwig Erhard, publik gemacht hat, um den kategorischen Imperativ der "Sozial-Verantwortung des Kapitals" als Element der für jeden nachhaltigen Erfolg erforderlichen eigenverantwortlichen Freiheit des Unternehmertums zu unterstreichen, den er auch mit der wiederholten Ermahnung "Mass Halten!" zum Audruck brachte.

Seit Marktwirtschaft durch massiven US-amerikanischen Einfluss weltweit von den Elementen mittelständischer untermehmerischer Werte der Mitverantwortung für das grosse Ganze abgekoppelt wurde, ist Marktwirtschaft zu einer zügellosen Fokussierung auf ein "Catch as Catch can!"-Mentalität verkommen.

Angesichts der destruktiven Einflüsse solcher Entwicklungen auf jede Gesellschaft und alle Volkswirtschaften, und angesichts der mit ihnen bewirkten Untergrabung der Rolle Europas als Vorbild eines friedlichen Gegenentwurfes gegen jede Art faschistoider Dominanz und Hegemonial-Ansprüche, erscheint es angezeigt, sich beim Begriff der Marktwirtschaft wieder der Zauberformel zu erinnern, durch die sie die Grundlage des "Wirtschaftswunders" wurde.

Was es braucht, um ein durchaus mögliches "neues Wirtschaftswunder" zu schaffen, und Wohlstand durch Nachhaltigkeit langfristig zu sichern, hat auch Uwe Thomas (unter Beteiligung von Peter Glotz) in einem gleichnamigen Buch dargelegt: Innovationen, und das Unternehmertum, welches sie realisiert. Man möchte hinzu fügen: "Und Anstand!"
Die Ethik "eines ehrbaren Kaufmanns". Ohne wenn und aber!

Freiheit kommt ohne Strenge nicht aus. Und jede Strenge beginnt bei der Strenge gegen sich selbst. Nur dann kann Selbstverpflichtung erfolgreicher sein, als bürokratisch anmassende "Zertifizierungen" und sonstige Gleichmacherei.

Stand

Vergängliche, weil bedingte Form des Seins.
Zum Beispiel in der Bezeichnung "Stand der Dinge".
Und in: "Zustand".

Es gibt in eigentlich allen Sprachen verschiedene Worte für Sein.
Namentlich für das unabänderliche Sein: Mensch oder Schwein.
Und im Unterschied dazu die vergängliche Form des Seins.
Wortwörtlich unterschieden als "Sein" und "Stehen", "Stand".

Die Vergänglichkeit eines Standes, besonders deutlich am Wort "Zustand", ergibt sich aus seiner Bedingtheit: Ein Aggregat-Zustand ist durch die Temperatur bedingt.
Noch deutlicher wird es im Spanischen: Jemand "ist" nicht schön, sondern "steht" schön. Das kann, wenn nicht in wenigen Minuten oder am nächsten Tag, so doch irgendwann anders sein.
Die Tatsache, daß Sein und Stehen auch im Niederländischen bis heute so unterschieden wird, zeigt, daß diese wichtige Nuance vor allem – wenn nicht nur – im Deutschen untergegangen ist. Und mit ihr das Bewusstsein des qualitativen Unterschiedes zwischen Sein und Stehen. Denn nicht das Sein ist vergänglich, sondern das Stehen, der Stand.

Dies Detail, nämlich die Bedingtheit, aus der sich die Vergänglichkeit jedes Standes ergibt, während das Sein fortdauert, weil es von Bedingungen frei ist, bereichert das Denken, wenn es bewusst ist.

Wo hingegen der Unterschied zwischen Mann oder Frau, Hund, Katze oder Pferd "sein" – und schön "stehen" nicht bewusst ist, verschliessen sich auch andere Unterschiede, die für das Wohl-Sein von Personen, Firmen und Gesellschaft entscheidend sind: Die Bedingungen, die es zu verstehen gilt, wenn man Wohl-Stand erzielen, sichern oder zurück gewinnen will.
Denn es sind qualitative Unterschiede, und nicht quantitative Kriterien und Massnahmen, von denen Ergebnisse abhängen.

Nur wer dies versteht, kann etwas dafür tun und sabotierend kontraproduktives Wirken erkennen, demaskieren und unterbinden.

Die Sorge um den Wohlstand Aller treibt uns, Stand zu erklären.

Standort
Warte

Bestimmung eines Ortes in Raum und Zeit.
Meist nach kartesischen oder Polar-Koordinaten.

Die Bestimmung von Standorten ist der Gegenstand von Navigation und Ortung. Die Bestimmung erfolgt mit Mitteln der Geometrie. Also durch Messung und Beschreibung mittels Distanzen und Winkeln.

Der Standort bestimmt auch Perspektiven und Ansichten auf Sachen, vom jeweiligen Augpunkt aus.
Daher ist auch der Begriff "Aspekt" als wörtliche Übersetzung von "Ansicht" nicht nur in Dokumentations-Skizzen und technischen Zeichnungen - und so auch im 3D-CAD – ein wichtiger Begriff, sondern auch im übertragenen Sinne.

So ist das teilende Mitteilen von Aspekten und das Teilen von Ansichten Ausdruck des Austausches, der jeder Diskussion ihren Gehalt gibt. Schon weil, wer Dinge nur aus einer Perspektive sieht, oft nicht das Ganze und seine Anbindungen an die Umwelt überblicken und verstehen kann.

Den klärenden, nicht auf Rechthaberei gerichteten Diskussions-Stil, bei dem man von verschiedenen Warten aus erkannte Informationen mit einander teilt, nennt man daher auch "Klären" oder, freudiger, "Pilpul".

Standpunkt

Menschlicher geistiger Horizont mit dem Radius Null.
(nach A. Einstein)

Status

Vokabel aus der quantitativen Begriffswelt.

Status beschreibt in erster Line den Klarstand von Sachen:
Einsatzbereit oder nicht bereit, frei oder besetzt: Binäre Adjektive, im Sinne von Ja oder Nein. Ohne qualitativen Informatons-Gehalt, welcher einem Verstehen des warum, weshalb und wie genau helfen könnte, um zur Grundlage nachhaltig zielführender Massnahmen zu werden.

In einer detaillierteren, aber immer noch rein quantitativen Definition beschreibt der Status von Prozessen und Abläufen den Meilenstein oder die Stufe, die erreicht respektive abgeschlossen ist. Die detailliertere Status-Angabe erlaubt Sachkennern einzuschätzen, ob ein Timing passt, oder welche Alternativen verfügbar und eingedenk der Randbedingungen zu ergreifen sind.

Beispiele aus dem Haushalt: Beim Teig das Gehen, beim Backofen das Vorheizen oder beim Backvorgang das Abkühlen.

Im übertragenen Sinne bezeichnet Status die psychologische Wirkung des Habens auf Dritte, und den Anspruch, der erhoben respektive gestellt wird.
Seitens der Habenden. Und an die Habenden.
Status betrifft vor allem Geld und Preziosen, die Haben unterstreichen: Das Haben von Geld, Macht, Einfluss, Waffen, Kompetenzen, unabhängig davon, ob dieser Status mit Kompetenz, Recht, Werten, Haltungen und verantwortungsvollem Denken, Planen, Tun und Lassen verbunden ist.

Status beeindruckt vor allem Habenichtse, namentlich, wenn diese ungebildet sind, und ihre Not sie aufs Habenwollen fixiert.
Daneben sind Neureiche durch Status beeindruckbar.

Es ist wichtig, allgemein verstehen zu lassen, dass Haben kein Recht konstituiert, und dass jedes Durchsetzen von Unrecht, welches sich auf Haben beruft, der jeweiligen Gesellschaft und der Welt schadet. Dies macht es diffizil und zu einer grossen Herausforderung an Urteil und Verantwortung, im Falle von Unrecht einzuschreiten, um Bedrängten zu Hilfe zu kommen, ohne sich selbst ins Unrecht zu setzen. Diese Schwierigkeit ist allerdings keine Rechtfertigung für Zögern und unklare Haltungen, sondern nur die Richtschnur für eigenes Handeln.

Status versucht durch Symbole Eindruck zu machen:
Status-Symbole sind Ausdruck einer Haltung zum Haben.
Nämlich der, dem Haben Anerkennung zu attribuieren
und für Haben anerkannt werden zu wollen. Aus dem Irrtum, Haben könne Sein begründen, respektive ersetzen.

Status Symbole sind also im weiteren Sinne Haltungs-Symbole: Die jenigen Haltungs-Symbole, die der Gruppe des Habens zuzuordnen sind.
Vergl: Life Style Matrix.

Steuern

Abgaben, welche natürliche und / oder juristische Personen entrichten, um damit das Gemeinwesen und seine Aufgaben und Aktivitäten, welche die Organe des Gemeinwesens im Auftrage der Bürger wahrnehmen und durchführen, gemeinsam zu finanzieren.

Der Grundgedanke dahinter ist der, daß die zentralisiert ausgelagerte Wahrnehmung gleich gelagerter Interessen und Aktivitäten auf diese Weise effektiver und effizienter organisiert werden kann, als wenn sie jeder Bürger für sich selbst organiseren und durchführen müsste.

Steuern werden bereits in Religionen als Bürgerpflichten erwähnt. Jeder soll den Zehnten geben.
Seit allerdings die zentralen Verwaltungen immer aufgeblähter und teurer werden, ist der "zehnte", also 10% des Einkommens respektive Überschusses natürlicher und juristischer Personen nur noch in wenigen Staaten Realität.
Erschwerend kommt hinzu, dass Politiker, Beamte und Angestellte sich gegenüber ihren Auftraggebern, dem Volk, gerieren, als seien sie Diener von Feudalherren, oder gar selbst die Herren. Und nicht die Diener, welche nach genauen Vorgaben auf Zeit für das Gemeinwohl zu wirken haben, und für Fehler einstehen müssen, wie jeder andere Dienstleister auch.

Eigentlich müssten, wenn alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind, auch Alle den gleichen Betrag in die Gemeinschafts-Kasse einzahlen. Da es einigen Personen leichter fällt, finanzielle Beiträge zu leisten, werden diese aus eigener Initiative Projekte besonders unterstützen, die ihnen am Herzen liegen.
Und sie werden allenfalls auch zusätzliche Zahlungen an die Gemeinschaftskasse entrichten. Sogar über den Proporz des "Zehnten" hinaus, der ja bereits besagt, dass wer mehr hat, auch mehr beisteuert.

Mancherorts werden Steuern aber degressiv abgerechnet:
Wer sehr viel mehr hat, zahlt ohnehin so viel mehr als alle anderen, daß es ab einem gewissen Punkt nicht mehr der "Zenhnte" sein muss. Oder es wird überhaupt ein Fix-Betrag erhoben, der jedenfalls weitaus höher ist, als die Beträge, die von den höchsten Einzahlern der grossen Mehrheit eingezahlt werden.

Dies hält auch der Tatsache Rechnung, dass in aller Regel die Unternehmer, die dies betrifft, mit den ihnen verbleibenden Mitteln wirksamer für das Gemeinwohl wirken, als es öffentliche Verwaltungen je könnten. Und das, obwohl ihr Wirken meist nur mittelbar ist. Also als Nebeneffekt der Erfolge ihres Unternehmertums, von denen das Gemeinwesen profitiert. Und dass sie obendrein meist aus Eigeninitiaitve als Mäzene zum Wohle des Gemeinwesens und seiner Projekte aktiv sind.

Die Mehrheit der Gemeinwesen folgt allerdings einem anderen, kontraproduktiven Ansatz, der von sozialistischer Ideologie geprägt ist: Je mehr jemand hat und jährlich einnimmt, je mehr zahlt er nicht ohnenhin schon durch einen gleichen Prozentsatz vom Einkommen. Sondern der Prozentsatz steigt, und schöpft damit die Mittel ab, die eigentlich nötig wären, und viel mehr bewirken könnten, um in Privat-Initiative unternehmerisch tätig zu sein und Arbeitsplätze zu schaffen und diese durch Investitionen in Alleinstellungsmerkmale und Innovationen zu sichern. Derartige Steuer-Progression ist also nicht nur ungerecht, sondern kontraproduktiv.

Dies ist aber unter den von materialistischen Unterstellungen und Neid-Ideologien geprägten Paradigmen kaum verständlich zu machen.
Bis jemand in die dank direkter demokratischer Festlegungen offenere Schweiz guckt, und sich ob ihres Wohlstandes wundert. Trotz niedrigerer Abgaben. Das Ergebnis echter Volks-Beschlüsse, statt selbstherrlicher Politiker-Forderungen.

Oder nach Liechtenstein, jenen Kleinstaat, von dem Medien alles mögliche berichten. Aber selten, wie sehr dies ein originärer Industrie-Standort ist, an dem Weltmarken und Spitzen-Technologien gewachsen sind und weiterhin entstehen. Hilti zum Beispiel. Und PAV, auch als Lizenzgeber elektronischer Präzisions-Messmittel - und Lizenzgeber für Mitutoyo.

Strategie

Umsichtige Vorbereitung auf zukünftige Eventualitäten.

Massnahmenplan für die Gestaltung der eigenen Rolle in der Zukunft, unter Berücksichtigung verschiedener denkbarer Szenarien.

Oft wird von Strategie gesprochen, wenn bestenfalls eine Taktik gemeint wird.

Um als Strategie tragfähig zu sein, muss eine Strategie alle denkbaren Entwicklungen der Zukunft antizipieren und für alle Eventualitäten abgestimmte Massnahmen bereit halten.

Als Methodik für die umfassende mentale und organisatorische Vorbereitung dient die Szenario-Technik. Ein unter geübten Strategen zum wichtigsten Vorteil dieser Methode avancierender Nebeneffekt ist die Sensibilisierung aller an der Erarbeitung Beteiligten für "denkbare Zukünfte". Dies führt zu gesteigerter Vigilanz und Auswertung aller Informationen als Anzeichen dafür, werlche Szenarien sich in der Realität eher bewahrheiten werden. Diese Sensibilität erlaubt es, früher als Andere zu reagieren und dadurch den Eindruck zu erwecken, man bestimme den Trend. Dies ist ein wichtiges Merkmal der Marktführerschaft und fördert die Identifikation von Zielgruppen mit Marken und Angeboten.

Styling

Formalistisch modische Stilisierung einer Sache.

Schimpfwort, namentlich unter ernsthaften Designern, für eine Gestaltung, deren möglicherweise sogar schöner Schein nicht dem Wesen des gestalteten Artefaktes entspricht, es nicht ausdrückt und zu verstehen und sachgerecht zu nutzen erleichtert, und daher letztlich eine non-verbale Lüge darstellt.

Derartige Diskrepanzen zwischen schein und Sein schaden jedem Anbieter langfristig, weil sie jede Nachhaltigkeit der Unternehmensführung untergraben.

Subventionen oder Subsidien

Aufwind verleihende Hilfs- oder Unterstützungs-Leistungen und Zahlungen, welche dafür sorgen sollen, daß etwas prosperiert, welches von allein nicht, jedenfalls nicht sicher oder nicht so gut voran käme oder bestehen könnte.
Daran ist die Voraussetzung gebunden, dass das derart subventionierte "etwas" von allgemeinem Interesse ist. Unmittelbar, oder wenigstens mittelbar, für die ganze Res Publica.

Die Bandbreite der Unterstützungsmaßnahmen kann vom verlorenen Zuschuß über Steuererleichterung und Steuerbefreiung bis zum verbilligten und eventuell auf Sicherheitsleistungen verzichtenden Kredit gehen, aber auch zur Bankbürgschaft.

Besonders wirksam ist auch die durchgängig begleitende Beratung zur umsichtigen Sicherstellung der Ziele der unterstützten Anliegen.

Eigentlich sind Subventionen genau das, was gelegentlich Eltern und andere Verwandte unternehmen, um die zunehmende Selbständigkeit und das Vorankommen ihrer Kinder und junger Familien zu fördern, ohne allzu direkt Einfluß auf die Entscheidungsprozesse derer zu nehmen, deren flügge werden und selbständiges Handeln durch solche Hilfen nachhaltig gefördert werden soll.

In Politik und Wirtschaft bezeichnet Subvention die Förderung von Initiativen, deren Erfolgs-Sicherung im besonderen gemeinschaftlichen Interesse der Res Publica,also des öffentlichen Anliegens liegt.

Da kein Anliegen wirklich auf Dauer von der gesamten Gemeinschaft unterstützenswert ist, wenn es durch derartige Hilfen nicht aus sich selbst heraus lebensfähig wird, sollten alle Subventionen prinzipiell zeitlich begrenzt sein.

Es bietet sich an, Subventionen anfänglich für 3 Jahre zu gewähren und auf Basis der eingehenden Prüfung die zweimalige Verlängerung um jeweils 2 Jahre nicht von vornherein auszuschließen.

Nach 10 Jahren aber sollte jede Unterstützung in jedem Falle ein Ende haben, jedenfalls, wenn sie im Namen der Gesamtheit einer Gemeinschaft erfolgt. Derlei ist nicht nur der Gesamtheit der Bürger nicht vermittelbar, sondern wäre Kapitalvernichtung, also ein dauerhafter Entzug von öffentlichem Vermögen, also von Aufmerksamkeit, Kompetenz und Finanzmitteln, die anderweitig der öffentlichen Sache ggf. wirksamer zu dienen vermöchten.

Nichts desto trotz werden gerade wirtschaftlich tot geborene Aktivitäten, vom Bergbau über Schienenverkehr, durch Ideologien und Paradigmen ständig am Tropf gehalten. Bezeichnenderweise wird gerade zu solchen Themen ein wirklich auf den Grund der Sachen gehendes Hinterfragen gern mit Entrüstung und Verweis auf die eigenes Denken entmündigende "Political Correctness" zu unterlaufen gesucht.
Was leidet, ist nicht nur das Verursacher-Prinzip und die Gesellschaft als Ganzes, sondern auch die Umwelt.

Symbiose

Zusammenwirken unterschiedlicher Individuen, Gruppen und Organisationen, bei welchem alle Beteiligten ihr eigenes Wesen voll entwickeln und ausleben und so regelmässig zu einer besseren Form ihrer jeweiligen Existenz kommen, als ohne dies synergetische Zusammenleben. Oft sind Symbiosen auch die einzige stabile Form des individuellen Lebens, ohne welche alle Beteiligten in Gefahr geraten oder untergehen.

Symbiosen funktionieren ohne gegenseitiges Aufrechnen der Beiträge der Einzelnen zu Existenz und Wohlergehen der jeweils anderen. Ein solches auf quantitative Kriterien nach dem Motto „Gibst Du mir, so geb‘ ich Dir“ reduziertes Geben und Nehmen müsste man, zur klaren Unterscheidung vom jeder Symbiose innewohnenden Geist eines gegenseitigen Wohlwollens (Nächstenliebe), „Parasitentum auf Gegenseitigkeit“ nennen.

Gesellschaften und Ökosysteme sind ihrer Natur nach symbiotisch. Wo hingegen die Symbiosen der gegenseitigen qualitativ passenden Ergänzung und Unterstützung in quantitativ aufrechnendes Parasitentum umschlägt, geraten mittel- und langfristig nicht nur einzelne Elemente oder Gruppen in Gefahr, sondern das Gesamtsystem. Bezogen auf Menschen gefährdet der Geist des Aufrechnens also beispielsweise Familien, Firmen, Vereine, Gesellschaften, Staaten und Kontinente.

Insofern kann man Trends, welche Symbiosen aushöhlen und den Ungeist des Parasitentums in den Vordergrund schieben, als kontraproduktiv für jedes Gemeinwesen und damit als tiefere Ursachen von Krisen ansehen, welche durch auf quantitative Kriterien fixierte Betrachtungen und Maßnahmen entstehen und durch diese immer weniger kontrolliert und abgewendet werden können. Nach den so irgendwann unabwendbaren Zusammenbrüchen (-  Crash), zum Beispiel von Gesellschaften nach Krisen und Kriegen, entstehen zunächst immer wieder Symbiosen, weil auch Menschen in solchen Situationen wieder begreifen, daß es im Leben nicht um Aufrechnen, sondern um gegenseitige Förderung geht, wie sie vom Konzept der „Nächstenliebe“ nicht ohne Grund von den meisten Religionen und Philosophien gefordert und angeleitet wird.

Szenario

In sich konsistente Vision einer möglichen Zukunft.

Um von einem Szenario zu sprechen, welches real möglich ist, müssen die Annahmen, auch bei möglicher Widersprüchlichkeit, zueinander passen.

Szenarien sind Denk-Konzepte, welche der Vorbereitung auf Alles dienen, was möglich ist. Alles Unerfreuliche. Und alles für kaum möglich gehaltene Gute. Denn auch das kann nur nutzen, wer vorbereitet ist. Vor allem im Geiste.

Szenarien sind Bestandteil der Erarbeitung von Strategien mittels der Szenariotechnik, als solide Vorbereitung auf Alles, was die Zukunft bringen kann.

Value Group und unser externer Associate Ute H. von Reibnitz stehen den Leitungen von Unternehmen, Institutionen und Politik für die Erarbeitung zielführender Strategien zur Verfügung.