Zeitung

Presse-Organ, "Medium", welches der Gesellschaft durch Sammlung und Verbreitung von Informationen dienen sollte. Dieser Funktion haftet in aller Regel eine Färbung an, die sich aus Weltschau und Interessen der Verleger, Redakteure und Kommentatoren ergibt. Da Presse-Organe Informationen austauschen und sich - ursprünglich gemeinsam errichteter - Agenturen bedienen, sind ideologische Färbungen und die hinter diesen stehenden Interessen nicht immer klar erkennbar, was von den Lesern ein zusätzlich erhöhtes Mass der Vigilanz einfordert, wenn diese sich unabhängig informieren und denkselbständig urteilen und handeln wollen.
Mancherorts, wie in Frankfurt, bedarf es hierzu - als erster Schritt - des Lesens mehrerer örtlicher Zeitungen. Aus Gründen der Zeit-Ökonomie spricht einiges dafür, sich in jedem Lande respektive Sprachraum eine Zeitung zu suchen, die einem alle Nachrichten möglichst unkommentiert darbietet, und in Kommentaren das gesamte Panorama der Meinungen und Haltungen präsentiert. Letzteres gilt in Deutschland für die "Süddeutsche Zeitung", die die regionalen Grenzen ihres Namens längst überwunden hat.
Oder für die "Baseler Zeitung"- vor ihrer Übernahme durch reschtsextreme Kreise.
Die unter aufmerksam nachdenklichen Lesern verbreitete Haltung, sie der bekannteren "ZüriZitig" vorzuziehen, wo andere schweizer Medien nicht ausliegen, dürfte allgemein der Vergangenheit angehören. Es wird sich zeigen, welche schweizerische Zeitung diese Lücke füllen wird, damit die Baseler Region wieder eine lesbare Zeitung erhält.

Zeitungen müssen sich immer daran messen lassen, wie gut - und wertfrei - sie lokale Nachrichten präsentieren und zugleich kundig über alle Vorgänge der Welt berichten.
Es gibt Zeitungen, die nennen sich "Die Welt" (Le Monde) und berichten doch nur in einer Art Nabelschau von Paris und Umgebung.
Und es gibt Zeitungen, die nennen sich "das Dorf" oder das "Land" (El Pais) und berichten doch stets detailliert und wohl recherchiert über die ganze Welt. Einschliesslich dessen, was sich dort, wo es eigentlich wichtig wäre, nicht, nur begrenzt oder gefiltert in den Nachrichten wieder findet.

In der Regel findet man in "Wirtschafts"-Zeitungen eher alle Informationen zu Allem, einschliesslich der Kultur, als in Blättern, die eine bestimmte Massenmeinungs-Klientel bedienen. Financial Times, Wall Street Journal und Handelsblatt ergänzen insofern New York Times, Süddeutsche Zeitung und El Pais.
Wer Verantwortung trägt und vorausschauend planen und handeln will, bedarf der gesamten, ungefilterten Information, um sich anhand zuvor formulierter Szenarien ein eigenes Bild machen zu können, wohin welche Trends tendieren.

In neuerer Zeit wird diese umfassende Information durch ergänzende Medien, wie insbesondere öffentlich rechtliche Rundfunk- und Fernseh-Anstalten ergänzt. Namentlich BBC, TVE und die deutsch-sprachigen öffentlich-rechtlichen Medien. Deren begrenzter Nachrichten Umfang unterliegt allerdings bei nationaler und internationaler Information Einschränkungen.
Diese quantitative Einschränkung - und die durch nationale Brillen oder die Brillen der Presse-Organe von Bündnis-Partnern geprägte qualitative Einschränkung - lässt sich überwinden, wenn man Nachrichten stets aus verschiedenen Ländern und Kulturen sucht, hört und konfrontiert. So sind beispielsweise spanische Medien in Sachen Philipinen und ihrer Nachbarländer, oder auch bezüglich des Maghreb, stets gründlicher informiert, als deutschsprachige Stationen, welche von US-Interessen geprägte Meldungen englischsprachiger Agenturen verbreiten.

Theoretisch, und zunehmend auch praktisch, sind internet-basierte Informations-Kanäle eine wichtige Ergänzung von Zeitungen und Rundfunk. Allerding ist hier noch offensichtlicher, dass Informations-Angebote seitens der Rezipienten einer denkselbständigen kritischen Offenheit unterworfen werden müssen, die eigentlich ohnehin zu jedem bewussten Leben gehört.

Angesichts der Konzentration privater Medien in wenigen, von starken verdeckten Interessen geleiteten Händen, kommt der unabhängigen Information über das Internet immer grössere Bedeutung zu. Dies auch, weil sich gegenüber der Medien-Konzentration die hierauf demonstrativ angewandten Mittel finanzieller "Monopol"-Gesetzgebung als höchst untauglich erweisen.
Angesichts von bald 80% aller privaten Medien der Welt
in ca. 3 Händen, welche alle den selben verdeckten Agenden verpflichtet sind, ist hier nicht die "Konkurrenz" am Anzeigenmarkt entscheidend, sondern eigentlich eine andere Art der Anti-Trust- Gesetzgebung erforderlich.
Nur: Welches Organ, wenn nicht die UNO oder eine ihrer Unterorganisationen, sollte dies durchsetzen?
Und wer schwächt die UNO ständig durch Nichtzahlung der geschuldeten Beiträge in die nahezu völlige Handlungs-Unfähigkeit?

Die Semiotik als interdisziplinäre Wissenschaft der Erkennung und Interpretation von Zeichen, auch solcher, die nur mittelbar "verbal" kommuniziert werden, sollte auch darauf angewandt werden, welche Agenturen in welchen Händen sind. Also auch: Welche "Rating Agenturen" in Händen welcher Verleger, wie Ruper Murdoch, sind. Und wie sie politisch Einfluss nehmen.

Über derartige Zeichen-Prozesse - "Semiosen" bietet Value Group Gründer Gerhard K. Eichweber Vorträge und Seminare an. Darin wird erläutert, wieso es keinerlei "seherischer" Fähigkeiten, sondern nur vorurteilsloser Registrierung öfentlich zugänglicher Informationen bedarf, um Entwicklungen vorher zu sehen, und die Bereiche eigener Verantwortung und Beeinflussbarkeit hierauf vorzubereiten. Dies insbesondere am Beispel der Vorhersage des "Crashs" für "die Wochen vor den US-Präsidentschaftswahlen 2008". Öffentlich. Anfang des Jahres 2008 in seinem Vortrag an einem wirtchafts-wissenschaftlichen Kongress.

Zertifizierung

Es begann mit Aqap. Aus AQAP 1 wurde ISO 9001.
Man muß z.B. als Luftfahrttechnischer Betrieb zertifiziert sein,
um seine Fluginstrumente ohne fremde Zulassungs-Prüfungen entwickeln, herstellen und warten zu dürfen.

Zertifizierung ist aber nur eine Bestätigung. Sicherheitshalber. Weil sie stets eigentlich selbstverständliches betrifft: Unternehmerisches Commitment als kategorischen Imperativ.

Vor diesem Hintergrund mutet die aktuelle Zertifizierungswut als Affentheater an. Oder ist es ein teurer Ausschluss-Mechanismus? Für all jene, die zwar leicht durch kämen, aber sich den Prozess nicht leisten können? Während die, die Mittelmässigkeit zur Norm erheben so ohne Konkurrenz bleiben?
Obwohl doch die Zertifizierung gerade jene an die Kandarre nehmen sollte, die nicht von unternehmerischem Commitment getrieben und geleitet sind?

Wäre nicht das meiste im Wege der Selbstzertifizierung abzudecken – pder bereits in CE enthalten?

Manche Fragen werden nie alt: Honni soit qui mal y pense?
Cui bono?

Zielgruppe

Gruppe natürlicher und juristischer Personen welche sich durch ähnliche Anforderungen und Präferenzen von anderen Kunden-Kreisen unterscheiden.

Die wesentlichen, für den besonderen Erfolg von Anbietern und Angeboten entscheidenden Unterscheidungsmerkmale der Zielgruppen sind qualitativer und Natur. Demgegenüber sind quantitative Unterscheidungsmerkmale von Zielgruppen wenig signifikant.

Für das Bedienen von Zielgruppen sind seitens der Anbieter Alleinstellungsmerkmale anzustreben, deren unvergleichliche Einzigartigkeit besonders gut auf bislang so noch nicht erfüllte Präferenzen eingeht und sie in begeisternder Weise erfüllt oder über-erfüllt.

Um das detaillierte Verstehen der Präferenzen und unerfüllten Wünsche unterschiedlicher Zielgruppen zu erleichtern, haben die Value Group Geschäftsfelder Value Consult & Design spezielle Techniken entwickelt, welche die qualitative Unterscheidung beispielsweise an Benutzungsmustern und Lebensstilen sowie Lebensphasen der Entscheider fest machen.

Zivil Courage

Haltung aufrechter Mitglieder einer Gesellschaft, die eigenständig und eigenverantwortlich zu ihrer Bürgerpflicht stehen, gegen Unrecht aufzustehen und für Betroffene einzustehen. Im Kleinen für Bedrohte gegen Angreifer. Und im Grossen zum Wohle des Gemeinwesens und seiner Gruppen gegen Willkür von Staats-Dienern und sonstigen Interessen.

Damit auch Staaten diesem Kriterium genügen können, bedürfen sie all dessen, was auch jedem ihrer Bürger zusteht und wohl ansteht: Werte, Haltungen und Prinzipien, die auf ihnen gründen.

Gerade in der Wirtschaft ist Zivil Courage, Mitverantwortung und kollegiales Beistehen der Unternehmer gegenüber anderen Unternehmern und Privat-Initiativen ein Erfordernis, welches als eigentliche Selbstverständlichkeit aktuell besonderer Unterstützung bedarf. Auch dies ist, wie Nachhaltigkeit, ein Mittel gegen die Krise: "Die Verteidigung der offnene Gesellschaft gegen ihre Feinde" ist das stärkste Mittel gegen jede Krise. Und gegen alle Interessen, welche die Krise benötigen, um ihre illegitimen Ziele zu erreichen.

Wer demgegenüber das (Un-) Recht des Stärkeren vor dem Recht schützen will, redet der Zerstörung der Gesellschaft das Wort, mit Methoden, die selbst Raubtieren fremd sind.

Damit eine Zivilgesellschaft, und erst recht eine offene und demokratische Gesellschaft, funktionieren kann, muss sie gegenüber Unrecht sensibel sein und eine Kultur der Prinzipien pflegen, die allen Anfängen entschlossen wehren.

Für Zivil Courage ist es förderlich, wenn nicht nur einige wenige die Bereitschaft pflegen, das Wort zu ergreifen – und, wo nötig, entschlossen und umsichtig handelnd einzugreifen.
Die Einbettung eigenen beispielhaften Verhaltens gegenüber Unrecht und seinen Anfängen bezieht ihre Stärke aus der Unterstützung eigenen entschlossenen Handelns durch Andere. Oft bedarf es aber des Zeichens mutiger Einzelner, damit sich weitere Menschen engagieren. Und immer müssen die Einzlenen ihre Handlungen möglichst so umsichtig planen und ausführen, dass sie diese notfalls auch allein erfolgreich zuende bringen können. Hierbei kommt ihnen zugute, dass diejenigen, die Unrecht begehen, meist darauf vertrauen, dass ihnen niemand entgegen treten wird.

Eine Kultur der Zivil Courage kann nicht gepflegt werden, ohne verdeckte Ziele und lähmende Wirkung von Paradigmen wie beispielsweise "Political Correctness" genauso zu hinterfragen, wie dreistes Übertreten jeglicher Anstands-Regeln und Gesetze. Das eine bereitet den Boden für das Andere. Wo Political Correctness Anstand lähmt und untergräbt, muss man auch hiergegen aufstehen. Gerade hier ist Zivil Courage gefordert und andererseits darauf angewiesen, durch Anstand über jeden Zweifel erhaben zu sein.

Bei Zivil Courage gelten "erst recht" die immer angebrachte Fragen: Was ist Opportun? Was kontraproduktiv? Was ist gar lebensgefährlich? Und durch wen?
Letztere Frage erhellt sich möglicherweise durch Reflektion über die alte römische Kriminalisten-Frage danach, welchen Zielen und wessen Interessen die entsprechenden verdeckten Agenden dienen: "Cui Bono?"

Mut ist immer dann zielführend, wenn er weder Übermut noch vergeblich ist. Viel kann man vom Schachspiel lernen. Einiges auch bei Karl May.
Mindestens so viel von asiatischen Kampfkünsten, denen überdies der Vorteil anhaftet, dass sie mehrheitlich mental von Selbstverteidigung ausgehen.
Namentlich Judo: Der Impetus des gegnerischen Angriffs wird genutzt, um den Angreifer zu Fall zu bringen. Und dann müssen die weiteren Griffe ebenfalls alle sitzen: Der Angreifer ist zu fesseln und ein für alle mal unschädlich zu machen.

Der Vorteil "asiatischer" Selbst-Verteidigung besteht in der mentalen Vorbereitung: Vigilanz und das Wissen, wie worauf zu reagieren ist. Ohne selbst anzugreifen.
Derlei ist allein in Situationen überdeutlicher Angriffsvorbereitungen opportun, um dem anderenfalls unaufhaltbaren Angriff zuvor zu kommen. Ein David darf nicht warten, bevor er sich wert, bis ein Goliath ihn erdrosselt hat.

Der "Sechstage-Krieg" als Resultat des gezielten Präventivschlages, einige hundert Minuten vor dem feindlchen Angriff, ist ein in mehrerlei Hinsicht erhellendes Beispiel: David kann Goliath nur überraschen, weil er sich für unschlagbar überlegen hält. Und man muss die Übermacht dort treffen, wo man sie ausser Gefecht setzt. Mit durchschnittenen Sehnen sind die stärksten Muskeln wirkungslos. Ohne Nerven auch. Herz Lunge und Hirn mögen dabei noch so stark und unverletzt bleiben. Stimmgewalt wird doch vom Drohgebrüll über Zeter und Mordio zum Wehklagen übergehen.

Derlei martialische Metaphern erscheinen angebracht, um aus ihnen zu lernen. Gerade für solche Fäle von Zivil Courage, wo die Davids vergleichsweise nur Staubkörner sind.
Immer heisst es: Wehret den Anfängen.
Aber immer so, dass die Wirkung nicht verpufft.
Und immer so, dass, im Sinne des Judo, die Energie des Unrechts von ihrem eigenen Impetus ins Leere gelenkt wird. Oder, noch besser, gegen sich selbst.

Ein wichtiges Element der Zivilcourage ist das Bekanntmachen von Fakten aus Mitverantwortung für das Gemeinwohl.
In der Güterabwägung zwischen angemessener Geheimhaltung und Hinweisen auf himmelschreiendes Unrecht muss im Extremfall auch die Dampffeife für deutliche Warnsignale benutzt werden, um zu verhindern, dass Züge anderenfalls unaufhaltbar auf den Gleisen des Unrrechts weiter rasen und der Kontrolle der Gesellschaft entkommen, um sich gegen sie zu richten.
Sogenanntes "Whistle Blowing" ist im Sinne der Mitverantwortung der Einzelnen für das Grosse Ganze geradezu ein kategorischer Imperativ, dem in entsprechenden Fällen jeder aufrechte Bürger nachkommen muss, um vor sich selbst Respekt haben zu können.

Die Bespiele faschistoiden Terrors von rechts bis links zeigen deutlich, daß Widerstände und leider auch sogenannte Rechtsprechung gegen derlei Offenbarung von Fehlverhalten und Unrecht die Gesellschaft untergraben sollen, respektive der Untergrabung von Anstand, Recht und Ordnung in der Gesellschaft den Weg bereiten.
Gerade wer von "Nestbeschmutzung" spricht, hat meist mehr Dreck am Stecken, als die, die mit Civil Courage für Anstand und Recht eintreten. Verantwortungsvoll. Nicht immer und überall. Aber immer dann und dort, wo Schweigen Unrecht wäre.

Wer sich bei allem Tun und Lassen fragt, wie es "eigentlich" richtig, oder gar "gottgefällig" wäre, braucht "eigentlich" keine Erklärung für Civil-Courage - und sicher keine Angst vor "Whistle-Blowing" zu haben. Wohl aber ist stets "Vigilanz" angebracht. Auch gegenüber Spionage und Einflussnahmen seitens derer, deren zerstörerische Ziele durch Nachhaltigkeit unerreichbar werden.